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2022-10-07 07:05 | https://www.haus-des-meeres.at/en/About-Us/News/iNewsId__671/nyear__2022.htm
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Seehasen – neue Giftmischer im Haus des Meeres

2019-06-13 | Der Name dieser Nacktschnecken klingt eigentlich völlig harmlos, wer hätte gedacht, dass Hunde an westaustralischen Stränden sterben, weil sie gestrandete Seehasen apportieren?


Seehase: auf den ersten Blick sieht er weder aus wie ein Hase noch wie eine Schnecke…

Diese Tiere, eine bis knapp 20 cm groß werdende, gehäuselose Schneckenart des tropischen Indopazifiks, verdanken ihren Namen röhrenförmig verlängerten Nasenfühlern, die an Hasenohren erinnern. Sie bewohnen Korallensandböden, deren Algenbewuchs sie gemächlich abweiden.


 …aber bei genauer Betrachtung erkennt man die namensgebenden hasenohrartigen Fühler; der Punkt darunter ist das Auge

Anders als bei Gehäuseschnecken ist ihr weicher Körper nicht von einem harten Schneckenhaus geschützt sondern durch einen eigens gemischten Giftcocktail, der bei der Nahrungsaufnahme von Algen abgezweigt wird. Rotalgen liefern den Farbstoff, Panzer- und Blaualgen die tödlichen Inhaltsstoffe. Um Fressfeinde abzuschrecken, stoßen Seehasen bei Berührung eine purpurrote giftige Tintenwolke aus und gelegentlich zählen auch an Stränden spazierende Hunde zu ihren Opfern.

Neuerdings leben mehrere dieser Giftmischer in der Korallenriffabteilung im dritten Stock des Haus des Meeres. Und wer glaubt, dass tropischen Meerestieren, wie diesen Seehasen, die Wassertemperatur egal sei, der irrt: wir kühlen unsere Aquarienanlagen in diesen Tagen – und selbstverständlich sind auch die BESUCHERBEREICHE KLIMATISIERT!

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