Forschung im Haus des Meeres


Das Haus des Meeres hat seine Forschungspreise um 100% erhöht!

Seit mehreren Jahren unterstützen wir junge Naturwissenschaftler mit Forschungspreisen. PreisträgerInnen der letzten Jahre erforschten beispielsweise ein von der Öffentlichkeit unbemerktes Massensterben am Adriatischen Meeresboden oder die Omega-3 Fettsäuren in Lachs-Fischen aus Niederösterreichischen Seen oder auch die Bezahnungsmuster von Mittelmeer-Grundeln.

 

Das Haus des Meeres schreibt ab 1.9.2008 den Rupert-Riedl-Preis zur Förderung der Meeresforschung in Österreich und den Ferry-Starmühlner-Preis zur Förderung der Forschung an Fischen aus.

Der Rupert Riedl Preis 2012 wurde Anfang Juni an Mag. Katrin Pretterebner vergeben. Die Verleihung des Ferry-Starmühlner Preises erfolgte im Oktober 2012 an Herrn  Mag. Franz Loisl.

Rupert-Riedl-Preis zur Förderung der Meeresforschung in Österreich

Das Haus des Meeres fördert herausragende Diplomarbeiten
oder Dissertationen, die im letzten Jahr im Zusammenhang mit
Arbeiten über Meereslebensräume oder Meeresorganismen
an einer österreichischen Forschungsinstitution durchgeführt
wurden. Er soll zur Weiterführung der wissenschaftlichen
Tätigkeit dienen. Die Bewerbungsfrist für 2013 ist leider am 06.05. abgelaufen.

Ferry-Starmühlner-Preis zur Förderung der Forschung an Süßwasserfischen

Das Haus des Meeres fördert herausragende Diplomarbeiten
oder Dissertationen, die im letzten Jahr im Zusammenhang mit
Arbeiten über Süsswasserfische an einer österreichischen
Forschungsinstitution durchgeführt wurden. Er soll zur Weiterführung
der wissenschaftlichen Tätigkeit dienen. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Juli 2013.

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Rupert Riedl Forschungspreis 2013

 

 

 

 

Ferry Starmühlner Forschungspreis 2013


Meeresforschung im Betonturm: Im 6. Stock des Flakturms, abseits vom Besucherstrom wurde eine Forschungsstation errichtet, in der wertvolle wissenschaftliche Arbeit geleistet wird.

Qualleninvasion im Mittelmeer. Forscher des Haus des Meeres konnten nachweisen, dass sich der Quallen-Neuankömmling Phyllorhiza punctata im Mittelmeer bereits fortpflanzt.

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 "Quallenpolypen", die bodenbewohnende Lebensform der Quallen. Sie erzeugen am Ende ihres Lebens innerhalb weniger Wochen hunderte mikroskopisch kleine Quallen. QuallenDr.AbedV2.jpg>
"Erfolgsmodell" Gepunktete Wurzelmundqualle (Phyllorhiza punctata), die ursprünglich im tropischen Indopazifik beheimatet war: Grün markiert sind alle innerhalb weniger Jahrzehnte neubesiedelten Meeresregionen, die orange Markierung kennzeichnet das ursprüngliche Verbreitungsgebiet. Phpundistrgraf.jpg>




Für jeden Seepferdchen-Mund das richtige Futter - im Haus des Meeres wird wertvolle Forschungsarbeit zur Seepferdchenernährung geleistet.

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Planktonalgen sind die Basis der künstlichen Nahrungskette im Haus des Meeres. In mannshohen Zylindern werden verschieden Planktonarten für die Jungtiere gezüchtet.
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Ein Ruderfußkrebs kurz vor der Eiablage
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Wertvolles Plankton: das Naupliusstadium eines Kleinkrebses, ein begehrter Leckerbissen für Seepferdchenbabys
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Das Haus des Meeres unterstützt die Erforschung der Meere auch, indem Meerestiere und Algen für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung gestellt werden. So wurden zum Beispiel an der Universität Wien Meeres-Flachwürmer elektronenmikroskopisch untersucht.

Auf dieser Liste können alle momentan verfügbaren Organismen eingesehen werden.

Außerdem plant das Haus des Meeres auch eine Kooperation mit der Firma SeaLife Pharma GmbH, die nach pharmakologisch aktiven Substanzen im Meer sucht.

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Bambushaibabys aus dem Haus des Meeres werden zu "Studenten" der Universität Bonn


Pressemitteilung Dr. Vera Schlüssel

Anfang des Jahres stellte das Haus des Meeres unserer Abteilung (Prof. Bleckmann, Vergleichende Neurophysiologie, Universität Bonn) freundlicherweise zwölf Jungtiere des grauen Bambushais (Chiloscyllium griseum) für Verhaltensversuche zur Verfügung. Ziel unserer Arbeit hier in Bonn ist es herauszufinden, ob Haie, ebenso wie andere Vertebraten ein Ortsgedächtnis besitzen und verschiedene Orientierungsstrategien erlernen sowie Problem-spezifisch anwenden können. Seit April 2010 werden die jungen Bambushaie nun zusammen mit einigen Vertretern der Arten Chiloscyllium punctatum (Braun-gebänderte Bambushai) und Atelomycterus marmoratus (Korallen Katzenhai) in verschiedenen räumlichen Aufgaben trainiert und haben seitdem auch schon so einiges gelernt – sie haben sich ihr Futter im wahrsten Sinne des Wortes hart erarbeitet und deshalb natürlich redlich verdient! Jeden Tag müssen die Haie in einem 2.5m*2.5m großen, kreuzförmig angelegten Becken (50 cm Armbreite) an jeweils vorbestimmte Orte schwimmen um sich dort ihr Futter zu holen. Dabei werden einige Haie darauf trainiert sich immer in eine bestimmte Richtung zu orientieren (also immer rechts oder links schwimmen), andere müssen bestimmte Landmarken anschwimmen und wieder andere sollen sich einen speziellen Ort im Raum merken. Orientierungshilfen bieten dabei eine Reihe von bunten, geometrischen Mustern, die an weißen Wänden um das Becken herum angebracht sind. Zehn Durchgänge gibt es pro Tag pro Hai, wenn alles glatt läuft also auch zehn Stückchen Fisch für jeden flossentragenden Studenten als Belohnung. Bei diesen gibt es übrigens durchaus große Unterschiede hinsichtlich Persönlichkeit und Arbeitseinsatz (ähnlich wie bei den echten Studenten), es gibt faule und fleißige, mutige und ängstliche, überlegte sowie draufgängerisch hastige Kandidaten. Alles in allem sind sie aber recht motiviert und eifrig bei der Sache und zumindest zur Zeit sieht es so aus, als ob alle das Klassenziel erreichen – nur die letzten Versuche stehen noch aus. Ähnliche Versuche wurden von uns schon 2004 an Süßwasserrochen (Potamotrygon spec.) durchgeführt. Bei ihnen wurden die gleichen individuellen Unterschiede wie bei den Haien gefunden - Fisch ist also nicht gleich Fisch, wie manch einer von uns vielleicht erwarten würde. Vergleicht man Haie und Roche geht der erste Preis aber an die flacheren Artgenossen: die Babyrochen waren doch um einiges cleverer als ihre Verwandten und auch in ihrem Enthusiasmus unschlagbar. Mal sehen ob die Haie jetzt im Endspurt noch einen Zahn zulegen.







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