20.10.2018 17:09 | https://www.haus-des-meeres.at/de/Geschichte/iHistoryId__484.htm
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Turmgespräche

Vor 70 Jahren, im Juli 1944, wurde der „Flakturm Esterhazypark" fertiggestellt! Während des Krieges lediglich 10 Monate zum Schutz der Menschen im Einsatz, dient das Gebäude inzwischen 58 Jahre der Beherbergung und Nachzucht von Tieren und dem besseren Verständnis der Menschen für die Fauna und Flora unserer Erde. Diese friedliche Nachnutzung macht den Turm zu einem weltweit geschätzten Unikat. Für die anderen, größtenteils leerstehenden Flaktürme, gibt es bis heute offenbar keinerlei sinnvolle Verwendung.

70 Jahre also steht der Betonklotz. Inzwischen wissen wir, dass die Nutzungsdauer von unbehandeltem Sichtbeton - nach Sachverständigenauskunft - im Allgemeinen nur 50 Jahre beträgt!

Weiters ist uns bekannt, dass weder vom ursprünglichen Eigentümer Staat, noch von der Stadt Wien, die seit 1992 Besitzer des „Flakturms" ist, jemals eine Sanierung vorgenommen wurde – ausgenommen im Bereich des Kunstwerks über der alten Terrasse.

Während der ursprüngliche Besitzer hin und wieder in Kooperation mit der Feuerwehr die losen Betonteilchen „abspritzen" ließ, gab es während der letzten 22 Jahre nur im vergangenen Jahr und heuer ein sogenanntes „Abstangeln" der losen Betonteile. Im Vorjahr war sogar eine kurzfristige Sperre des Areals durch die Feuerwehr erforderlich, da bereits größere Betonstücke abbröckelten.

Am 29.10.dieses Jahres erfuhren wir schließlich, dass im aktuellen Gutachten - dem zweiten nach dem Vorjahr - abermals die dringende Forderung enthalten ist, die eklatanten Schäden an allen Außenmauern nicht nur „abstangeln" zu lassen, sondern dauerhaft zu sanieren, wobei angeblich die erforderlichen Arbeiten - vor allem im Bereich der Brüstung und des Unterbodens der alten Terrasse - bis zum Frühjahr 2015 erledigt werden müssten!

Ich habe erstmals im Jahre 2011 in der „Geschichte" über unsere Überlegungen zu den kursierenden Aussagen betreffend eventueller Flakturmübernahme, Stellung bezogen. Gespräche und Vertragsverhandlungen gab es bereits seit dem Jahre 2009 – gleich im Anschluss an das 2/3 Votum der MariahhilferInnen für unser Dachausbauprojekt.

Leider ging mein Wunsch, nach sechsjährigen Verhandlungen, im 70. Jahr der Baufertigstellung des ehemaligen Flakturms, gemeinsam mit der Stadt Wien zu einer Regelung zu kommen, nicht in Erfüllung. Die Gespräche sollen jedoch im Jänner 2015 fortgesetzt werden.

Ein anderes Ziel dürfte hingegen bereits in Griffweite sein, nämlich die Nummer 1 in der „Hitliste der privaten Sehenswürdigkeiten Wiens" zu werden. Erneut ist es unserem inzwischen 52 köpfigen HDM -Team unter der Leitung der Geschäftsführer Dr. Michael Mitic und Hans Köppen gelungen durch viele Neuerungen die Besucherfrequenz um weitere 11% zu steigern!

Die 2013 errichteten Baulichkeiten am Dach (ocean'sky) und im 10. Stock (Hammerhai- und Rochenbecken/Veranstaltungssaal) haben die großen Anstrengungen und Investitionen somit voll gerechtfertigt.

Zum Jahresanfang 2014 konnten wir die „Amazonas Passage" im 9. Stock eröffnen. Ein großartiger Raum, der nicht nur Fische sondern auch Reptilien im Urwaldbereich zeigt.

Mitte des Jahres erfolgte die Erweiterung des Turmmuseums und der Dauerausstellung „Erinnern im Innern" durch den „Historienpfad", der unter anderem die Bauphasen der Flakturmerrichtung ausführlich dokumentiert.

Zuletzt wurde der 7. Stock umgebaut. Im Zuge der Erweiterung der Seewasseraufbereitungsanlage entstand zusätzlicher Raum für ein weiteres, revolutionäres Haibecken - das „Pacific Eye", sowie ein neues Paludarium, das der Region Papua/Neu Guinea gewidmet wurde. Zwei Baby-Terrarien, in denen unsere jeweiligen Reptilien Nachzuchten dem Publikum gezeigt werden können, ergänzen den neugestalteten 7. Stock! Die offizielle Eröffnung ist für Mitte Jänner geplant.

Schließlich wurde dem gestiegenen Besucherandrang Rechnung getragen und der Eingangsbereich erweitert. Insgesamt rund 75 Tonnen Stahlbeton waren zu entfernen, um die erforderlichen Flächen zu schaffen!

Im kommenden Jahr möchten wir für unsere BesucherInnen weitere, einzigartige Projekte im Parterre und Keller realisieren. Vor allem aber hoffen wir auf die behördlichen Genehmigungen zur Errichtung der Panoramalifte und der damit verbundenen, weiteren Baumaßnahmen. Dadurch könnten die berechtigten Reklamationen betreffend langer Liftwartezeiten eingedämmt und für noch mehr Komfort und Sicherheit unserer Gäste gesorgt werden.

Zum eingangs erwähnten Thema „Sicherheit im Außenbereich" würden wir uns wünschen, dass die zuständigen Behörden unsere Vorschläge betreffend Fassadenschutzgestaltung ebenfalls positiv bewerten. Jedenfalls ist unsere „Gemeinnützige Privatstiftung" erneut bereit, durch die Aufnahme von Fremdmitteln die Umsetzung der beschriebenen Projekte zügig vorzunehmen.

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