21.04.2018 02:16 | https://www.haus-des-meeres.at/de/Geschichte/iHistoryId__201.htm
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Transaktion

 

Aus den Medien ist Ihnen sicher bereits bekannt, dass wir seit 2009 Gespräche mit der Stadt Wien führen um den heutigen Zooturm zu übernehmen. Wir haben zu diesem Thema bisher keine Stellungnahme abgegeben, da man über schwebende Verfahren nicht sprechen sollte. In letzter Zeit wurde aber soviel darüber geschrieben, dass wir nun unsere Sicht der Dinge darstellen wollen.

Gleich vorweg: Wir fühlen uns von der MA 34 ausgezeichnet betreut und hätten daher keinen Anlass, den Turm ins Eigentum zu übernehmen, wenn da nicht unsere weiteren Ausbaupläne wären. Selbstverständlich werden wir dafür wieder Kredite in Anspruch nehmen müssen und Banken verlangen Sicherheiten, die über die Vorlage der Bilanzen hinausreichen.

 

Als wir 2009 im Zuge der Bürgerbefragung die 2/3 Zustimmung zum Dachausbau bekamen war klar, dass die geschätzte Bausumme allein für dieses Projekt bei etwa 6 Mio. € liegen würde. Dazu kommt, dass wir natürlich Spielraum benötigen, wenn im Haus eine Anlage dringend erneuert werden muss oder eine größere Reparatur ansteht. Unsere Besucher halten uns auch deshalb die Treue, weil wir laufend versuchen, durch Umbauten noch mehr Qualität zu erreichen.

Somit kam die Idee, den Turm, in den wir seit 1957 weit über 15 Mio. € investiert haben, ins Eigentum zu übernehmen um künftig diese Sicherheit anbieten zu können.

Natürlich war der Vorstandsbeschluss dafür nicht einfach zu bekommen. Wer kauft sich schon gerne ein 68 jähriges, durch einen Bombentreffer im oberen Bereich ziemlich beeinträchtigtes Gebäude, dessen Außenfassaden seit vielen Jahren nicht mehr gewartet wurden. So umgibt z.B. den nahezu zeitgleich gebauten Arenbergturm seit Jahren ein Zaun, um die Parkbesucher vor herab fallenden Betonteilen zu schützen!

 

Wer kauft gerne einen Stahlbetonturm, wo ein einziger Mauerdurchbruch bis zu € 40.000 kosten kann? Trotz aller Vorbehalte kam der Beschluss zustande und wir bewarben uns bei Stadtrat Dr. Ludwig, der bereitwillig die Prüfung unseres Anliegens beauftragte.

Da ursprünglich nichts dagegen sprach, wurde ein Vertragskonzept gemeinsam mit der MA 69 erstellt und viele Details geklärt.

Dann allerdings kam der Wunsch der MA 7, den Schutz des 1991 für die Dauer der Wiener Festwochen um 17.000 Schilling errichteten Kunstwerks im oberen Bereich des Turms im Vertrag zu verankern und da wir eine Duldungsklausel auch im bestehenden Mietvertrag haben, stimmten wir grundsätzlich zu.

Die später vorgelegte Formulierung kam jedoch einem Bauverbot gleich, daher ersuchten wir um Abänderung. Es gab verschiedene Gesprächsrunden – leider ohne Ergebnis und uns gegenüber ohne Rückäußerung. Auch unsere Versuche, einen Termin mit dem zuständigen Stadtrat zu bekommen, schlugen bisher fehl.

Daraufhin machten wir von uns aus einen weiteren Schritt, und änderten die Planung in der Weise ab, dass im Gegensatz zu der Vorlage für die Bürgerbefragung, der Lift (und ein weiterer, der u.a. von der Feuerwehr für Bergungen von Gehbehinderten gewünscht wurde) nicht an der Wand sondern an der Terrasse geführt werden soll.

Da diese Variante bereits im Jahre 1998 einem anderen Bauwerber (für 4 Lifte) genehmigt wurde, hoffen wir nun auf Zustimmung. Der vorhandene Schriftzug bleibt jedenfalls frei und ist nun besser zu lesen als bei der ersten Variante. Auch für die Verlängerung der Fluchtstiege auf der Rückseite des Turms haben wir neue Überlegungen angestellt, obwohl es schwer zu verstehen ist, dass der Schriftzug auf allen 4 Seiten des Turmes von Kante zu Kante reichen muss.

 

Der zweite noch offene Vertragspunkt ist auf eine rechtliche Verordnung zurückzuführen. Demnach muss der Grund unter auskragenden Teilen eines Hauses zum Gebäude gehören. Als Beispiel nenne ich hier den Gehsteig unterhalb eines Dachvorsprunges.

 

Somit müsste mit dem Gebäude auch EPK Fläche von uns übernommen werden und dies zu akzeptieren fällt offenbar dem Bezirk schwer, dessen Vorsteherin um jeden Quadratmeter kämpft. Nur, die Fläche um die es geht, ist auf 2 Seiten des Turms vom Alpenverein eingezäunt, daher geht es praktisch nur um den 15 Meter langen Asphaltstreifen auf der Seite zur Schadekgasse und 6 Meter bis zu unserer Eingangshalle. Auf der anderen Seite der Halle befindet sich – mit einer Unterbrechung von 3 Metern der ebenfalls eingezäunte Skaterplatz des Bezirks. Alle genannten Flächen sind darüber hinaus Teil unseres aktuellen Mietvertrages!

 

Die Sorge, dass bei einer Übernahme nun ein neuer Zaun errichtet werden könnte oder sonstige Maßnahmen gesetzt werden, ist völlig unbegründet und wir verweisen hier auf die geübte Praxis der letzten Jahre auf unserem Mietgrund. Selbstverständlich werden die Parkbesucher auch weiterhin auf dieser Fläche spazieren können, es sei denn, die dringend erforderliche Fassadensanierung wird uns verwehrt und behördlicherseits ebenfalls ein Zaun vorgeschrieben – wie im Arenbergpark!

 

Wir hoffen jedenfalls, dass wir bei der letzten Besprechung in der Bezirksvorstehung die Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann und ihre beiden Stellvertreterinnen von der Lauterkeit unserer gemeinnützigen Bemühungen überzeugt haben. Die Eigentumsübertragung würde einer Win-Win Situation entsprechen. Die Stadt erspart sich künftig die Erhaltungs- und Sanierungskosten und das HAUS DES MEERES nimmt einen ehemaligen Flakturm ins Eigentum und verfügt künftig gegenüber den Banken über mehr Sicherheiten.

 

Immerhin wurde dieser Turm vom Keller bis zum Dach von uns saniert und für die Öffentlichkeit geöffnet – 365 Tage im Jahr. Im Inneren befindet sich nicht nur der Zoo mit der zweitgrößten Besucherzahl Österreichs sondern auch ein Flakturmmuseum, welches an die dunkle Zeit der Entstehung des Baus erinnert – "Erinnern im Innern". Im 9. Stock finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen bildender Künstler statt, es gibt Buchpräsentationen, wissenschaftliche Vorträge u.v.a.m.

 

Erst am 12. Juli 2011 wurde auch eine Besucherstiege auf die neu adaptierte Aussichtswarte eröffnet. Ohne Eintritt in den Zoo kann man über diese Treppe die Terrasse erreichen und die herrliche Aussicht genießen.

 

Von den weiteren 5 "Flaktürmen" in Wien stehen 3 noch immer leer und sind nicht zugänglich. Letzteres gilt auch für den 4. Turm, der offenbar militärischen Zwecken dient. Lediglich im 5. – teilsanierten - Turm befindet sich in einigen Stockwerken eine Kunstsammlung.

 

Resümee:

 

1.) Die MA 7 wird höflich gebeten uns nun - durch eine geeignete Formulierung - die Möglichkeit zur Errichtung der Lifte zu geben – wie vor 13 Jahren einem anderen Bauwerber.

 

2.) Der Bezirk wird höflich gebeten auch die Mehrfläche am Dach zu sehen und daher dem Ankauf der rechtlich erforderlichen EPK Fläche auf unserem heutigen Mietgrund zustimmen.

 

 
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