Pläne Dachausbau


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Bei all der öffentlichen Diskussion über unsere Bauprojekte auf und rund um unseren Turm möchten wir mit Nachdruck darauf hinweisen, dass wir primär einen großen Zoo erfolgreich betreiben und weiter ausbauen wollen.
 

In den letzten Jahren war immer wieder über Hotelprojekte auf unserem Haus des Meeres zu hören und zu lesen.


Wir als alleiniger Hauptmieter des gesamten Turms inklusive Dach und Freiflächen wurden kaum dazu befragt. Wäre dies geschehen, hätten wir zum wiederholten Male feststellen müssen, dass es so lange keine Detailgespräche geben wird, so lange nicht feststeht, dass ein Projekt politisch umsetzbar und dessen Finanzierung gesichert ist.


Bekanntlich gab es 1997 ein bereits genehmigtes Museums- und Restaurantprojekt auf dem Dach. Diese Baubewilligung ist jedoch abgelaufen, nachdem der Betreiber nach kurzer Zeit auf ein noch höheres Hotelprojekt umschwenkte, welches nach einigen Jahren letztlich am Verwaltungsgerichtshof gescheitert ist.

Da 2007/2008 ein neues Hotelprojekt in die Medien kam, beschloss der Vorstand unseres gemeinnützigen Betreibervereines im Herbst 2008 seine Projekte vorzustellen. Der Bezirk organisierte eine Bürgerversammlung, wir präsentierten gemeinsam mit unseren Architekten von PUMAR, DI Pesendorfer und DI Machalek sowie dem Künstler OlivervonFeistmantl sowohl die Überlegungen für den Dachausbau als auch für die Gestaltung von zwei Außenwänden.

 

Von den anwesenden Vertretern der Bezirksparteien wurde eine Bürgerbefragung angeregt und wir erklärten spontan, dass für uns gegebenenfalls das Votum verbindlich wäre. Danach beschlossen die politischen Parteien des Bezirks die Abhaltung einer Bürgerbefragung, bei der – zu unserem Leidwesen – plötzlich nur der Dachausbau abgefragt wurde – nicht die Fassadengestaltung.

Das Ergebnis vom 30.4.2009 brachte eine 2/3 Mehrheit für den Dachausbau!

Der bei der Bürgerversammlung von uns vorgeschlagene 3 Stufenplan sah vor:

 

1. Das Votum der Bürger und falls positiv -

2. Die Behördenwege samt Einreichung

3. Die Finanzierung und Umsetzung.


Selbstverständlich wurde vom Verein schon zu Beginn der Projektüberlegungen geprüft, ob wir allenfalls selbst in der Lage wären, die Finanzierung ohne die Hilfe Dritter, vorzunehmen. 


Derzeit befinden wir uns in Phase 2 – also die Gespräche mit den zuständigen Behörden und die Einreichungsvorbereitung.


Wie ich Ihnen zuletzt im Juli 2010 berichtet habe, fand die Einreichung für das Vorprüfungsverfahren zu § 64 der Bauordnung noch im selben Monat bei der MA 37 statt. Im positiven Fall sollte der Vorgang gleich in den Antrag auf § 69 der Bauordnung übergehen. Bei einer der regelmäßigen Nachfragen wurde uns sodann im Dezember 2010 mitgeteilt, wir sollten erneut mit der MA 19 in Verbindung treten, was natürlich sofort geschah. Sowohl mit der MA 19 als auch mit der MA 21 gab es bereits ein Jahr davor informative Kontakte nach einem Gespräch mit dem zuständigen Stadtrat und der Baudirektion Wien. Nun hörten wir im Dezember, dass die MA 19 beschlossen hat, den Fachbeirat mit unserem Antrag zu befassen – vermutlich deshalb, weil wir bereits vor einem Jahr zu keiner Einigung gekommen waren.  Damals ging es darum, dass wir einem Architektenwettbewerb zustimmen sollten, um Vorschläge für die äußere Gestaltung des Zubaus zu erhalten. "Die Auswahl würde eine Fachjury vornehmen, in der wir auch ein bis zwei Stimmern erhalten könnten." Somit hätten wir keine Möglichkeit gehabt, das von uns zu finanzierende Bauvorhaben auszusuchen – ganz zu schweigen davon, dass auch die Kosten für den Wettbewerb von uns zu tragen gewesen wären.

Abgesehen davon aber, wussten wir nach dem Gespräch mit dem Stadtrat bereits, dass die ursprünglich von uns geplante Höhe des Dachausbaus keinesfalls genehmigt wird und auch der Manta – das Kunstwerk am Dach mit Fotovoltaik – nicht infrage kommt. Vielmehr müssten unbedingt die strengen Formen des ehemaligen Flakturms eingehalten werden.Somit haben wir mit jenen Architekten, mit welchen wir gemeinsam erfolgreich die Planung des gläsernen Zubaues an der Vorderfront vorgenommen haben (Eingangshalle, Krokipark, Cafeteria), deren ursprüngliche Vorschläge für den Dachausbau adaptiert und an die kleineren Kubaturen angepasst.

Am 19.Jänner 2011 war es dann soweit – wir präsentierten gemeinsam mit unseren Architekten in einer Powerpoint Dokumentation und in 17 Hochglanzmappen unsere finalen Pläne für den Innenausbau, wobei die vorhandenen Flakturmwände – unter Beibehaltung des Konzeptkunstwerks – in Form einer transparenten Glas-Stahl-Aluminiumfassade 4,80 Meter hochgezogen würden. Die Besucherterrasse am Dach bzw. die damit verbundenen Errichtungen, wurden in einem Winkel von 45° entsprechend der Bauordnung zurückgesetzt. Der Plan umfasst ferner 2 Panorama Außenaufzüge, sowie die Verlängerung der bereits vorhandenen Fluchttreppe. Leider verlief die Sitzung des Fachbeirats für uns nicht erwartungsgemäß, aber immerhin entließ uns der Vorsitzende mit einem versöhnlichen Statement, welches da lautete:

 "WIR SIND AUF EINEM GUTEN WEG"

Am 1. Februar 2011 war ich noch optimistisch. Von Seiten des Fachbeirates wurde betont, dass wir auf einem "guten Weg" wären und tatsächlich fand auch die nächste Sitzung bereits am 22. März 2011 im "kleinen Kreis" statt. Klein war der Kreis zwar nicht, aber das Gesprächsklima deutlich besser und konstruktiv. Der Leiter der MA 19 wurde von den anderen Teilnehmern zum Vorsitzenden des "Kooperativen Optimierungsprozess" gewählt um nun rasch zu einem Ergebnis zu kommen. Anstelle eines großen Wettbewerbs sollten nun maximal 5 Architektenbüros eingeladen werden, die einmal im Monat gemeinsam mit uns die Erfordernisse und Möglichkeiten diskutieren sollten. Bis September sollte der endgültige Plan und bis
Dezember 2011 die Baubewilligung möglich sein, war die Aussage.

Leider vergingen die nächsten Monate ohne jeglichen Termin – auf unsere Rückfragen wurde uns mitgeteilt, dass es zunächst ein Gespräch mit Frau Vizebürgermeisterin Mag. Vassilakou und der Bezirksvorsteherin Frau Kaufmann geben sollte und Terminprobleme bestehen würden. Schließlich fand am 5. Juli 2011 ein Gespräch im Rathaus statt, wobei Frau Mag. Vassilakou gleich Eingangs betonte, dass sie unser Projekt inzwischen kenne und die Idee des Dachausbaus für gut befinden würde. Sie meinte auch, dass nun eine rasche
Abwicklung anzustreben wäre. An uns gerichtet meinte sie, dass wir noch Wege finden sollten, um die beanspruchte EPK Fläche so gering als möglich zu halten. Diesem Wunsche schloss sich Bezirksvorsteherin Kaufmann an und wir verblieben so, dass wir mit neuen Vorschlägen demnächst in die Bezirksvorstehung kommen sollten. Für alle, die mit der Kurzbezeichnung EPK Fläche nichts anfangen können – es handelt sich um gewidmetes Parkgebiet – unabhängig davon, ob die Flächen begrünt oder asphaltiert sind.

Bis zur ersten Bewilligung für eine äußerliche Veränderung des Turms wurde der Park im Wesentlichen von der MA 42 verwaltet. Als nun die gemeinsame Baubewilligung für den etwa 20 Meter Höhe umfassenden Dachausbau der Arcotel Gruppe (KEM) und unser Tropenhaus erteilt wurde, kam der Grund rund um den Flakturm inklusive Zufahrt in die Verwaltung der MA 34, die auch für den ehemaligen Flakturm als Eigentümervertreterin agiert.

Auf der Fläche vor dem Eingangsportal wurde der KEM eine zweigeschossige Eingangshalle sowie Panoramalifte bewilligt. Insgesamt wurden vor 13 Jahren 260 m2 bzw. mit den geplanten 4 Aufzüge 340 m2 EPK Fläche für die Verbauung freigegeben.

Dass Arcotel später ein Hotel statt des "Kaffee Erlebnis Museum" bauen wollte, neue Pläne dafür einreichte und damit schließlich beim Verwaltungsgerichtshof scheiterte, ist ja bekannt. Dass die erteilte Baubewilligung für das KEM nach 4 Jahren verlängert wurde und somit 8 Jahre rechtgültig war, dürfte jedoch mancherorts in Vergessenheit geraten sein. Bald nach dem endgültigen Fristverfall im Jahre 2006 mieteten wir im Zuge einer Zusammenfassung unserer diversen Teilverträge auch dieses EPK Gebiet an. Soweit die Vorgeschichte.

Um die nun geplanten Panoramalifte durch einen Zubau der Eingangshalle errichten zu können, brauchen wir die Zustimmung des Bezirks.Damit sind wir wieder beim eigentlichen Thema. Der Bezirk verlangt eine Verkleinerung des erforderlichen Zubaus auf unserer Untermietfläche, deren Planung nicht nur die Ein- und Ausstiegstelle für beide Lifte sondern auch einen Kinderwagenabstellplatz beinhaltet. Es wird die Meinung vertreten, dass dadurch wertvolle EPK Fläche verloren gehen würde. Dass wir jedoch mit einem der beiden Lifte die Dachterrasse auch für Besucher zugänglich machen, die keinen Zooeintritt bezahlen, wird offenbar nicht gewürdigt. Am Boden würden wir rund 50 m2 verbauen – die Dachterrasse würde begehbare 300 m2 aufweisen. Für den Lift  würden wir – wie versprochen – nur einen Betriebs- und Erhaltungskostenbeitrag verlangen.

Am 26. Juli 2011 fand nun die vorerst letzte Sitzung in der Bezirksvorstehung statt. Dabei kam heraus, dass nun zunächst die Transaktion des Turmes abgewartet und erst danach über unsere Baupläne befunden wird. Mehr zum Thema "Transaktion" lesen Sie bitte unter diesem Titel in der "Geschichte" auf unserer Homepage. Es ist somit zu befürchten, dass der Dachausbau nicht - wie geplant und im Zuge der Bürgerbefragung von uns in Aussicht gestellt - im Herbst dieses Jahres begonnen werden kann.

Abschließend erlaube ich mir nochmals auf drei Fakten hinzuweisen:

1.)  Bei der Baubewilligung für den KEM Aufbau und unseren Tropenhauszubau, fand kein Architektenwettbewerb und auch kein „Kooperativer Optimierungsprozess“ statt. Die
gemeinsame Baubewilligung stammt vom 6.11.1998 und hatte zunächst 4 Jahre Gültigkeit. Wir bauten unser Tropenhaus und eröffneten am 7.9.2000 – die Arcotelgruppe beantragte eine Verlängerung der Bewilligung für den Dachausbau, deren Wirksamkeit im November 2006 endgültig erlosch.  
 
2.)  Für den Dachausbau wurde vor 13 Jahren eine Zubauhöhe von ca. 20 Metern schriftlich genehmigt. Uns ließ man wissen, dass die beabsichtigte Höhe von 12 Metern keine Chance hat und maximal 10% - also 4,80 m sowie ein Dachausbau möglich wären.

3.)  Bei der Baubewilligung für unsere neue Eingangshalle und den „Krokipark“ vor 4 Jahren fand ebenfalls kein Wettbewerb statt.

Den Dachausbau würden wir in gleicher Weise (Glas, Stahl, Aluminium) wie die beiden anderen Zubauten vornehmen, damit das Gesamtbild harmonisch wird. Nach der verordneten Reduktion unserer Pläne handelt es sich im Wesentlichen nur mehr um eine Einhausung des geplanten 1 Mio. Liter Aquariums und die Dachterrasse samt erforderlichen, im Winkel von 45° zurückgesetzten Dacheinrichtungen wie Einstiegsbereich ins Aquarium, Sanitärbereich, Liftstation, Stiegenhaus etc. Langsam stellen wir uns die Frage, warum man uns nicht so behandelt wie die KEM der Arcotelgruppe vor 13 Jahren. Im Gegensatz zur Genannten sind wir ein gemeinnütziges Unternehmen, nicht gewinnorientiert sondern der Allgemeinheit im Bereich Bildung und Kultur verpflichtet.

Weitergehende Vermutungen über andere Nutzungspläne würden die Seriosität dieses Berichtes beeinträchtigen. Das zuletzt von einer Investorengruppe forcierte 90 Meter hohe Hotelprojekt wurde jedenfalls- zu Gunsten unseres Projektes - von der Bevölkerung mehrheitlich abgelehnt.

Unser „Motto“ lautet auch weiterhin:  „Bei den Fakten bleiben.“


Ihre Meinung ist uns wichtig!

 
Unser Diskussionsforum ist unverändert offen, hier können Sie Ihre Meinung kundtun. Der Zwischenbericht von Juli 2010 ist unverändert, da wir damit Kontinuität zeigen wollen. Dass wir dieses Forum der Kommunikation vorschlagen liegt daran, dass wir gerne die Öffentlichkeit einbeziehen - wie auch beim Bürgervotum im April 2009. Falls Sie aber den direkten Weg vorziehen, freue ich mich auf Ihre Zuschrift unter der E-Mail Adresse

franz.six(at)haus-des-meeres.at


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