Pläne DachausbauWir sind Zoo! Bei all der öffentlichen Diskussion über unsere Bauprojekte auf und rund um unseren Turm möchten wir mit Nachdruck darauf hinweisen, dass wir primär einen großen Zoo erfolgreich betreiben und weiter ausbauen wollen.
In den letzten Jahren war immer wieder über Hotelprojekte auf unserem Haus des Meeres zu hören und zu lesen.
Wir als alleiniger Hauptmieter des gesamten Turms inklusive Dach und Freiflächen wurden kaum dazu befragt. Wäre dies geschehen, hätten wir zum wiederholten Male feststellen müssen, dass es so lange keine Detailgespräche geben wird, so lange nicht feststeht, dass ein Projekt politisch umsetzbar und dessen Finanzierung gesichert ist.
Da 2007/2008 ein neues Hotelprojekt in die Medien kam, beschloss der Vorstand unseres gemeinnützigen Betreibervereines im Herbst 2008 seine Projekte vorzustellen. Der Bezirk organisierte eine Bürgerversammlung, wir präsentierten gemeinsam mit unseren Architekten von PUMAR, DI Pesendorfer und DI Machalek sowie dem Künstler OlivervonFeistmantl sowohl die Überlegungen für den Dachausbau als auch für die Gestaltung von zwei Außenwänden.
Von den anwesenden Vertretern der Bezirksparteien wurde eine Bürgerbefragung angeregt und wir erklärten spontan, dass für uns gegebenenfalls das Votum verbindlich wäre. Danach beschlossen die politischen Parteien des Bezirks die Abhaltung einer Bürgerbefragung, bei der – zu unserem Leidwesen – plötzlich nur der Dachausbau abgefragt wurde – nicht die Fassadengestaltung. Das Ergebnis vom 30.4.2009 brachte eine 2/3 Mehrheit für den Dachausbau! Der bei der Bürgerversammlung von uns vorgeschlagene 3 Stufenplan sah vor:
1. Das Votum der Bürger und falls positiv 2. die Behördenwege samt Einreichung und falls es dabei keine Probleme gibt 3. die Finanzierung und Umsetzung.
Unabhängig davon fühlen wir uns unverändert den BürgerInnen Mariahilfs im Wort und arbeiten an der Umsetzung des Dachausbaues, für den sich bekanntlich eine Zweidrittelmehrheit im Vorjahr ausgesprochen hat. Nach vielen Behördengesprächen mussten wir jedoch leider erkennen, dass der ursprüngliche Umfang mit einer Gesamthöhe von 10,22 Metern – inklusive Mantadach – nicht realisierbar ist.
Wie kam es nun dazu, dass unser Projekt mit der genannten Höhe bei der damaligen Präsentation überhaupt vorgestellt und von der Bezirkspolitik einstimmig zur Bürgerbefragung ausgeschrieben wurde? Vermutlich zweifelte der Bezirk ebenso wenig wie wir selbst daran, dass ein um 50% kleineres Objekt als jenes, welches für das Cafe Erlebnis Museum der Arcotelgruppe vor über 10 Jahren genehmigt worden ist, behördlich nicht durchgehen würde. Aber wie das Leben so spielt, am 30.4.09 wurde das erfreuliche Ergebnis der Bürgerbefragung bekannt und am 1.5.09 trat ein neugefasster § 69 der Bauordnung in Kraft, der die Möglichkeiten zur Überschreitung der Normen des Flächenwidmungsplanes beinhaltet. Obwohl unsere Eigenschaft als gemeinnützige Kultur- und Bildungseinrichtung unverändert geblieben ist, gab es plötzlich Hemmnisse.Daher wurde in den letzten Tagen von den PUMAR Architekten und uns eine stark reduzierte Variante zur Vorprüfung bei der MA 37 BB eingereicht und sollte diesem Antrag Erfolg beschieden sein, würden wir gemäß dem seinerzeit publizierten Stufenplan im Herbst 2011 mit den Arbeiten beginnen, sofern es keine weiteren unvorhersehbaren Ereignisse gibt.
Der Reduktion zum Opfer fiel unter anderem das geplante Restaurant. Um unser neues, dem Tierschutzgesetz entsprechendes Großaquarium realisieren zu können, mussten wir auch „in den Turm hinein“ planen und auf das Kunstwerk bedacht nehmen, was natürlich erhebliche Mehrkosten verursachen würde. Unverändert bliebe – ebenfalls gemäß damaliger Zusage – der Panoramaaufzug, welcher direkt auf das neue Dach des Zooturms führen sollte. Wer künftig nur die Aussicht genießen möchte, müsste nur das Ticket für den Lift jedoch keinen Zooeintritt bezahlen.
Wir vom HDM TEAM hoffen immer noch, das zur Eigenfinanzierung geplante Projekt umsetzen und unserem Zooturm endlich ein adäquates, dichtes „Dach“ bauen zu können. Die monolithischen Formen blieben entsprechend den Vorgaben der Stadt erhalten. Die von den Mahnmalbefürwortern vehement abgelehnte Dachplastik (Manta) wurde ebenso wie das Restaurant aus der Planung genommen!
Dass wir die Entstehungsgeschichte des Turms nicht verdrängen wollen, haben wir mit dem kleinen Museum im ehemaligen Kommandoraum des Feuerleitturms unter der Devise „Erinnern im Innern“, und den 22 Bildtafeln im künftigen zweiten Stiegenhaus deutlich gemacht. Dass aber dieser Turm inzwischen seit 53 Jahren einen international beachteten Zoo beherbergt und in der Hitliste der Sehenswürdigkeiten Wiens ganz vorne liegt und dass wir mit dieser Botschaft den Beton durchdringen wollen, sollte auch respektiert werden. Der Denkmalschutz wurde bereits im Jahre 2003 aufgrund der genehmigten Zubauten aufgehoben! Besuchen Sie das Forum und diskutieren Sie mit!
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