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Auf den Spuren von Jules Verne...

16.03.2012 | ...erweitert das Haus des Meeres seinen Tiefseebereich.

Ein weiteres Aquarium mit Tiefseetintenfischen, den sogenannten „Perlbooten“  (wiss. Nautilus) wurde errichtet. Schon Jules Verne war fasziniert vom „Nautilus“  und hat sogar sein U-Boot im 1870 erschienen Roman „20.000 Meilen unter dem Meer“ nach diesem eigentümlichen Tier benannt.

Aber eigentlich ist ein Nautilus ein lebendes Fossil. Seine Verwandten bewohnten bereits vor etwa 500 Mio. Jahren die Urmeere in großer Zahl und auch die bereits ausgestorbenen Ammoniten gehören in diesen Verwandtschaftskreis. Alle sind Kopffüßer, wie z.B. Kalmare und Kraken. Im Gegensatz zum Kraken mit seinen acht Armen hat der Nautilus zwischen 60 und 90, welche aber nicht mit Saugnäpfen ausgestattet sind.
 
Auch haben Perlboote eine äußere Schale, die an ein Schneckenhaus erinnert. Drinnen sieht es aber anders aus: Sie besteht aus lauter einzelnen Kammern, wobei die letzte vom Tier selbst bewohnt wird.  Alle Kammern dahinter sind mit Gas gefüllt: Durch die Menge an Gas kann der Nautilus seine Position in der Tiefe steuern und aufsteigen bzw. absinken. So gut er sich vertikal bewegen kann, das eigentliche Schwimmen ist eher mühselig für ihn und erfolgt wippend.

Die im  Indopazifik lebenden Tiere können bis einige hundert Meter tief tauchen und ernähren sich vornehmlich von kleinen Krebsen und Aas. Sie erreichen einen Durchmesser  von etwa 20cm und können durch Schließen ihrer Kopfkappe den Körper schützen. Das Auge ist sehr einfach gebaut und hat keine Linse wie z.B. das der Kraken.

Leider werden die Schalen dieser Tiere immer noch gerne als Souvenir gehandelt. Dies wird mittlerweile zur Bedrohung für diese Tierart, da immer mehr Bestände immer effizienter befischt werden.  Über ihre Vermehrung aber ist nicht viel bekannt.

Um den Besuchern die Schönheit und Einzigartigkeit dieser Tiere vor Augen zu führen, hat das Haus des Meeres um über € 30.000.- ein Spezialaquarium gebaut, das technisch in den bestehenden Tiefseebereich eingebunden wurde. Nur Jules Verne schaffte  „20.000 Meilen unter dem Meer“ -  das neue Becken gewährt immerhin einen weiteren, faszinierenden Einblick auf Tiere aus einigen hundert Metern Tiefe.

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