17.10.2018 15:58 | https://www.haus-des-meeres.at/de/Unsere-Tiere/Zootiere/Heimische-Suesswasserfische.htm
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Heimische Süßwasserfische

Im Haus des Meeres werden auch Fische aus heimischen Gewässern präsentiert. Hauptsächlich werden Arten gezeigt, die in der Donau und ihren Nebengewässern im Wiener Raum vorkommen. Durch die besondere geographische Lage ist die Donau einer der artenreichsten Flüsse Europas. Im Bereich des Nationalparks Donau Auen, der auch einen Teil der Wiener Donau einschließt, gibt es über 60 Fischarten.

Fische wie die Barbe und Nase, zwei Vertreter der Karpfenfische, sind die Leitarten in der Donau bei Wien. Bei beiden Fischarten ist in den letzten Jahrzehnten ein massiver Rückgang festzustellen. Flusskraftwerke versperren die ehemaligen Wanderrouten zu den Laichplätzen. Durch Flussbegradigungen wurden fast alle flachen, strömungsberuhigten Uferzonen zerstört. Früher waren Barben und Nasen so häufig, dass Sie tonnenweise gefangen und als Nahrung, Dünger und Schweinefutter verwendet wurden. Der klassische "Steckerlfisch" wurde früher hauptsächlich aus diesen zwei Arten zubereitet. Seit einigen Jahren wurden und werden mit erheblichen Aufwand fischfreundliche Bereiche in der Donau und auch in anderen verbauten Flüssen geschaffen und Kraftwerke durch Umgehungsgerinne für Fische passierbar gemacht. Erste Erfolge konnten durch diese Aktivitäten bereits erzielt werden. Von den Barschartigen Fischen gibt es acht Vertreter in Österreich. Zingel, Streber, Schrätzer und Donaukaulbarsch und der Wolgazander sind nur in der Donau und ihren Nebengewässern verbreitet.

Der Flussbarsch, Kaulbarsch und Zander sind auch in anderen Gewässern Österreichs heimisch. Der Zander ist ein Raubfisch der über einen Meter lang werden kann. Er ist in trüben Gewässern ein sehr effizienter Jäger, da seine Augen wie Restlichtverstärker arbeiten und jede Bewegung registrieren. Das Männchen bewacht die Eier bis zum Schlupf der Fischlarven.

Fünf Störarten konnten früher in der österreichischen Donau nachgewiesen werden. Bis auf den Sterlet sind alle weiteren Arten in Österreich nicht mehr anzutreffen. Früher gab es ausgedehnte Laichwanderungen der Störe, die jährlich vom Schwarzen Meer die Donau stromauf bis nach Deutschland zogen. Bei Wien konnten von der größten Störart, dem Hausen Exemplare mit bis zu 9 Metern Länge gefangen werden. Der Bau des Kraftwerkes am so genannten Eisernen Tor in Rumänien (1959) unterbrach diese Jahrtausende alte Laichroute. Aber auch übermäßige Überfischung und vor allem die Kaviarproduktion haben den Stören so zugesetzt, dass alle Arten vom Aussterben bedroht sind. Der Sterlet bildet kleine Populationen in der Donau die aber kaum lebensfähig sind und nur durch Besatz aufrechterhalten werden können.

Beim Wels betreibt ebenfalls das Männchen Brutpflege. Welse können über drei Meter lang werden. Heute sind Exemplare mit dieser Länge kaum mehr anzutreffen. Sie bewohnen Gewässer mit geringer Strömung und schlammigen Grund. Dieser nachtaktive Räuber orientiert sich vor allem mit seinen langen Bartfäden, die dicht mit Geschmacksknospen besetzt und mit Nerven durchzogen sind. Neben Fischen erbeuten Sie verschiedenes Wassergeflügel.

Hecht und Karpfen sind neben der Forelle wohl die bekanntesten heimischen Speisefische. Während der Hecht als Raubfisch hauptsächlich als Anglerbeute auf den Tisch kommt, wird der Karpfen in großen Teichanlagen gezüchtet, und das praktisch bereits seit der Römerzeit.  Diese hatten ihn nämlich zur Bereicherung des Speiseplans aus Asien nach Mitteleuropa eingeführt. Im Mittelalter spielte der Karpfen eine wichtige Rolle, da Fischfleisch nicht als Fleisch galt und somit während der Fastenzeit von der christlichen Bevölkerung verzehrt werden durfte.

Wenden wir uns nun den Lurchen zu. Der größte heute noch lebende Vertreter ist der Chinesische Riesensalamander. Er kann in Ausnahmefällen bis zu 1,8 Meter lang werden. Wir pflegen diese heutzutage vom Aussterben bedrohte Tierart bereits seit mehr als 20 Jahren. In seiner Heimat China bewohnt dieses Tier kalte, klare Flüsse oder Seen, deren Temperatur nicht über 15°C ansteigt. Er lauert dort fast unbeweglich auf Fische oder Krebse.
Aber nicht nur seine Größe ist innerhalb der Lurche bemerkenswert, auch sein Biologie. Er bleibt nämlich zeitlebens im Wasser und erreicht dort auch seine Geschlechtsreife. Die meisten anderen Vertreter, denken Sie nur an Kaulquappe und Frosch, verbringen nur die Jugendzeit im Wasser und wandeln sich dann im Laufe der sogenannten Metamorphose zu einem landbewohnenden Tier um. Nicht so der Chinesische Riesensalamander. Allerdings hat auch er als erwachsenes Tier eine Lunge als Atmungsorgan und nicht, wie die Jugendstadien, Kiemen.

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