Größe: 300 000 Liter Kosten: etwa 1,3 Mio Euro  Für dieses 2007 eröffnete Aquarium, das sich über zwei Stockwerke erstreckt, wurde sehr viel Beton aus dem Bunker, in dem das Haus des Meeres untergebracht ist, herausgesägt. Es musste z.B. die Geschossdecke eines Stockwerkes teilweise entfernt werden. Sogar ein eigener Schlitz (von Insidern auf Grund der Aquariumskosten "Sparschweinschlitz" genannt) mit über 6m Höhe und einem knappen Meter Breite wurde in die 2,5m dicke Außenwand geschnitten. Er war unbedingt notwendig um die langen Stahlträger und die Glasscheiben überhaupt ins Gebäudeinnere bringen zu können. Die neun Sichtscheiben mit einer Höhe von über 5,5m sind zwischen 8 und 12 cm dick und wiegen über 13,8t. Als Unterkonstruktion verarbeitete man 75t Stahl. Dieses Aquarium, das größte Österreichs, ist den österreichischen Tauchpionieren, Herrn Prof. Dr. Hans Hass und seiner Frau Lotte, in Anerkennung ihres großartigen Lebenswerkes gewidmet. Ihr Verdienst ist es letztendlich, dass Haie heute nicht mehr als Menschen mordende Bestien betrachtet werden, sondern als ökologisch wichtiger Teil der Ozeane.  In diesem Becken leben nun neben vielen größeren und kleineren Fischarten Schwarz- und Weisspitzenhaie, sowie ein Bambushai. Außerdem ist dieses Aquarium Heimat für unsere Meeresschildkröte "Puppi".  Puppi ist ja ein "Findelkind", das einst als 10cm großes Jungtier von einer Dame aus Asien mitgenommen wurde um es vor dem Fischmarkt zu retten und ohne eine Ahnung, was da größenmäßig auf sie als Pflegerin zukam! 1,5m Länge, über 100kg und ein wahres Methusalemalter von an die 100 Jahre, damit hatte sie nicht gerechnet. Und einige Jahre nachdem sie das Tier mit nach Wien gebracht hatte, wurde es aus Platzgründen beschlagnahmt und Anfang der 1980er Jahre dem Haus des Meeres übergeben. Sie ist also seit 1982 bei uns und zählt zu den Baumotoren, denn alle Großbecken sind auch für Puppi errichtet worden.  Und so blicken nun die Meeresschildkröte Puppi und die Haie, wie echte Wiener, aus dem Fenster - nämlich aus dem verglasten "Sparschweinschlitz" - auf das Häusermeer Wiens. 
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