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Die Meersau

In den 60 er Jahren gab es in Wien ein bis zwei Tierhändler, bei denen man auch Tiere aus dem Mittelmeer  teuer kaufen konnte.

Natürlich hatten wir dafür kein Geld und waren auf die Eigeninitiative unserer Mitglieder angewiesen. So kam es zu Fangfahrten, wo Steine umgedreht und mit kleinen Netzen etwa Pleniden gefangen wurden. Mit größeren Netzen auf langen Stangen konnte man auch die Kaimauern in den Fischerdörfern Istriens abstreifen und manchmal mußte man ins Wasser, um Röhrenwürmer oder Zylinderrosen zu ergattern.

Eine der effizientesten Möglichkeiten war jedoch, mit den Fischern gute Kontakte herzustellen und in aller Morgenfrüh zum Hafen zu kommen um den Beifang zu übernehmen. Manchmal waren da auch interessante Fische im Netz die in unsere kleinen Kanister passten und dann ging es - meistens in den Nachtstunden - zurück nach Wien, denn Luftpumpen oder Kühlanlagen gab es damals kaum.

Es ging aber auch mit der Bahn, wie die Geschichte der Meersau zeigt.

Heribert Rath, der auch der Landessprache mächtig war, fand am Strand von Savudria eine bereits fast verendete Meersau. Fischer hatten sie dort deponiert. Er besorgte sich ein Faß und brachte die kostbare und seltene Fracht zur Bahn. Und das Unwahrscheinliche funktionierte, Oxynotus Centrina kam lebend nach Wien und wurde von Emmerich Schlosser in das neue 5.000 Liter fassende Rundbecken gebracht und liebevoll handgefüttert, massiert und tatsächlich wieder in gute Verfassung gebracht.

Das Wiener Wochenblatt meinte damals: "Eine merkwürdige Beschäftigung für Menschen: Fische mit der Hand  füttern". 

 

 

Wie Wo brachte sogar eine Doppelseite - hier ein Auszug
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