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Neuzugang im Haus!

15.05.2013 | Eine Herzdame für unseren Toko!?

Nanu, wer bist denn du?

Nicht nur unsere Besucher denken seit kurzem, dass sie doppelt sehen: auch unser Gelbschnabel-Toko-Mann  wirkte anfangs deutlich verwirrt und verunsichert, hatte sich doch unerwartet eine junge Dame entschlossen, sich ihn mal etwas genauer anzusehen. Anfangs reagierte er nicht sonderlich erfreut darauf, dass sie ihm schöne Augen machte, aber bald schon entbrannte sein Herz lichterloh und er begann um sie zu buhlen. Allerdings ging ihr das mit dem "Komm, lass uns gemeinsam ein Nest bauen" dann wohl doch etwas zu schnell - Toko-Männer sind beim Liebeswerben nicht gerade zurückhaltend, eigentlich sogar ungestüm und forsch - und so hat sie ihn vorerst mal mit einem unsanften Kneifer in die Schwanzfedern wieder auf Distanz gebracht. Soll wohl noch ein bisschen dunsten, der alte Junggeselle. Ob er wohl schließlich ihr Herzblatt wird, das wird die Zukunft weisen. Vorerst mal hängt der Haussegen schief und jeder der beiden bewohnt sein eigenes Tropenhaus. Nun füttert der Arme in seinem Liebeskummer Astgabeln und Löcher im Fels - beschämend, was Liebe aus Männern macht! Aber wer weiß? Der Mai ist schön, der Flieder blüht, und vielleicht erwartet die beiden doch noch das ganz große Glück zu zweit... 

Der Östliche Gelbschnabel-Toko ist in Ostafrika von Äthiopien im Norden bis nach Tansania im Süden häufig anzutreffen. Er gehört zu den Hornvögeln und ist damit ein entfernter Verwandter unseres heimischen Wiedehopfs. Bekannt ist das Brutverhalten der Nashornvögel, wobei das Weibchen in seiner Bruthöhle vom Männchen mit Schlamm eingemauert wird, bis nur mehr eine kleine Öffnung zum Füttern verbleibt. Wenn dann der Platz in der Höhle zu klein wird, wird die Höhle geöffnet und nach dem Ausfliegen des Weibchens wieder verschlossen. So sind die Jungvögel vor Fressfeinden optimal geschützt.

Die Tiere leben entweder einzeln oder paarweise, wobei sie meist in Bodennähe angetroffen werden können. Das neue Weibchen kam aus dem Prager Zoo zu uns. Gelbschnabel-Tokos sind Allesfresser, wobei sie tierische Komponenten bevorzugen. Dazu zählen neben Insekten aller Art auch Spinnen und Skorpione, aber auch kleine Nagetiere, Vögel und Echsen.  Sie sind im Flug so geschickt, dass sie selbst fliegende Heuschrecken, aber auch schwärmende Termiten und Ameisen erbeuten. Ein Schauspiel, das unsere Besucher auch immer wieder erleben können.

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