2017-03-01 20:56 | http://www.haus-des-meeres.at/en/Our-Animals/Zoo-animals/Native-Freshwaterfishes.htm
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Native Freshwaterfishes

In dieser Abteilung im Haus des Meeres werden Fische, Muscheln und Krebse aus heimischen Gewässern präsentiert. Hauptsächlich werden Arten gezeigt die in der Donau und ihren Nebengewässern im Wiener Raum vorkommen. Durch die besondere geographische Lage ist die Donau einer der artenreichsten Flüsse Europas. Im Bereich des Nationalparks Donau Auen, der auch einen Teil der Wiener Donau einschließt, gibt es über 60 Fischarten.

Fische wie die Barbe und Nase, zwei Vertreter der Karpfenfische, sind die Leitarten in der Donau bei Wien. Bei beiden Fischarten ist in den letzten Jahrzehnten ein massiver Rückgang festzustellen. Flusskraftwerke versperren die ehemaligen Wanderrouten zu den Laichplätzen. Durch Flussbegradigungen wurden fast alle flachen, strömungsberuhigten Uferzonen zerstört. Früher waren Barben und Nasen so häufig, dass Sie tonnenweise gefangen und als Nahrung, Dünger und Schweinefutter verwendet wurden. Der klassische "Steckerlfisch" wurde früher hauptsächlich aus diesen zwei Arten zubereitet. 

Seit einigen Jahren wurden und werden mit erheblichen Aufwand fischfreundliche Bereiche in der Donau und auch in anderen verbauten Flüssen geschaffen und Kraftwerke durch Umgehungsgerinne für Fische passierbar gemacht. Erste Erfolge konnten durch diese Aktivitäten bereits erzielt werden.

Fünf Störarten konnten früher in der österreichischen Donau nachgewiesen werden. Bis auf den Sterlet sind alle weiteren Arten in Österreich nicht mehr anzutreffen. Früher gab es ausgedehnte Laichwanderungen der Störe, die jährlich vom Schwarzen Meer die Donau stromauf bis nach Deutschland zogen. Bei Wien konnten von der größten Störart, dem Hausen Exemplare mit bis zu 9 Metern Länge gefangen werden. Der Bau des Kraftwerkes am so genannten Eisernen Tor in Rumänien (1959) unterbrach diese Jahrtausende alte Laichroute. Aber auch übermäßige Überfischung und vor allem die Kaviarproduktion haben den Stören so zugesetzt, dass alle Arten vom Aussterben bedroht sind. Der Sterlet bildet kleine Populationen in der Donau die aber kaum lebensfähig sind und nur durch Besatz aufrechterhalten werden können.

Von den Barschartigen Fischen gibt es acht Vertreter in Österreich. Zingel, Streber, Schrätzer und Donaukaulbarsch und der Wolgazander sind nur in der Donau und ihren Nebengewässern verbreitet. Der Flussbarsch, Kaulbarsch und Zander sind auch in anderen Gewässern Österreichs heimisch. Der Zander ist ein Raubfisch der über einen Meter lang werden kann. Er ist in trüben Gewässern ein sehr effizienter Jäger, da seine Augen wie Restlichtverstärker arbeiten und jede Bewegung registrieren. Das Männchen bewacht die Eier bis zum Schlupf der Fischlarven.

Beim Wels betreibt ebenfalls das Männchen Brutpflege. Welse können über drei Meter lang werden. Heute sind Exemplare mit dieser Länge kaum mehr anzutreffen. Sie bewohnen Gewässer mit geringer Strömung und schlammigen Grund. Dieser nachtaktive Räuber orientiert sich vor allem mit seinen langen Bartfäden, die dicht mit Geschmacksknospen besetzt und mit Nerven durchzogen sind. Neben Fischen erbeuten Sie verschiedenes Wassergeflügel.

Hecht und Karpfen sind neben der Forelle wohl die bekanntesten heimischen Speisefische. Während der Hecht als Raubfisch hauptsächlich als Anglerbeute auf den Tisch kommt, wird der Karpfen in großen Teichanlagen gezüchtet, und das praktisch bereits seit der Römerzeit. 

Diese hatten ihn nämlich zur Bereicherung des Speiseplans aus Asien nach Mitteleuropa eingeführt. Im Mittelalter spielte der Karpfen eine wichtige Rolle, da Fischfleisch nicht als Fleisch galt und somit während der Fastenzeit von der christlichen Bevölkerung verzehrt werden durfte.

 

Außerdem finden Sie im Süßwasserbecken - 6. Stock - unseren Chinesischen Riesensalamander namens "Alois". (Nähere Informationen finden Sie im Bereich Terrarientiere.)

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