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27.09.2022 10:17 | https://www.haus-des-meeres.at/de/Geschichte/hyear__2022/iHistoryId__636.htm
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Schrilles und buntes Australien

Kurz ein Rückblick zur ehemaligen Flakturmterrasse, bevor ich Ihnen über den Bau und die aktuelle Eröffnung der AUSTRALIEN ERLEBNISWELT berichten werde.

Als alleiniger Mieter des Flakturm Esterhazypark wurden wir am 30. Juni 1997 zu einer Pressekonferenz auf „unsere“, damals noch geschlossene Dachterrasse eingeladen. Vorgestellt wurde ein geplanter 20 Meter hoher und auf 100 Mio. Schilling geschätzter Aufbau – Bauträger Arcotel – und am Rande wurde auch unser geplantes Tropenhaus erwähnt. Von uns wurde verlangt, dass wir das Mietrecht inklusive der Terrasse zu Gunsten des Bauwerbers wieder zurücklegen.

Nun, unser Tropenhaus wurde gebaut, der Rest kam nie zustande aber es dauerte bis zum 13. April 2007, bis wir das Mietrecht wieder erstritten hatten und nach der behördlich genehmigten Sanierung, endlich die Eröffnung vornehmen konnten. Erstmals hatten unsere Gäste die Möglichkeit den wunderschönen Blick auf Wien zu genießen.

Abhängig war das allerdings vom Wetter. Bei Sturm und Regen wollte ohnehin niemand ins Freie, bei Schnee und Eis half auch die Bodenheizung nur bedingt. Dazu kam, dass wir trotz Kameraüberwachung Suizidversuche leider nicht immer verhindern konnten, obwohl das zusätzliche errichtete Geländer über der behördlichen Norm errichtet und später sogar ein zusätzliches Gitter angebracht wurde.

Sicher schien mir nur eine totale gläserne Einhausung, die zusätzlich auch den Vorteil der ganzjährigen Nutzung bieten würde. Nach dem Ankauf des Flakturms 2015 begannen die Detailgespräche über den in vielen Varianten bereits geplanten Zubau.

Als wir von der MA 19 aufgefordert wurden, alle unsere künftigen Pläne für den Außenbereich zu visualisieren, kam natürlich auch die Detailplanung für die Terrasse ins Gespräch. Wir wollten den Rundgang in 35 Metern Höhe mit einer Breite von über 3 Metern optimal nutzen. Zusätzlich mit den „Ohrwascheln“, die im Krieg mit Waffen für die Abwehr von Tieffliegern ausgestattet waren, sollte dies eine zusätzliche Bodenfläche von 260 m² ergeben – mit Tageslicht und Frischluftzugang.

Eingereicht haben wir für die geplante Australienanlage eine Höhe von 4 Metern, die uns erlaubt hätte, u.a. auch größere Papageien zu beherbergen. Auch die „Ohrwascheln“ sollten eingeglast werden. Trotz mehrerer Vorsprachen beim Leiter der MA 19 und der Oberbehörde fanden wir keine Zustimmung. Die zuletzt nur mehr erbetenen zusätzlichen 83 cm zur genehmigten Höhe von 2,70 Meter wären offenbar dem Standbild abträglich gewesen. Paradox in diesem Zusammenhang ist auch, dass von der gleichen Magistratsabteilung der Vorschlag für den letztlich massiven und sündteuren Zubau gekommen ist und befürwortet wurde!

Im Jahre 2019 begann die Einhausung mit 3-fachen Sicherheitsglas samt entsprechender Isolierbeschichtung. Die obere Abdeckung durfte aus Sicherheitsgründen nicht schräg abfallend und aus optischen Gründen nicht mit vorderer Regenrinne ausgestaltet werden. Insgesamt 9 Lüftungsklappen und 12 Klimageräte vervollständigen das Bauwerk, welches zu den 4 Außenbereichen hin mit Schiebetüren zwecks bestmöglicher Durchlüftung zusätzlich ausgestattet wurden. Anstelle von Glas durften wir dort eine Einzäunung vornehmen.

Die Fertigstellung verzögerte sich bis zum März 2022 zumal coronabedingt die noch vorhandenen Restkredite für die Futter- und Betriebskosten aufgebraucht werden mussten. Zu Beginn und am Ende des Rundganges befinden sich übrigens die neuen Großanlagen für Kattas, Riesenschildkröten und Komodowarane.

In einem wochenlangen Probebetrieb wurden unsere Neuzugänge auf die Eröffnung vorbereitet. Inzwischen fühlen sich die sowohl die 4 kleinwüchsigen Kängurus als auch die rund 60 Sittiche mit entsprechender Artenvielfalt in der „AUSTRALIEN ERLEBNISWELT“ sehr wohl. Wer genau hinsieht, kann im 10.000 Liter Süßwasseraquarium auch zahlreiche australische Fischarten bewundern, darunter die extrem seltenen „Australischen Lungenfische“.

Und wer seinen Blick nach Draußen schweifen lässt, sieht weit über unsere großartige Wienerstadt hinaus den Horizont, wo sich derzeit in nur 500 Kilometer Luftlinie fürchterliche Tragödien abspielen, für Menschen und Tiere!   

Franz Six

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