22.01.2018 17:19 | https://www.haus-des-meeres.at/de/Geschichte/iHistoryId__493.htm
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Turmankauf

Bewahren und verbessern!

Der Gemeinderat hat am 1.7.2015 einstimmig beschlossen, unser Übernahmeangebot zu akzeptieren.

Unsere gemeinnützige Gruppe wird somit Eigentümer eines ehemaligen Flakturms in dem das HAUS DES MEERES von Anfang an beheimatet war.

Errichtet wurde der Turm vor mehr als 70 Jahren in nur 10 monatiger Bauzeit von Oktober 1943 bis Juli 1944.

Vom 11. Juli 1958 datiert der erste Mietvertrag – nachträglich, wie wir heute wissen, da das erste Meerwasseraquarium Österreichs bereits am 7.6.1958 offiziell eröffnet wurde.

In der Vergangenheit war bis 1991 der Bund unser Vermieter, 1992 ging das Eigentum in den Besitz der Stadt Wien über.

Waren es am Anfang nur einige Räumlichkeiten in den Stockwerken 2, 3 und 4 mit insgesamt ca. 470 m2, die unsere Vorgänger gemietet hatten, so kamen ab 1966 immer mehr Flächen und Stockwerke dazu, bis wir schließlich Ende 1996 den gesamten Turm gemietet hatten.

Der daraufhin errichtete Aufzug bis zum Terrassengeschoss wurde am 1.4.1998 in Betrieb genommen. Als nächster Schritt war die Sanierung und Öffnung der Terrasse für unsere Besucher geplant doch es kam zunächst anders.

Um unseren Plan, ein Glashaus anbauen zu können, zu verwirklichen, mussten wir uns für den Fall der Genehmigung verpflichten, der Arcotel Gruppe die Mietrechte für die Terrasse und die darüber liegenden Geschosse abzutreten.

Mit der am 6.11.1998 ausgestellten, gemeinsamen Baubewilligung für unser Tropenhaus und das Kaffee-Erlebnis-Museum, wurde diese Maßnahme wirksam.

Unser Tropenhaus wurde zügig gebaut, das bzw. die Projekte der Arcotel Gruppe kamen jedoch nie zustande. Die Baubewilligung wurde für das Dachprojekt um weitere 3 Jahre verlängert und wir damit blockiert.

Obwohl mit der Stadt Wien für diesen Fall eine klare Vereinbarung bestand, dass das Mietrecht sofort wieder an uns zurückzugeben ist, bedurfte es einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit der Arcotel Gruppe. Um einen Endlosprozess zu vermeiden und damit nicht noch mehr Zeit zu verlieren, entschlossen wir uns schließlich zu einem außergerichtlichen Vergleich und mussten im Zuge dessen sogar noch eine Abschlagszahlung leisten, obwohl wir nie die ursprünglich vereinbarte Ablöse erhalten hatten.

Am 13.4.2007 – nach 9 Jahren verlorener Zeit – konnten wir dann endlich die Terrasse für unsere Besucher öffnen und den herrlichen Blick auf unsere Stadt ermöglichen! Gleichzeitig wurde die Außentreppe (Fluchtweg) zunächst nur von der Terrasse bis zum 4. Stock fertiggestellt und bereits Ende Dezember 2007 konnten wir die neue Eingangshalle samt Krokipark, Shop und Café eröffnen.

Nun galt es, den Bereich oberhalb der Terrasse zu gestalten und endlich ein Dach zu bekommen, damit die teilweise starken und kostenintensiven Wassermengen abgehalten werden können.

Ein Projekt wurde erarbeitet und den Bezirkspolitikern und Anrainern vorgestellt. Eine amtliche Bürgerbefragung im April 2009 hat stattgefunden und 66,7% - also eine Zweidrittelmehrheit der Befragten MariahilferInnen – stimmte unserem Vorhaben zu.

Leider mussten wir danach erfahren, dass die damit befassten Magistratsabteilungen nicht dafür waren. Primär ging es dabei um die Kunst und das Stadtbild. Während das, nur für die Wiener Festwochen 1991 errichtete Werk von Lawrence Weiner, welches danach entfernt werden sollte, plötzlich in keiner Weise beeinträchtigt werden durfte, schien auch das Stadtbild durch den Zubau beeinträchtigt zu werden.

Anstatt das Gebäude aufzustocken, mussten wir schließlich 750 Tonnen Stahlbeton abtragen um auch diesen Bereich – innerhalb der unveränderten Außenmauern – nutzen zu können. Die zuvor nur 1,90 Meter hohen Räume des 10. Stockes konnten danach in einen Mehrzwecksaal umgebaut werden, der alle technischen Voraussetzungen erfüllt. Im ehemaligen Radarschacht wurden ein weiteres Stiegenhaus samt Lift und ein Hammerhaibecken samt Wasseraufbereitsungsanlage eingebaut.

Die Eröffnung der neuen Räume – einschließlich der Erweiterung des Turmmuseums „Erinnern im Innern" erfolgte schließlich im September 2013.

Die herrliche Dachterrasse mit dem „ocean'sky" bildet heute den Abschluss des Daches und steht tagsüber unseren BesucherInnen zur Verfügung und abends ebenfalls für Veranstaltungen.

Am Rande sei noch erwähnt, dass dieser Ausbau natürlich auch die Verlängerung der Außentreppe bis in den Park erforderlich gemacht hat (Juli 2011) und Mitte 2013 eine Trafostation sowie ein Notstromaggregat errichtet wurden, um die Sicherheit von Mensch und Tier und den zusätzlichen Energiebedarf zu gewährleisten.

Alle weiteren baulichen Veränderungen fanden ausschließlich im Inneren des Hauses statt und führten dazu, dass inzwischen eine Fläche von rund 5.000 m2 den Besuchern zur Verfügung steht!

Bezüglich der Panoramalifte dauerte es jedoch fast weitere 7 Jahre nach dem positiven Votum der MariahilferInnen, bis sich 2015 eine Lösung abzeichnete und ein Kompromiss gefunden wurde. Die mehrmals geänderten und angepassten Einreichpläne mussten jedoch zurückgestellt werden, bis es eine Einigung über die im Jahre 2008 begonnenen Gespräche betreffend Transaktion des Gebäudes gab.

Nun ist es endlich soweit, dass wir die bereits fertigen Pläne einreichen können! Dabei wurden auch die Erweiterung der Eingangshalle für die Panoramalifte und den Kinderwagenabstellplatz, eine weitere Fluchttreppe sowie der Ausbau des bestehenden Balkons berücksichtigt.

Unser Turm ist im Übrigen der Einzige der uneingeschränkt der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Mehr als 20 Mio. haben wir in die Erhaltung und in den Ausbau investiert – bisher in fremdes Eigentum. Bis vor 6 Jahren erhielten wir von der Stadt Wien eine jährliche Subvention. Insgesamt 1,6 Mio. – in 44 Jahren! Dies ergäbe im Schnitt rund € 3.000 pro Monat.

Allen politisch Verantwortlichen danken wir sehr herzlich für das Vertrauen, den involvierten Magistratsabteilungen für ihr Wohlwollen und die Geduld!

Der alleinige Stiftungszweck unserer gemeinnützigen Privatstiftung ist die Erhaltung und der weitere Ausbau des ehemaligen Flakturms - unseres HAUS DES MEERES. Begünstigt ist die Allgemeinheit und sonst niemand!

Ihr  Franz Six

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