HdM im FlakturmDas Haus des Meeres im "Flakturm"
Ist der ehemalige Feuerleitturm ein guter Platz für einen Zoo? Diese Frage würde wohl kaum jemand mit "Ja" beantworten.
Als die Vereinsgründer im Jahre 1957 einen Platz für die erste Seewasserausstellung Österreichs gesucht haben, war der größtenteils leerstehende Turm in zentraler Lage wohl eine erstklassige Option.
Waren es zunächst nur 1 ½ Stockwerke beim Start, wurde der Turm Etage für Etage "erobert" – soll heißen, Schutt und sonstiger Müll abtransportiert, Eisentüren und Zwischenwände entfernt, Treppen und Gänge begehbar gemacht. Im 6. Stock war für lange Zeit die Grenze erreicht. Dazwischen wurden die Mieter des Erdgeschosses (Feuerwerkskörper und anderes "Gefahrgut") zur Umsiedlung überredet und der Keller von Unmengen Sand und diversen Kriegsrelikten gesäubert.
Bis zum Jahr 1997 steckte der Aufzug zwischen 5. und 6. Stock fest – seit Kriegsende. Nach Generalsanierung des Schachts erfolgte der Einbau des neuen Aufzugs 1998 und somit konnten endlich auch die Etagen 7 – 9 genutzt werden.
Im folgenden Jahr wurde die Bewilligung für den Bau des ersten Tropenhauses an der Außenseite erteilt. Die Eröffnung fand 2000 statt.
Leider verzögerte sich die Eröffnung der Terrasse, da wir vorübergehend das Mietrecht dafür abgeben mussten, doch Anfang 2007 war es dann endgültig soweit.
Schließlich nahmen wir den 10. Stock und das Dach in Angriff und entleerten auch den "Radarsilo". Der vordere Zubau mit neuem Eingangsbereich, Shop, "Krokipark" und Cafeteria wurde Ende 2007 eröffnet und die der zweite Abschnitt der Flakturmausstellung "Erinnern im Innern" im 10. Stock schließlich im Juni 2009.
Waren bis 1999 nur Aquarien und Terrarien zu besichtigen, kam ab dem Jahr 2000 die Öffnung nach Außen zum Tageslicht und damit konnten erstmals auch Vögel, Affen und andere Tiere und Pflanzen gehalten werden.
Auch der Innenaus- und Umbau ging zügig voran. Dem ersten 100.000 Liter Haibecken im Jahre 1997 folgte Mitte 2007 das 300.000 Liter Aquarium über zwei Stockwerke und Ende 2009 wurde erstmals auch der 6. Stock in den unmittelbaren Zoobereich – der sich damit über 7 Ebenen erstreckt - einbezogen. Auch die Prof. Kurt Kolar gewidmete Pflegestation – von Evelyn Kolar bestens betreut - befindet sich im 6. Stock.
Dass durch all diese Zu- und Ausbauten der ehemalige "Flakturm" inzwischen ein guter Platz für einen Zoo geworden ist, bestätigen im Jahr 2009 rund 350.000 Besucher. Aus einem kaum genutzten Kriegsrelikt wurde ein international anerkannter Zoo. Das wurde auch vom Bundesdenkmalamt so gesehen und aufgrund der zahlreichen Veränderungen, der bis 2002 geltende Denkmalschutz aufgehoben.
Durch die Dauerausstellung "Erinnern im Innern" wird die ehemalige Funktion des heutigen Zooturms den Besuchern in Erinnerung gerufen. Dazu bedarf es unserer Meinung nach nicht des äußeren Erscheinungsbildes.
Daher halten wir an unserem Ziel fest, den Ausbau mit dem Dachprojekt abzuschließen und die Gestaltung zweier Fassaden so vorzunehmen, dass der Zoo von Außen besser erkennbar wird!
Fotos: Hans Novak für das Haus des Meeres |










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