20.01.2017 06:40 | http://www.haus-des-meeres.at/de/Unsere-Tiere/Zootiere/Terrarientiere.htm
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Terrarientiere

In der Terrarienabteilung unseres Hauses finden Sie neben diversen Vogelspinnen und Fröschen hauptsächlich Kriechtiere. Dazu zählen Schildkröten, Schlangen, Echsen und Krokodile.

Schildkröten sind allein schon deshalb bemerkenswert, weil sie einen verknöcherten Hornpanzer besitzen, unter dem sie üblicherweise Kopf, Beine und Schwanz schützend verstecken können. Unabhängig davon, wo die verschiedenen Schildkrötenarten leben, ob im Süß-, im Salzwasser oder an Land, es sind Luftatmer, die auch zur Eiablage an Land kommen müssen. Über Meeresschildkröten haben Sie schon einige Seiten zuvor eine ausführliche Abhandlung gelesen. 

Im ersten Stock unseres Hauses wie auch im Tropenhaus bzw. Krokipark finden Sie diverse Sumpfschildkrötenarten. Diese Tiere ernähren sich in erster Linie räuberisch. Sie machen dabei Jagd auf Fische, Würmer und Schnecken. Manche von ihnen, wie die Schmuckschildkröten, sind überaus beliebte Haustiere. Putzig, giftgrün mit einer schönen Zeichnung am Kopf und etwa 5-6 cm groß gibt es sie zu kaufen. Kaum ein Händler macht den Käufer darauf aufmerksam, dass diese Tiere über 25cm Panzerlänge und ein Alter von vielen Jahrzehnten erreichen können. Der niedrige Kaufpreis veranlasst schnell zuzugreifen. Wer bedenkt denn schon, dass für die richtige Unterbringung viele hundert Euro aufgewendet werden müssen. Soviel kostet nämlich ein Aquarium mit der notwendigen Technik. Also ab damit ins "Gurkenglas" oder ähnliche Behältnisse. Wenige Monate später misst das anfänglich so possierliche Tierchen an die zehn Zentimeter und hat keinen Platz mehr. Krank durch falsche Ernährung und Haltung werden die Tiere dann bei uns abgegeben. Da wir meist wegen Überfüllung keine neuen Pfleglinge aufnehmen können, müssen wir die Leute wegschicken. Einmal passierte es daraufhin sogar, dass die betreffende Person ihren "Pflegling" im Park in den Mistkübel geworfen hat. Die "Tierliebe" geht oft eigene Wege.

Eine der kuriosesten Schildkröten ist die in Südamerika vorkommende Mata Mata oder FransenschiIdkröte. Durch ihre Fortsätze vorzüglich getarnt, lauert sie am Boden von langsam fließenden oder stehenden Gewässern auf Beute. Dies sind in erster Linie kleinere Fische, die den gut getarnten Jäger übersehen und ihm zu nahe kommen. Plötzlich reißt dann die Schildkröte das Maul auf. Durch dieses Saugschnappen wird der Fisch mit dem entstehenden Sog regelrecht ins Maul gerissen und verschlungen. Selbstverständlich zeigt die Mata Mata auch im Aquarium ihr natürliches Verhalten: Sie liegt meist unbeweglich und gut getarnt zwischen Steinen und Wurzeln. Man muss schon genau schauen und suchen, um sie zu entdecken. Damit sie den Kopf beim Atmen nicht aus dem Wasser heben muss, sind sogar die Nasenlöcher schnorchelartig verlängert.

Krokodile zählen zweifellos zu den größten Reptilien der Welt, obwohl sie verwandtschaftlich eigentlich den Vögeln näher stehen. Drei Großgruppen lassen sich unterscheiden, die in ihrer Verbreitung aber alle auf die tropischen Gebiete unserer Erde beschränkt sind: Alligatoren, Gaviale und die eigentlichen Krokodile.
Die Panzerechsen, wie Krokodile auch gerne bezeichnet werden, leben in Flüssen und Seen, einige Arten sogar im Meer und sind hervorragend an das Leben im Wasser angepasst. Die höchsten Punkte des Kopfes zum Beispiel, sind die Augen und die Nasenlöcher. Sehen und Atmen sind also auch bei fast untergetauchtem Körper möglich. Der kräftige Schwanz stellt ein ausgezeichnetes Antriebsorgan dar und Krokodile können über eine Stunde lang tauchen. Zum Eierlegen allerdings verlassen die Weibchen das Wasser. Sie bauen Nester und bewachen auch die Eier bis zum Schlupf der Jungen.

Bei uns können Sie einen Vertreter der Alligatorenfamilie, nämlich den südamerikanischen Yacare-Kaiman sehen. Er gehört mit einer Maximallänge von 3 Metern zu den kleiner bleibenden Panzerechsenarten.

Bedingt durch ihre Gestalt und einige Arten durch ihr Gift gehörenSchlangen sicherlich zu den interessantesten Objekten für den Besucher. Alle heute lebenden Schlangenarten lassen sich auf einen Ahnentypus zurückverfolgen - auf eine dem Waran ähnliche Echse mit gut entwickelten Beinen. Im Laufe von Jahrmillionen haben dann Schlangen ihre Gliedmaßen rückgebildet und sind zu einer schlängelnden Fortbewegungsweise übergegangen.
Aber auch andere Spezialisierungen haben sie entwickelt. Die Kiefer beispielsweise sind nicht fix mit einem Gelenk verbunden sondern nur durch Muskeln und Sehnen. Dadurch können Schlangen, die ja nichts zerkauen, Beutetiere verschlingen, die größer als ihr Eigendurchmesser sind. Dabei werden diese Muskelbänder gedehnt und das Opfer in einem Stück verschlungen. Die Verdauung solch großer Beutetiere kann dann schon einige Tage bis wenige Wochen in Anspruch nehmen. Dementsprechend selten fressen Schlangen. Der Hungerrekord liegt bei fast drei (3!) Jahren, gehalten von einem Felsenpython in einem Zoo den USA. Doch solche Zeitspannen sind nicht die Regel.

Rote Eierschlange:

Eierschlangen sind ungiftige und hochspezialisierte, oviphage Schlangen aus der Familie der Nattern. Oviphag bedeutet, dass sich die Tiere ausschließlich von Eiern, genauer frischen Vogeleiern ernährt. Um ihre ungewöhnliche „Beute“ verschlingen zu können, ist das Maul der Eierschlange enorm dehnbar und es können im Verhältnis zur Körpergröße riesige Eier verschluckt werden. Da es sich bei einem Ei um eine der stabilsten Konstruktionen im Tierreich handelt, besitzen Eierschlangen an der Unterseite der ersten Halswirbel spitze Fortsätze, mithilfe derer die Schale des Eies durch schlängelnde Bewegungen „angesägt“ wird. Das so vorbereitete Ei kann dann problemlos durch Muskelkraft zerdrückt und der nahrhafte Inhalt abgeschluckt werden. Die zusammengedrückten Schalenreste werden anschließend einfach wieder ausgespuckt.

Schlangen kann man in fünf Gruppen unterteilen: 

Riesenschlangen:

Dazu gehören alle Boa- und Pythonarten. Letztere leben in Afrika, Australien und Asien, Boas hauptsächlich am amerikanischen Kontinent. Alle Vertreter sind ungiftig und töten durch Umschlingen. Es ist dies eine relativ ursprüngliche Schlangengruppe, was daran zu erkennen ist, dass noch Beinreste in Form zweier Zehennägel vorhanden sind. Diese Afterklauen, so die wissenschaftliche Bezeichnung, sind bei männlichen Tieren länger als bei weiblichen, eine Möglichkeit, die Geschlechter voneinander zu unterscheiden. In dieser auch als Würgeschlangen bezeichneten Gruppe finden sich auch die längsten Schlangen der Welt: der in Asien beheimatete Netzpython und die südamerikanische Anakonda, eine Boa. Beide erreichen über neun Meter wobei allerdings die Anakonda fast doppelt so schwer werden kann wie der Netzpython.

Nattern:

Die echten Nattern besitzen keine Giftdrüsen und auch keine Giftzähne, so z.B. unsere heimischen Äskulap- und Ringelnattern. Allerdings besitzen alle Vertreter der sogenannten Trugnattern sehr wohl Giftzähne. Diese befinden sich allerdings ganz hinten im Maul, dort wo bei uns die Mahlzähne sitzen. Trugnattern, wie z.B. die schön gefärbte Mangroven-Nachtbaumnatter, können daher beim Zubeißen nur sehr schwer mit ihren Giftzähnen in ihr Opfer eindringen.

Giftnattern:

Kobras sind wohl die berühmtesten Vertreter dieser Gruppe. Sie alle haben zwei Giftzähne im vorderen Teil des Oberkiefers als Fangzähne ausgebildet. Diese sind allerdings starr und können nicht eingeklappt werden. Die Giftzahnlänge liegt daher meist nur im Bereich einiger Millimeter. Lediglich die größte Giftschlange, die bis über vier Meter lange Königskobra entwickelt Zähne von über einem Zentimeter Länge. Kobras, wegen ihrer auffälligen Nackenzeichnung oft auch Brillenschlangen genannt, werden häufig von Schlangenbeschwörern für Darbietungen verwendet.

Dabei nützt der Fakir das natürliche Abwehrverhalten der Schlange: Bei Bedrohung können Kobras das erste Drittel des Körpers aufrichten und spreizen mit Hilfe ihrer stark verlängerten Halsrippen die Nackenhaut ab (siehe Abbildung). Die Kunst des Schlangenbeschwörers ist es, den richtigen Abstand zu wählen. Wenn er zu nah ist, beißt sie zu, ist der Abstand zu groß, verschwindet die Schlange wieder im Korb. Die Bewegungen der Schlange haben keineswegs mit Musikalität zu tun, denn sobald der Kopf nicht mehr am Boden aufliegt, ist es mit dem Hören vorbei. Der Fakir bewegt die Flöte im Takt und die Schlange folgt mit dem Körper dieser Bewegung. Sie hat vor diesem Gegenstand Angst. Wenn sich dieser nun hin und her bewegt, so folgt sie ihm mit dem Körper nach, um ihn immer zu sehen und unter Kontrolle zu haben. Ein simpler Trick des Schaustellers, dessen musikalische Darbietung eigentlich nur für uns als Zuseher gedacht ist. 

Auch Mambas zählen zu den Giftnattern, allerdings sind ihre Giftzähne nicht starr, wie bei allen anderen Vertretern dieser Gruppe, sondern aufricht- bzw. einklappbar. Es gibt vier verschiedene Arten, die alle in Süd- oder Zentralafrika beheimatet sind. Die größte unter ihnen, die Schwarze Mamba, kann 4m lang werden.

Mambas zählen zu den giftigsten und vor allem schnellsten Giftschlangen. Das macht sie so gefährlich. Entsprechend ist natürlich unser Terrarium für diese Tiere gestaltet. Es gibt nämlich einen sogenannten Schlupfkasten, in den sich die Tiere verkriechen können. Er ist von außen versperrbar. Sollten wir in das Terrarium hinein wollen, so müssen wir die Schlangen zuerst in diesen Schlupfkasten locken (meist mit Futter, also Mäusen), dann die Schlangen dort einsperren und erst danach dürfen wir das Terrarium betreten.

Vipern:

Auch alle Vipern sind giftig. Die Giftzähne können allerdings im Gegensatz zu den Giftnattern eingeklappt werden. Somit ist es diesen Schlangen möglich, extrem große Giftzähne zu entwickeln. Bei Gabunvipern beispielsweise erreichen sie bei etwa zwei Meter Körperlänge fast vier Zentimeter.

In diese Gruppe gehören auch unsere heimischen Sandvipern und Kreuzottern, deren Giftigkeit, verglichen mit z.B. der in Afrika beheimateten Puffotter, relativ gering ist. Alle Vipern zeichnen sich durch einen gedrungenen Körperbau mit kurzem Schwanz und dreieckigem, vom Hals deutlich abgesetzten, Kopf aus.

Grubenottern:

Vom Blickpunkt der Evolution aus betrachtet, ist diese Schlangengruppe die am höchsten entwickelte. Alle Vertreter sind giftig und besitzen, wie die Vipern, einklappbare Giftzähne. Zusätzlich haben die Grubenottern ein Sinnesorgan entwickelt, welches auch namensgebend ist: das Grubenorgan. Dabei handelt es sich um Wärmerezeptoren, mit welchen diese Schlangen Temperaturunterschiede von drei Tausendstelgrad zwischen der rechten und linken Sinnesgrube unterscheiden können. Diese Infrarotaugen dienen zum Aufspüren von warmblütigen Beutetieren bei Nacht. Besonders gut sind diese Grubenorgane bei Klapperschlangen zu erkennen. Sie befinden sich am Kopf, knapp unterhalb der Nasenlöcher. Neben den Klapperschlangen gehören auch Mokassins und Kupferköpfe in diese Schlangengruppe.

Sicherlich wird Ihnen bei einigen Schlangen aufgefallen sein, dass diese züngeln. Dieses Verhalten dient dem Riechen. Die Zungenspitze ist zweigespalten, in eine linke und in eine rechte Hälfte. Wenn die Schlange die Zunge heraus streckt, bleiben darauf Duftmoleküle hängen. Sobald sich die Zunge wieder im Maul befindet, streckt sie die Schlange in zwei am Gaumendach liegende Sinnesgruben, je eine Spitze in eine Grube. Dort, im sogenannten Jakobson'schen Sinnesorgan, findet das eigentliche "Riechen" statt. Erst wenn die Zunge dort einlangt, weiß die Schlange, ob es rechts oder links stärker nach Maus riecht.
Geschätzter Besucher, lassen Sie sich nicht vom Anblick der Schlangenhaut täuschen. Sie glänzt zwar bei den meisten Arten, aber sie fühlt sich deswegen keineswegs nass oder glitschig an. Im Gegenteil, sie ist staubtrocken.

Unter den Echsen verdienen zwei Gruppen spezielle Erwähnung: Geckos und Chamäleons. Geckos besitzen an den Zehen Haftlamellen, mit denen sie an ganz glatten Flächen klettern. Sogar an der Zimmerdecke und auf Glasscheiben können sich diese Insektenjäger damit fortbewegen. Hauptsächlich sind sie nachtaktiv, aber die vor allem auf Madagaskar vorkommenden Taggeckos nicht. Sie gehen tagsüber auf Beutefang.

Vieles haben wir in der Schule von Chamäleons gehört. Manches stimmt heute nicht mehr. Neue Forschungen zeigen z.B., dass der Farbwechsel dieser Tiere sehr wenig mit einer Anpassung an die Umgebung zu tun hat. Die Tiere drücken damit eher Stimmungen, wie z.B. Ärger, Fortpflanzungsbereitschaft oder ähnliches, aus.
Chamäleons jagen ebenfalls nach Insekten, die sie mit Hilfe ihrer extrem langen Zunge erbeuten.

Ihre Augen sind unabhängig voneinander beweglich und ermöglichen so einen 360° Rundumblick. Er versetzt das Chamäleon in die Lage, jede auch noch so kleine Regung in der Umgebung wahrzunehmen und sowohl auf mögliche Beute als auch auf nahende Gefahren rechtzeitig zu reagieren.

Die berühmte Chamäleonzunge: das Opfer wird mit der oft mehr als körperlangen Zunge regelrecht abgeschossen. Allerdings ist die Klebrigkeit der Zunge ein Gerücht. Eine solche wäre zwar für die Jagd sehr praktisch, aber spätestens wenn sich Zunge und die darauf klebende Beute zurück im Maul befänden, entstünden Probleme. Theoretisch müsste sich ja das Chamäleon dann die Zunge abbeißen, um das Futter verschlingen zu können. Ein biologisch nicht gangbarer Weg.

Der Trick ist wesentlich einfacher:
Vorne auf der Spitze der Zunge sitzt eine Art Greiforgan mit dem handartig das Beutetier gepackt wird. Im Maul muss dann das Chamäleon bloß den Muskel entspannen, und schon kann das Opfer zerkaut und verschlungen werden. 
Doch besitzen Chamäleons noch viele weitere anatomische Besonderheiten, wie z.B. die unabhängig voneinander beweglichen Augen, die zum Klammergriff befähigten Zehen oder den Schwanz, den diese Tiere als zusätzliches Greiforgan benützen.

Wenden wir uns nun den Lurchen zu. Der größte heute noch lebende Vertreter ist der Chinesische Riesensalamander. Er kann in Ausnahmefällen bis zu 1,8 Meter lang werden. Wir pflegen diese heutzutage vom Aussterben bedrohte Tierart bereits seit mehr als 20 Jahren. In seiner Heimat China bewohnt dieses Tier kalte, klare Flüsse oder Seen, deren Temperatur nicht über 15°C ansteigt. Er lauert dort fast unbeweglich auf Fische oder Krebse.
Aber nicht nur seine Größe ist innerhalb der Lurche bemerkenswert, auch sein Biologie. Er bleibt nämlich zeitlebens im Wasser und erreicht dort auch seine Geschlechtsreife. Die meisten anderen Vertreter, denken Sie nur an Kaulquappe und Frosch, verbringen nur die Jugendzeit im Wasser und wandeln sich dann im Laufe der sogenannten Metamorphose zu einem landbewohnenden Tier um. Nicht so der Chinesische Riesensalamander. Allerdings hat auch er als erwachsenes Tier eine Lunge als Atmungsorgan und nicht, wie die Jugendstadien, Kiemen.

Die in Mittel- und Südamerika beheimateten Pfeilgiftfrösche zählen sicherlich zu den buntesten Vertretern der Froschlurche. Diese nur wenige Zentimeter groß werdenden Gesellen warnen durch ihre Farbenpracht mögliche Fressfeinde. Sie besitzen nämlich giftige Hautsekrete. Das auf das Nervensystem wirkende Gift ist so stark, dass die Indianer es zum Vergiften der Pfeilspitzen (Name!) benützen, wenn sie auf Vogel- oder Affenjagd gehen.

In unserer Terrarienabteilung können Sie auch Vogelspinnen bewundern. Lassen Sie sich nicht durch ihre Größe, die vielen Beine und die Behaarung abschrecken, einige Arten können sehr schön gefärbt sein. Außerdem: Keine einzige Vogelspinnenart ist derart giftig, dass sie durch einen Biss einen Menschen töten kann.

Seit einiger Zeit ist das Haus des Meeres auch Heimat von 

Gila-Krustenechsen

Die sogenannten Gila-Monster haben ihre Verbreitung in der Sonorawüste - USA und Mexiko, sie werden bis zu 60 cm groß und ernähren sich von kleinen Wirbeltieren und deren Eiern. Die Krustenechsen stellen neben dem Komodowaran die einzig giftigen Echsen unter den Reptilien dar. Das Gift wird in den Unterlippendrüsen produziert und gelangt über Rillen in den kräftigen Zähnen in die Wunde des Opfers. Um genug Gift zu übertragen, muss das Gilamonster die Beute möglichst lange festhalten, deshalb verfügen Krustenechsen über ein enorm starkes Gebiss, aus dem es so gut wie kein Entrinnen gibt. Was das Monster einmal gepackt hat, lässt es so schnell nicht mehr los. Das Gift, das so genannte Gilatoxin, ruft beim Menschen unter anderem Symptome wie starke Schmerzen, Schwellungen, Übelkeit, Herz- und Kreislaufprobleme hervor, was unbehandelt unter Umständen sogar mit dem Tode enden kann. Einer der Bestandteile des Gilatoxins wird erfolgreich zur Behandlung von Diabetes eingesetzt.

Krustenechsen sind genügsame und langlebige Wüstenbewohner. Die heiße Zeit des Tages überdauern sie in selbst gegrabenen Höhlen und kommen erst in der Dämmerung an die Oberfläche, um mit Hilfe ihres hervorragenden Geruchsinnes, ihre Beute aufzuspüren. Der dicke Schwanz dient ihnen dabei als Fettreserve. Krustenechsen können ein Alter von über 30 Jahren erreichen.
Einmal im Jahr legt das Weibchen ein meist 5 bis 6 Eier umfassendes Gelege, welches sie in einer Höhle vergräbt und noch eine Zeit lang bewacht. Die Jungtiere überwintern noch im Ei und kommen erst im folgenden Frühling zum Vorschein.

Das Gila-Monster ist in seiner Heimat stark vom Aussterben bedroht.

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