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Junge Forscher im HdM07.12.2016

Wenn man an das Haus des Meeres denkt, dann fallen einem vor allem die vielen bunten Fische, Großaquarien mit Haien, Tropenhäuser mit freilaufenden Äffchen oder Respekt einflößende Riesenseespinnen hinter gebogenen Scheiben ein. Tatsächlich ist das Präsentieren einer Fülle an besonderen Lebensgemeinschaften und außergewöhnlichen Tieren ein wichtiger Faktor, der dem Haus des Meeres hilft, seinem Bildungsauftrag nach zu kommen. Daneben werden auch regelmäßig Führungen für Schulklassen aller Altersstufen angeboten und unser Bildungsprogramm mit begleitenden Veranstaltungen (Info-Point, Natur begreifen, usw.) sinnvoll ergänzt. Das Haus des Meeres ist als Zoo ganz klar eine Bildungseinrichtung. Darüberhinaus ist es aber auch eine Erhaltungszuchteinrichtung, wie vielen bereits bekannt sein dürfte, und - vielleicht weniger bekannt, aber nicht minder wichtig - eine Forschungseinrichtung.


Blaukehl-Guan: ihr Tagesablauf wird gerade erforscht

Gerade die Forschung hat im Haus des Meeres bereits jahrzehntelang Tradition, in erster Linie mit der Universität Wien. Daraus resultierend ergaben und ergeben sich immer wieder Forschungsprojekte, aktuell sind es drei. Während eine Studentengruppe im Tropenhaus den Tagesablauf eines Paares von in Zoos selten gezeigten Blaukehl-Guanen beleuchten möchte, versucht eine andere, Licht in die Rangordnung unserer zutraulichen Straußwachtelgruppe zu bringen. Eine dritte wiederum widmet sich brütenden Buntbarsch-Paaren in unserem Amazonasbecken und versucht festzustellen, wie und gegen wen die Nachkommenschaft verteidigt wird.


Straußwachtel – ihre Rangordnung in der Gruppe ist Ziel der Forschung

Wir sind stolz auf diese Kooperation mit der Universität Wien. Hilft sie uns doch einerseits, ergänzendes Wissen über unsere Pfleglinge zu erwerben und andererseits jungen Menschen, ihren Weg in die Zukunft zu finden und zu meistern. Sollten Sie also jemanden sehen, der mit Stift und Block angestrengt einen Fisch beobachtet oder mit Stoppuhr oder Tonband ausgerüstet einen Affen oder Vogel fokussiert, so dürfen Sie den angehenden Wissenschaftler ruhig etwas fragen. Die Damen und Herren werden Ihnen ganz sicher sehr gerne und ausführlich antworten, denn was freut einen jungen Menschen mehr, als wenn seine Arbeit bei anderen Interesse erweckt? Und ein wenig stolz sind sie natürlich auch, dass sie im Haus des Meeres forschen dürfen.

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