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01.04.2020 20:32 | https://www.haus-des-meeres.at/de/Flakturm/Erinnern-im-Innern.htm
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Erinnern im Innern

im Flakturm Museum im Haus des Meeres. Die historische Seite des Flakturms im Zweiten Weltkrieg.

In der seit 2019 erweiterten Ausstellung „Erinnern im Innern“ werden ausgewählte Exponate aus dem Zweiten Weltkrieg gezeigt, die im Kontext mit der ursprünglichen Nutzung des Flakturmes stehen. Hierzu zählen Originalobjekte (wie ein „Allwellenempfänger“, eine Luftschutzsirene, ein Entfernungs-Messgerät, Luftschutzhelme, Abschussberichte, …), die aus den Bereichen der Luftraumüberwachung und Flugabwehrtechnik stammen. Seltene Leihgaben bereichern die Sammlung, die in dem original erhaltenen „Kommandoraum“ die Aura der Vergangenheit bewahrt. Um ein umfangreiches und authentisches Bild der damaligen Zeit zu präsentieren, sind neben militärhistorischen Relikten ebenso Utensilien der damaligen zivilen Gesellschaft eingebettet (Gasmasken, medizinisches Besteck, Kinderspielzeug, Winterhilfswerk-Abzeichen, …). Ebenso wird auf die Rolle der Luftwaffenhelfer, der Nachrichtenhelferinnen, der Rot-Kreuz-Schwestern und der Zwangs- bzw. Fremdarbeiter eingegangen. Sie alle waren direkt mit dem Bombenkrieg 1943/45 konfrontiert. Das „Universum“ im Inneren der Luftschutz- und Flugabwehr-Bauwerke, von der Bauphase bis zum Einsatz, ist in der Ausstellung konserviert. Funde, geborgen im Keller des Turmes, verrostete Helme, verschmorte Leitungen, Fragmente von technischen Einrichtungen sind ebenso Spuren der Turm-Vergangenheit.

Vom „Entminungsdienst“ wurden für die Ausstellung (entschärfte) Kriegsgeräte zur Verfügung gestellt, die noch eindringlicher den Schrecken der damaligen Zeit vergegenwärtigen: u. a. eine US-Fliegerbombe, Flakgranaten, eine Panzerfaust, Bombenzünder, Handgranaten. 

Mit dieser Zusammenstellung, mit der Auseinandersetzung und der Konfrontation mit der ursprünglichen Vergangenheit, wird die historische innere „zeittypische“ Substanz dieser Betonfestung als Erinnerungsprogramm für die Zukunft erhalten. Das Konzept dieser Ausstellung ist, dass im Inneren eines der sechs Wiener Flaktürme die Zeugnisse der Vergangenheit als Mahnmal präsent bleiben. 

Die Flaktürme selbst nehmen aufgrund ihrer besonderen Geschichte und Architektur als Baudenkmäler eine einmalige Stellung ein. Mit der unverfälschten „Zeitkapsel“ im „Erinnern im Innern“ wird so die notwendige Komponente einer Erinnerungskultur für unsere Gesellschaft real begreifbar, erweitert und sensibilisiert.

Dr. Marcello La Speranza

Besondere Ausstellungsobjekte:

Tornister Empfangsgerät „Torn. E. b (Berta)“

Drahtlose Verständigung war im Laufe des Krieges eine Notwendigkeit. Die Funkgeräte der deutschen Streitkräfte verfügten über tragbare Sende- und Empfangsgeräte, die universell, auch bei der Luftwaffe, eingesetzt wurden. 

Dieses Gerät hatte einen Frequenzbereich von 96, 6  bis 7095 kHZ, einstellbar in 8 Teilbereiche (mit Spulenrevolver / Trommel), verwendbar in den Wellenbereichen Lang-, Mittel- und Kurzwelle.

Die Berta, eingesetzt 1937-1945, ist das bekannteste Empfangsgerät des Zweiten Weltkrieges. Spätere Ausführungen wurden aufgrund der Materialknappheit aus Zinkspritzguss (sie auch dieses Geräte) gefertigt. 

Nach dem Krieg wurden viele Geräte zerstört. Einige wurden im privaten Bereich (Funkamateure) auch weiter verwendet; wenige sind bis heute erhalten geblieben.

Zusätzlich ist der Zubehörtornister (für Doppelfernhörer und Batteriekabel) vorhanden.

„Volksempfänger“, Type: VE 301 Dyn

Seit 1938 wurde dieses preisgünstige Radiogerät massenhaft produziert, um Informationen, gepaart mit Propaganda-Meldungen bei der Bevölkerung zu verbreiten. Insbesondere an der „Heimatfront“, in den Haushalten, Fabriken und Wohnstuben, wurden Empfangsgeräte eingeschaltet, um bei drohender Gefahr die amtlichen Durchsagen der Luftlagemeldungen mitzuverfolgen. 

Die im Design einfach gehaltenen Geräte waren robust. Das Gehäuse ist aus Bakelit, einer Art Kunststoff, gefertigt. Aufgrund der technischen Weiterentwicklung aber auch der Materialknappheit geschuldet, wurden im Verlauf des Krieges verschiedene Modifikationen vorgenommen. 

Mit diesen Radios konnte man ebenso „Feindsender“ (etwa BBC-London) abhören, was jedoch bei Strafe verboten war.

Das hier ausgestellte 3-Röhren-Gerät wurde laut Herstelleretikett von der „Radiofabrik Ingelen, Wien“ gefertigt.


 

Am 04. Juni 2009 um 10:00 Uhr wurde die neue Ausstellung "Erinnern im Innern" im Flakturm Esterhazypark (Haus des Meeres) durch die Amtsf. Präsidentin des Stadtschulrates Wien Frau Mag.a Dr.in Susanne Brandsteidl eröffnet. Aufgrund von Bauarbeiten war die Ausstellung zwischenzeitig geschlossen, wurde jedoch am 05.11.2013 wieder eröffnet.

Zugänglich ist die Ausstellung im Rahmen von Führungen.

Unsere Guides informieren Sie bei den Führungen über 
•    den Bau und die Nutzung der Flaktürme während der 
     Kriegszeit
•    Exponate und Fundstücke aus dem Flakturm Esterhazypark
•    Schutzräume für Zivilbevölkerung
Darüber hinaus wird ein Kurzfilm (Manfred Christ) aus Wochenschauzusammenschnitten über diese Zeit gezeigt. 

Kosten:                      Die Ausstellung ist im Zooticket inkludiert, 
                                 Ticketpreise finden Sie hier
Dauer:                        ca. 20 Minuten
Wann:                        Tägliche Führungen um 11:00 & 16:00 Uhr 
                                 (Auf Anfrage gibt es auch Sondertermine*)
Wo:                           Die Museumsräume befinden sich im  
                                 10. Stock
Wie funktioniert‘s:       Maximal 15 TeilnehmerInnen pro Führung

Kurator der Ausstellung: Dr. Marcello La Speranza

* Führungen ab ca. 10 Personen, Mo-Fr (ausgenommen Feiertags), bitte um ausschließlich telefonische Terminvereinbarung unter 0664/544 08 20.

Ab sofort können unsere Zoo-Besucher durch das großteils im Originalzustand erhaltene Stiegenhaus vom 9. Stock hinauf in Räume des 10. Stockwerks gehen. An den Wänden findet man ergänzend zur Ausstellung „Erinnern im Innern“ Wandtafeln, die insbesondere die Bauphasen des Flakturms Esterhazypark zeigen.

Warum befasst sich ein Zoo mit der Geschichte eines Flakturms und stellt, trotz eklatantem Platzmangel, entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung. Lesen Sie hier.

Abschließend darf noch darauf hingewiesen werden, dass auch die 22 Wandtafeln im Bereich der Nebenstiege vom 1. bis zum 3. Stock erhalten bleiben und dass für diese wesentliche Erweiterung unseres Angebotes keinerlei zusätzliche Gebühren verlangt werden. 
Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele davon Gebrauch machen!

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