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04.08.2020 13:30 | https://www.haus-des-meeres.at/de/Geschichte/iHistoryId__487.htm
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Pacific Eye

Wieder gibt es bei uns etwas, was es kaum in einem anderen Zoo Europas geben dürfte. Ein Unikat also! Aber wie entstehen solche Ideen?

Nun, zu allererst wollten wir den beiden Patenkindern von Frau Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner ein größeres Aquarium bauen. Die Stierkopfhaie waren dem Babyalter entwachsen und brauchten dringend mehr Platz! Woher nehmen, in einem Haus, wo wirklich so gut wie jeder Winkel bereits verbaut ist?

Im 7. Stock ist unsere Salzwasseraufbereitungsanlage und die war einerseits nicht wirklich platzsparend vor vielen Jahren gebaut worden und außerdem erneuerungsbedürftig.

Wenn man also einen Neubau vornehmen würde, könnte man vielleicht in der Wand zum Besucherbereich einen Aquarieneinbau vornehmen? Allerdings befand sich in deren Ecke bereits ein tolles Paludarium mit Schlangen und Fischen!

Somit musste zunächst ein neuer Platz dafür gesucht werden und die einzige Möglichkeit war eine weitere Verkleinerung der Werkstatt und wieder einmal ein Mauerdurchbruch zu diesem Bereich.

Gesagt, geplant und dann begannen die Detailgespräche – wie gewohnt im Team. Mein Anliegen war eine Vergrößerung des Besucherbereiches, daher wurde die neue Wand schräg nach Innen gerückt. Dadurch entstand auch die Möglichkeit, zwei zusätzliche neue Kleinterrarien einzubauen, wo jeweils aktuelle Jungtiere aus unserer Erhaltungszucht den Besuchern gezeigt werden können.

Die Entscheidung für das Ausmaß der Krümmung der „Linse" traf dann Geschäftsführer Hans Köppen und die runde Beckenform ergab sich aus dem vorhandenen Platz und ist ideal gewählt, um den Kelp so richtig in der Strömung dazustellen.

Dem Seewasserkurator Dr. Daniel Abed-Navandi und seinem Direktor Dr. Michael Mitic wurde daher abermals der Wunsch erfüllt, noch mehr Meerwasseraquarien im Haus zu zeigen – im HAUS DES MEERES!

Übrigens, die neue Salzwasseraufbereitungsanlage wurde höher als die alte gebaut – dadurch haben wir bei geringerer Grundfläche sogar an Kapazität gewonnen.

Die obligate Wassertrübung bei neuen Großaquarien wird erstmals wissenschaftlich untersucht. Unter der Leitung des Vizepräsidenten vom Verein HAUS DES MEERES - WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG, Univ. Prof. Dr. Gerhard Herndl läuft in Kooperation mit der Uni Wien ein sehr interessantes Forschungsprojekt.

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