Tropische Süßwasserfische


In den Aquarien dieser Sektion werden vor allem Fische aus Flüssen und Seen tropischer Länder gezeigt.

Piranhas ernähren sich hauptsächlich von Fischen. Es sind Räuber, die im Schwarm leben und deren Gefährlichkeit dem Menschen gegenüber oft stark übertrieben wird. Sie sind in erster Linie als eine Art Gesundheitspolizei einzustufen, fressen sie doch vor allem verwundete und kranke Tiere. So verhindern sie das Ausbrechen von Seuchen. Selbst die Eingeborenen nützten früher diese Eigenschaft. In manchen Urwaldgebieten ist zu gewissen Jahreszeiten eine Bestattung in der Erde unmöglich, da weite Teile überschwemmt werden. Das Problem wurde sehr einfach gelöst: Die Leichen wurden ins Wasser gehängt. Die Piranhas fraßen in wenigen Stunden das Fleisch herunter, die abgenagten Skelette wurden danach getrocknet und geschmückt auf hochgelegenen Begräbnisstätten dieser Pfahldörfer bestattet. Auf Überlieferung dieser Bräuche durch José Antonio Paez dürften die wilden und märchenhaften Schilderungen über die Gefährlichkeit dieser Salmler beruhen. Dabei kann man in einigen Gebieten, in denen auch Piranhas leben, ohne Gefahr baden. Todesfälle durch Angriffe dieser Fische sind so gut wie nie belegt; kleinere, harmlose Bisswunden können aber vorkommen.
Das kräftige und scharfe Gebiss wird von den Indianern als Schere und Rasiermesser verwendet; ihr Fleisch ist wohlschmeckend und wird gegessen.
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Tropische Flüsse und Seen sind die Heimat einer Vielzahl an kleinen und winzigen Schwarmfischen. Durch die Kleinheit und Farbenpracht von Neonsalmlern und Zwergbärblingen finden diese bei vielen Hobbyaquarianern Anklang. Die Fähigkeit zu sehen, ist in trüben Gewässern sehr eingeschränkt. Um trotz allem ihre Umwelt erkennen zu können, haben Nilhechte und Messerfische spezielle elektrische Organe entwickelt, mit denen sie sich in ihrer Umwelt orientieren und mit Artgenossen in Kontakt treten können.
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Andere Fische wiederum haben Körperformen oder Färbungen entwickelt, die sie in natürlichen Gewässern praktisch unsichtbar machen. Blattfische sehen aus wie welke Blätter rund pirschen sie sich so getarnt langsam an Beutefische heran.

Bratpfannenwelse und Nadelwelse dagegen ahmen welke Blätter bzw. Ästchen nach, um selbst nicht gefressen zu werden.

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Natur- und Artenschutz dem Haus des Meeres ein großes Anliegen. Deshalb haben wir beispielsweise gemeinsam mit anderen Zoos, Universitäten, Vereinen und Privatpersonen die Goodeid Working Group gegründet, die sich der Erhaltung der bedrohten Fischgruppe der Mexikanische Hochlandkärpflinge widmet. Viele Arten dieser Gruppe werden im Forschungsbereich laufend vermehrt.

Mexikanische Hochlandkärpflinge oder Goodeiden bewohnen in etwa vierzig Arten ein trockenes Gebiet im Herzen Mexikos, die Mesa Central, wo zum Teil Kleinstgewässer wie Quellgebiete und Tümpel zu ihren Lebensräumen zählen. Die Verbreitungsgebiete der meisten Arten sind sehr hoch gelegen; nächtliche Frostbildung und Tagestemperaturen von über 30°C sind im Winter keine Seltenheit. Die Tiere sind diesen Temperaturschwankungen gegenüber sehr tolerant.

Aus Sicht der Biologen sind diese Fische überaus interessant, weil sie eine besondere Art der Brutpflege entwickelt haben: Sie sind lebendgebärend und besitzen spezielle Strukturen am Bauch der Jungfische und in der Leibeshöhle der Weibchen, die eine ähnliche Funktion haben wie bei uns Menschen die Nabelschnur und die Plazenta.

Viele Arten sind durch Umweltsünden wie Bauprojekte, Wasserverschmutzung, das rasche Anwachsen von Großstädten und durch den rücksichtslosen Umgang der Bevölkerung mit der Ressource Wasser in ihrer Existenz massiv bedroht. Zwei Arten leben nur mehr in Aquarien, eine weitere Art gilt als ausgestorben. Dreiviertel der Arten sind so stark bedroht, dass nur ein massives unter Schutz stellen ein Überleben dieser Arten sichern kann.

Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

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Besondere Aufmerksamkeit sollte man noch den Stechrochen schenken. Rochen zählen gemeinsam mit den Haien zu den Knorpelfischen, haben also innerhalb der Gruppe der Fische eine gewisse Sonderstellung. Darüber hinaus ist es eine Tiergruppe, die fast ausschließlich im Meer lebt. Lediglich diese Süßwasserstechrochen besiedeln auch das nicht salzige Wasser des Amazonas. Der fast am Schwanzende sitzende Stachel, der für die Stechrochen namensgebend war, ist giftig. Er wird allerdings nur als Verteidigungswaffe eingesetzt.
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