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Freche Baby-Monster & knall bunte Jung-Frösche im Haus des Meeres

2011-12-06 | Gar nicht selbstverständliche Nachzuchterfolge sorgen für „Kindersegen“ und damit für neue Publikumsmagnete im Haus des Meeres...

Nach über vier Monaten im Brutschrank erblickten nun die ersten drei Babys unserer 13köpfigen Gila-Monster Gruppe das Licht der Welt und sind ab sofort in einem Spezialterrarium für unsere Besucher zu bewundern.
Die neugeborenen Krustenechsen sehen ihren Eltern, von der Größe einmal abgesehen, nicht nur zum Verwechseln ähnlich, sie wissen auch schon, wie sich ein richtiges „Monster“ zu benehmen hat. Bereits wenn das Köpfchen aus dem Ei lugt, faucht und beißt das Monsterchen, sollte sich ein unvorsichtiger Finger nähern. Daher nimmt Kurator Mag. Robert Riener die Jungen nur mit dicken Lederhandschuhen aus ihrem Terrarium.

Die erst seit knapp zwei Jahren im Haus des Meeres gepflegten, leuchtend pink-schwarz  gefärbten Echsen, die eigentlich Gila-Krustenechsen heißen, haben ihren monströsen Spitznamen der Tatsache zu verdanken, dass sie als einzige Echsen echte Giftdrüsen besitzen und, wenn einmal festgebissen, so schnell nicht wieder loslassen.
Trotz ihrer Wehrhaftigkeit ist die bis zu 50cm große Gila-Krustenechse in ihrer Heimat, den Trockengebieten im Grenzgebiet zwischen Nordamerika und Mexiko, stark vom Aussterben bedroht. Die bei uns gepflegte Unterart ist besonders rar und kaum in Zoos vertreten.  Zudem ist auch die Nachzucht dieser Tiere noch lange keine Selbstverständlichkeit. Umso mehr freuen wir uns über den ersten Nachzuchterfolg, dem hoffentlich viele weitere folgen.
Auch bei unseren Rotaugenlaubfröschen gibt es derzeit wieder Nachwuchs. Unsere Besucher können Kaulquappen und Jungfrösche in einem eigens konstruierten „Kinderzimmer“ im Terrarium ihrer Eltern bestaunen.
Unzählige Kaulquappen und Jungfrösche tummeln sich außerdem in den Aufzuchtaquarien im Quarantänebereich, denn die Zucht von Amphibien stellt aufgrund der hohen Empfindlichkeit dieser Tierfamilie gegenüber Krankheitserregern, wie Pilze und Bakterien, ganz spezielle Ansprüche an Hygiene und Sauberkeit. Besonders eine Pilzart, der Chytridpilz, macht den Amphibien das Leben schwer und sorgt weltweit epidemieartig für Massensterben unter Fröschen und Kröten. Umso größer ist die Bedeutung der Nachzucht dieser Tiere in Zoos wie dem Haus des Meeres, um möglichst vielen  Arten ein Überleben zu ermöglichen!

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