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Das größte Aquarium Österreichs

50 Jahre Haus des Meeres

Am 4.Mai 2007 war es soweit. Mit einer Verzögerung von 20 Monaten hatten wir,nach unglaublichen Problemen mit den ausführenden Firmen,das neue Haibecken übernommen und ab 5.00 h früh sollten die Haie übersiedelt werden. Zuvor hatten sich Prof. Dr. Hans Hass und seine Gemahlin Lotte bereit erklärt, diesem Aquarium ihren Namen zu geben und Bürgermeister und Vizebürgermeisterin sollten gemeinsam mit der Familie Hass die feierliche Eröffnung am 7.5.2007 vornehmen.

Alles nahm, wie geplant und oftmals praktiziert, seinen Lauf und um 9.00 h waren die Haie und unsere Meeresschildkröte "Puppi", die wiederum ein viel größeres Zuhause erhalten sollte, übersiedelt. Das Team von Universumfilmer Manfred Christ zog verrichteter Dinge ab und unser langjähriger Tierarzt Dr. Adlassnig, der die Aktion begleitet hatte, ebenso.

Plötzlich zeigten sechs von neun Haie – die zuvor aus der Narkose aufgewacht und wieder geschwommen waren –Beschwerden und legten sich schwer atmend auf den Boden des Riesenaquariums.

Sofort waren bis zu 6 Taucher – zum Teil wieder – im Wasser, um die Haie vom Boden aufzunehmen und mit ihnen durchs Aquarium zu schwimmen, damit die Atmung wieder normal in Gang kommt.

Diese Bemühungen dauerten bis zu 9 Stunden – leider ohne Erfolg - und schließlich überlebten nur 3 Haie.

Jetzt hatten wir also endlich das fertige Aquarium mit den rund 500 Riffbarschen, Königsmakrelen und Fledermausfischen und natürlich unserer Puppi, aber nurmehr drei großen Haien.

Selbstverständlich nahmen wir sofort mit der Familie Hass Kontakt auf und informierten Bürgermeister und Vizebürgermeisterin. Wir stellten die Frage, ob wir die Eröffnungsveranstaltung verschieben sollten, denn eines kam für uns nicht in Frage, nämlich schnell von irgendwo her neue Haie zu besorgen, ohne vorher eine genaue Untersuchung vornehmen zu lassen und die Ursachen zu analysieren.

Die Reaktionen waren aber so positiv und aufbauend, dass wir schließlich den geplanten Termin einhielten. Schließlich hatten wir ja auch nicht zu einer Fischpatenschaftsfeier sondern zur Eröffnung des größten Aquariums Österreichs eingeladen.

Um dieses Aquarium errichten zu können, musste in die Außenwand eine 8 Meter hohe Öffnung geschnitten werden. Anders wären die 5,5 Meter hohen und 2,2 Tonnen schweren 7 Scheiben nicht ins Haus zu bringen gewesen. Nachdem unsere Statiker grünes Licht gegeben hatten, wurde diese „Grotte“ nach Außen später verglast und nicht zubetoniert.

Schon davor wurde die Decke zwischen 4. und 5. Stock entfernt, wodurch ein durchgehender Raum mit ausreichender Höhe entstand. Entlang des Aquariums wurde vom dritten bis in den fünften Stock eine Treppe errichtet, damit die Besucher aus vielen Perspektiven Einblick gewinnen können. Schließlich wurde auch im Einstiegsbereich für die Taucher ein Glasboden eingezogen. Dadurch entstand eine Art Tunnel und Mensch und Tier können somit auch „von unten“ betrachtet werden.

Inzwischen besiedeln 8 Haie und hunderte Fische gemeinsam mit der großen Meeresschildkröte das Riesenbecken. Es hatte sich schnell herausgestellt, dass die Wasserqualität in Ordnung war und kein schuldhaftes Verhalten unserer Leute festgestellt werden konnte. Unsere Erfahrungen und die Gutachten der Veterinärmedizin wurden via Internet weltweit den anderen Zoos zur Verfügung gestellt und wir freuen uns wieder uneingeschränkt über die grandiose Erweiterung unseres Zoos.


 
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