Der aktuelle Stand der Dinge:
Zur Erinnerung:
Am 30.4.2009 wurde das Ergebnis der Bürgerbefragung in Mariahilf bekannt. Zwei Drittel der Befragten (!) sprachen sich für unser Projekt aus, das einen Zubau in Höhe von 12 Metern vorsah – inklusive Fotovoltaik-Mantadach. Da es aus dem Jahr 1998 eine rechtsgültige Aufbaubewilligung von 20 Metern gab, zweifelte niemand an der Genehmigungsfähigkeit.
Übersicht:
- 1998 für Kaffee Museum genehmigt - plus 20,0 Höhenmeter
- Erstentwurf Haus des Meeres - plus 12,0 Höhenmeter
- zunächst mussten wir das Manta Dach aus der Planung nehmen - plus 9,0 Höhenmeter
- danach das von den Bürgern bejahte Restaurant - plus 6,0 Höhenmeter
- um das 1 Mio. Liter Aquarium bauen zu können - plus 4,8 Höhenmeter
Erstentwurf Haus des Meeres:
Da diese 10% Überschreitung der aktuellen Flächenwidmungshöhe von 48 Metern auch nicht möglich war, mussten wir auf dieses weltweit einmalige Projekt ebenfalls verzichten.
Die geänderte Zielsetzung lautete schließlich:
1.) Errichtung zweier Panoramaaufzüge und Verlängerung der bestehenden Außentreppe
2.) Nutzbarmachung des 10. Stockwerkes
3.) Nutzbarmachung des ehemaligen Radarsilos
4.) Errichtung einer Aussichtswarte
Panoramaaufzüge:
Wurden bereits bei der Bürgerbefragung gut geheißen. Der Grund, warum wir zwei Aufzüge und eine Verlängerung der Außentreppe benötigen, lag an den behördlichen Vorgaben betreffend Brandschutz, wie z.B. Bergung von RollstuhlfahrerInnen und anderen Feuerwehrauflagen. Ein weiterer Punkt war, dass die Anrainer den Wunsch geäußert hatten, die "Aussichtswarte Flakturm" erreichen zu können, ohne dafür Zooeintritt zahlen zu müssen. Daher sollte ein Lift "im Normalbetrieb" direkt für die Besucher der Warte zur Verfügung stehen (gegen Benützungsgebühr).
Erforderlich wäre die Erweiterung der bestehenden Eingangshalle im Bereich unseres heutigen Mietgegenstandes (Asphaltboden). Dieses Projekt scheiterte bisher daran, dass das Kunstwerk von Lawrence Weiner " Zerschmettert in Stücke…" nicht beeinträchtigt werden durfte. Sowohl die Lifte als auch die Außentreppe hätten jedoch die Sicht etwas eingeschränkt.
Leider sah auch der Bezirk keine Möglichkeit, der erforderlichen Hallenerweiterung um 30 m2 zuzustimmen. Somit musste ein völlig neues Konzept entwickelt werden!
Da wir weder in die Höhe bauen noch die Außentreppe verlängern und die Panoramaufzüge errichten durften, entstand die Idee, von oben in den Turm "hinein" zu bauen. Dies bedeutet, dass die teilweise schwer beschädigte und wasserdurchlässige Decke zunächst bis auf das Niveau vom 10. Stock abgetragen werden muss. Bei 465 m2 Stahlbeton in einer durchschnittlichen Stärke von 60 cm (und zum Teil deutlich mehr) eine kostenintensive und logistische Herausforderung; wobei die Baustelleneinrichtung natürlich mit der Bezirksvertretung abgesprochen wird. Die Beeinträchtigung der AnrainerInnen und ParkbesucherInnen soll so gering als technisch möglich gehalten werden.
Die Außenwände bleiben in der aktuellen Höhe stehen, die neue Decke wird aufgesetzt. Wir bleiben innerhalb der 48 Meter Höhe gemäß Flächenwidmung!
Was passiert mit dem Flakturmmuseum:
Der ehemalige Kommandoraum des Turms, der unser Museum "Erinnern im Innern" beherbergt bleibt erhalten und wird nach Abschluss der Bauarbeiten allen Zoobesuchern zugänglich sein (bisher nur für geführte Gruppen). Das Entree zu dieser Einrichtung wird sogar vergrößert.
Was passiert zusätzlich im 10. Stockwerk:
Da die aktuell unzulässige Raumhöhe von 1,90 Meter auf über 4,00 Meter angehoben und die ebenso unzulässig steile Treppe (Stufenhöhe und Auftritt) vom 9. in den 10. Stock umgebaut wird, kann der entstehende Saal mit 165 m2 als Veranstaltungsraum für Seminare, Sonderausstellungen, Vernissagen etc. genutzt werden. Leider scheiterte bisher auch hier die gemeinsam mit der MA 19 entwickelte Idee einer Vergrößerung des vorhandenen Balkons daran, dass dadurch das Kunstwerk beeinträchtigt wäre…
Nutzbarmachung des ehemaligen Radarschachtes:
Seit Kriegsende steht der ehemalige Schutzraum für das Radargerät (Würzburg Riese) leer. Hauptgrund war, dass es keinen Zugang sondern nur einen Luftschacht gab, in dem man kriechend den Innenbereich erreicht und der noch dazu fast einen Meter unter dem Terrassenniveau liegt. Da wir die Außentreppe derzeit nicht verlängern dürfen (Beeinträchtigung des Kunstwerks), entstand der Plan, die behördlich vorgeschriebene zweite Stiege dort zu errichten und gleichzeitig durch den Einbau eines Aufzugs die Barrierefreiheit zu gewährleisten.
Statt 1 Mio. ein neues 150.000 Liter Aquarium:
Um endlich nach 15 Jahren die Sanierung des ersten Haibeckens im Parterre vornehmen zu können, werden wir auf Höhe des 10. Stockwerkes ferner ein 150.000 Liter Aquarium einbauen. Die dafür erforderlichen Technikbereiche und die Seewasseraufbereitungsanlage wird ebenfalls im Schacht untergebracht werden.
Baubewilligung erteilt:
Mit Datum 31.7.12 wurde nun für die geschilderten Vorhaben und den zurückgesetzten gläsernen Dachaufbau die Baubewilligung erteilt. Nicht ohne erhebliche zusätzliche Auflagen für den Altbestand, die bisher nie gefordert wurden. Trotzdem sind wir froh, nun 3 ½ Jahre nach der Präsentation des ersten Projekts endlich beginnen und die beiden wichtigsten Vorhaben umsetzen zu können – das (größere) Ersatzbecken für die Haie – und die Abdichtung des Gebäudes im Dachbereich.
Gläserner Dachaufbau:
Die beiden Treppen und der Lift enden am Dach. Die Überbauten werden in den Gaupenbereich – ca. 100m2 - zurückgesetzt mit einem Winkel 45° gemäß BO - integriert. Das neue Dach wird mit einer gläsernen Absturzsicherung in Höhe von 1,5 Metern rundherum an der Außenkante ausgestattet. Wien verfügt im zentralen Stadtbereich bisher über keine Aussichtswarte.
Die Chance, eine einmalige Aussichtswarte im Zentrum anbieten zu können, sollte unbedingt wahrgenommen werden und würde die neue Nutzbarkeit des Kolosses aus einer dunklen Zeit, zusätzlich erhöhen.
Über die Außentreppe haben wir inzwischen die untere Terrasse zugänglich gemacht – ohne Zooeintritt. Leider nicht für Rollstuhl- und KinderwagenfahrerInnen. Dazu wären die Panoramalifte erforderlich und dies gilt auch für die neue Dachterrasse. Sollte sich künftig eine Möglichkeit ergeben, sind wir zur Umsetzung weiterhin bereit.
Fertigstellung bis Mitte 2013:
Wir bemühen uns, die Bauarbeiten im Außenbereich zügig umzusetzen und die Beeinträchtigungen im Park auf ein Minimum zu reduzieren.
Finanzierung:
Die Gesamtkosten für das genehmigte Projekt liegen bei rund 4 Mio. Die erforderlichen Mittel werden - ohne Steuergeld - von uns aufgebracht bzw. finanziert.
Ihre Meinung ist uns wichtig!
Unser Diskussionsforum ist unverändert offen, hier können Sie Ihre Meinung kundtun. Der Zwischenbericht von Juli 2010 ist unverändert, da wir damit Kontinuität zeigen wollen. Dass wir dieses Forum der Kommunikation vorschlagen liegt daran, dass wir gerne die Öffentlichkeit einbeziehen - wie auch beim Bürgervotum im April 2009. Falls Sie aber den direkten Weg vorziehen, freue ich mich auf Ihre Zuschrift unter der E-Mail Adresse
franz.six(at)haus-des-meeres.at
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Mehr zum Thema "Transaktion" lesen Sie bitte unter diesem Titel in der "Geschichte" auf unserer Homepage.
Zwischenbericht Dachausbau aus 2012
Am 29.8.2011 – im letzten Zwischenbericht – brachten wir unsere Befürchtung zum Ausdruck, dass der Dachausbau nicht - wie geplant und im Zuge der Bürgerbefragung von uns in Aussicht gestellt – im Herbst 2011 begonnen werden kann. Leider hatten wir damit recht! Es gab zwar immer wieder großteils freundliche Gespräche mit der Bezirksvorstehung und den zuständigen Abteilungen im Rathaus, die uns zumeist auch optimistisch gestimmt hatten, aber ein paar Tage später klang alles wieder ganz anders…
Es wurde immer klarer, dass wir nicht einmal die zuletzt angestrebte Zubauhöhe von 4,80 Metern genehmigt erhalten und somit das geplante 1 Mio. Liter Aquarium nicht gebaut werden kann. Dass dies künftig schwerwiegende Probleme verursachen wird, wurde schon öfters erwähnt. Das Österreichische Tierschutzgesetz schreibt für große Fische eine Aquarienmindestgröße vor und einige unserer Fische – nicht nur die Haie – werden recht bald diese Limits überschreiten…
Abgesehen von diesem Problem wird die Sanierung des ersten Haibeckens im Parterre fällig. Geplant waren die Hammerhaie, Barrakudas etc. in das Großbecken am Dach zu übersiedeln um den Neubau im Parterre ordnungsgemäß und ohne Eile durchführen zu können. Es musste somit erneut komplett umgedacht werden! Da die Behörden keinen Aufbau akzeptieren, hatte unser GF Präsident Franz Six die Idee, in den Turm "hineinzubauen". Klingt einfach, ist jedoch in jeglicher Hinsicht eigentlich ein Wahnsinn!
Treue Besucher der Homepage wissen inzwischen, dass der 10. Stock – also das Geschoß über der Terrasse – aufgrund der zu geringen Raumhöhe von 1,90 Metern nicht benützt werden darf. Es gibt im 10. Stock einen einzigen Raum, der eine behördlich akzeptierte Höhe aufweist und dieser Bereich – der ehemalige Kommandoraum – wurde ja zum Flakturmmuseum "Erinnern im Innern" umgestaltet.
Begehbar ist der 10. Stock nur über eine bestehende Stiege, die jedoch ebenfalls nicht den behördlichen Auflagen entspricht, zumal die Stufenhöhe um 2 cm die Norm überschreitet. Deshalb konnten wir bisher den Zoobesuchern nur die Möglichkeit von "Geführten Gruppen" anbieten, um ins Museum oder aufs Dach zu gelangen.
Das Problem „Stiegenhaus“ wollten wir ursprünglich mit einer Verlängerung der bestehenden Außentreppe zumindest teilweise lösen, leider war auch das nicht möglich, weil damit das 1991 errichtete Kunstwerk in unzulässiger Weise beeinträchtigt worden wäre. Aus diesem Grund mussten wir auch die geplanten und bei der Bürgerbefragung vorgestellten Panoramalifte auf der Vorderseite ad acta legen, obwohl einer davon direkt auf das Dach führen sollte und damit ohne Zooeintritt die herrliche Aussicht auch für gehbehinderte Menschen vorgesehen war. Der zweite Lift wurde von der Feuerwehr aus Sicherheitsgründen zusätzlich vorgeschrieben und hätte auch durch entsprechende bauliche Maßnahmen zu einer Entlastung des Innenliftes geführt.
Zurück zum 10. Stock. Um diesen Bereich den Zoobesuchern uneingeschränkt zu öffnen, müsste nun die bestehende Decke abgetragen werden, was ein überaus kostspieliges Vorhaben darstellt. Da wir aber nicht in die Höhe bauen dürfen, wäre dies die einzige Möglichkeit.
Als „Dach“ würde auf die bestehenden Außenmauern eine Betondecke gelegt, die den Turm auch erstmals „wasserdicht“ machen würde. Flaktürme hatten ja keine Dächer sondern nur offene Dachbereiche. Damit wäre auch die Einhaltung des bestehenden Flächenwidmungsplanes – Maximalhöhe 48 Meter – gewährleistet.
Die fehlenden 2 Stiegenhäuser würden in der Weise errichtet, dass im ehemaligen „Radarschacht“, der seit Kriegsende ohne Zugang und leer auf eine neue Verwendung wartet, ein Stiegenhaus und ein Lift eingebaut würden. Die bestehende, unzulässige Stiege müsste im Anschluss daran so adaptiert werden, dass die korrekte Stufenhöhe erreicht wird. Ein Vorhaben, welches erneut Wanddurchbrüche und erhebliche Umbauten zur Folge hätte.
Im dann endlich frei zugänglichen 10. Stock ist ein 150.000 Liter Aquarium vorgesehen, welches als Ausweichquartier für die Fische des ersten Haibeckens dienen sollte.Das Flakturmmuseum wird erhalten und sogar durch einen Zubau vergrößert.
Ein neues Problem tauchte jedoch völlig unvermutet auf!
Nach Entfernung des Krans, der von mehreren möglichen Interessenten schließlich abgelehnt wurde und somit verschrottet wird, entsteht ein frei zugänglicher Balkon, dessen Maueröffnung im Bereich des ehemaligen Schwenkarmes vorhanden ist.
Um den 10. Stock für Ausstellungen, Seminare und andere Veranstaltungen - zusätzlich zum Haibecken - nutzen zu können, bräuchten wir möglichst viel Tageslicht. Ein Balkon wäre daher von Vorteil. Zuerst kam die niederschmetternde Erkenntnis, dass der bestehende Kransockel nicht wie vorgesehen abgetragen werden kann um ein einheitliches Bodenniveau zu erreichen.
Der Grund ist wieder das Kunstwerk, da die Schrift bis auf 40 cm des Kransockels (85 cm) hinaufreicht. Also planten wir um und wollten in diesem Bereich eine kleine Bühne errichten. Natürlich wieder mit erheblichen Mehrkosten für zwei in den Betonsockel zu schneidende Treppen und einen Rollstuhllift.
Als wir mit diesen geänderten Vorstellungen zur Stadtplanung kamen, wurde uns mitgeteilt, dass der Balkon aus architektonischen Gründen größer ausfallen sollte. Nun, diese zusätzlichen Mehrkosten hätten wir gerne übernommen und wälzten bereits neue Nutzungspläne.
Leider wurde aber auch dieser Vorschlag einer Magistratsabteilung von einer anderen abgelehnt. Begründung – sie ahnen es bereits – das Kunstwerk wird in unzulässiger Weise optisch beeinträchtigt. Nahe der Verzweiflung suchten wir erneut eine Möglichkeit und präsentierten insgesamt 4 Alternativvorschläge. Der von uns Präferierte sah vor, die Bunkerwand „vorzuziehen“ und die Schrift auf einer Glasfassade, die auf Höhe der Balkonbrüstung errichtet werden könnte, anzubringen.
Dadurch hätten sich aus unserer Sicht folgende Vorteile ergeben:
Geschützt vor Verwitterung / Sanierungskostenersparnis
Eine einheitliche Fläche statt der vorhandenen Bunkerkante im Kranbereich
Indirekte Beleuchtung bis 22.00 Uhr grundsätzlich möglich
Keinerlei künftige Beeinträchtigung, da die Außenlifte (bei Zustimmung des Bezirks) später einmal hinter der Glasfassade geführt werden könnten
Keine Beeinträchtigung durch den erweiterten Balkon.
Sie ahnen es bereits? Auch dieser Vorschlag wurde als unzulässig bezeichnet.
Somit haben wir schließlich Ende Jänner 2012 eine Baubewilligung eingereicht, die derzeit nur mehr den Dachabschluss und einen kleinen gläsernen Aufbau vorsieht. In diesem Aufbau enden die beiden Stiegenhäuser sowie der Aufzug. Der verbleibende Raum ist einer allgemeinen Nutzung vorbehalten.
Von unten würde lediglich die ebenfalls gläserne Absturzsicherung zu sehen sein, da der Bauteil gemäß Bauordnung um 45° zurückgesetzt werden muss.
Was bei der hoffentlich bald kommenden Bauverhandlung herauskommt, wagen wir nicht mehr zu prophezeien. Sicher ist nur, dass wir diesen Zubau gegebenenfalls nicht mit Steuergeldern finanzieren würden. Unserem gemeinnützigen Verein wurden nämlich seit 2010 auch noch die letzten 1,42 % unseres Investitionsbudget an Subvention gestrichen.