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Neu: Bedrohte Indische Fische2014-08-07

Spät kamen die Regenfälle in diesem Jahr im Westen Indiens.  War es zuerst die Trockenheit, die die Flüsse Kumaradhara und Netrawati beinahe austrocknen ließ, so taten die heftig einsetzenden Regenfälle in den letzten Tagen ihr übriges, um dieses Gebiet beinahe zu vernichten. Überschwemmungen da und dort, ganze Landstriche wurden zerstört.  Mitten drin die Fische des Landes, besonders in ihrer Art, manche in ihrem Lebensraum beschränkt auf diese beiden Flüsse. Neben  Auswirkungen des destabilisierten Weltklimas wie Dürren und Überschwemmungen, zieht illegaler Sandabbau  diese Lebensadern Westindiens seit Jahren arg in Mitleidenschaft und gefährdet damit ihre einzigartigen Bewohner.

Noch findet man sie: Flugbarben, von denen niemand weiß, warum sie körperlange Barteln besitzen, Rufzeichenbarben, farbenprächtige Fische mit einem mehr als sonderbaren Namen, Forellenbärblinge, schnell und schön wie der Regenbogen, Zodiakschmerlen, die mit Sternzeichen rein gar nichts am Hut haben und der seltene Canara–Buntbarsch, den man nur in diesem Bereich Indiens findet und der wohl das direkte Bindeglied zwischen den  Riffbarschen der Meere und den Buntbarschen der Süßgewässer dieser Erde darstellt, ein Vermittler zwischen den Elementen also.

Das Haus des Meeres hat spontan die erschütternden  Ereignisse in diesem Teil der Welt als Anlass genommen, um ihren Fischen ein spezielles Themenaquarium im 2. Stock in der tropischen Süßwasserabteilung zu widmen. Sie sollen Botschafter sein für mehr Solidarität auf diesem Planeten und für die Schönheit eines Landes, das dem unseren so fern ist. Bewusst sollen sie den Blick auf die unkontrollierbaren Auswirkungen des Klimawandels lenken mit seinem direkten Einfluss auf das kostbare Element Wasser, von dem ein Zuviel nicht weniger Schaden anrichtet als ein Zuwenig.

Die Mitarbeiter haben sich sofort in dieses Aquarium verliebt, in ihre so fröhlich wirkenden Bewohner, die so bunt sind wie die Kulturen Indiens und so munter und lebendig wie seine Menschen. Diese Fröhlichkeit steckt an und bei diesen Tieren hat man permanent das Gefühl, dass ihnen diese Eigenschaft einfach angeboren ist. Lassen auch Sie sich davon anstecken, nehmen Sie gute Laune mit, aber denken Sie vielleicht doch ab und zu daran, wie kostbar Wasser ist, und wie wenig selbstverständlich seine Verfügbarkeit.

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