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2020-11-30 15:23 | https://www.haus-des-meeres.at/en/History/iHistoryId__587.htm
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Präsentation der vertikal bepflanzten Außenmauer

Am 5.9. haben wir die wahrscheinlich höchste vertikale Grünwand Österreichs im Beisein von Bezirksvorsteher Markus Rumelhart der Öffentlichkeit vorgestellt. Rund 8.500 Setzlinge von 22 verschiedenen Arten zieren nun rund 400 m2 der „Nordwand“ des ehemaligen Flakturms. Ein Drittel davon behält seine Blätter auch im Winter. Obwohl die Pflanzung erst vor 2 Wochen abgeschlossen wurde, kann man das Anwachsen bereits gut erkennen.

Unglaubliche 1,6 km Gesamtlänge der Pflanztröge mit rund 2 km Bewässerungsschläuchen sind Garantie dafür, dass die „Nordwand“ bereits im Frühling 2020 durchgehend grün und bunt erscheinen wird und zu einer Verbesserung und Kühlung der Mariahilfer Luft beitragen wird.

Die Umsetzung unserer Idee bedurfte langwierige Verhandlungen mit Bereichen der Stadt Wien, die eher den Mahnmalcharakter und Originalzustand bewahren wollten. Heute, nicht zuletzt aufgrund des Klimawandels, ist der Zeitgeist eher auf Seiten unserer Initiative. Dies führte schließlich zur amtlichen Bewilligung.

Ein überaus wichtiger Aspekt war für uns auch das Sicherheitsthema. Sowohl vom Unterboden der Terrasse im 9. Stock als auch von der senkrechten Wand fielen immer wieder – trotz regelmäßiger Überprüfung und Wartung – kleine Betonstückchen zu Boden. Die in Kürze abgeschlossene Glaseinhausung der Terrasse im 9. Stock sowie die Pflanzenwand werden dies künftighin verhindern!

Dass die äußerste Schicht des Betons langsam nachgibt, ist aufgrund des Alters leider unvermeidlich und führte bei den anderen 5 Flaktürmen Wiens bereits seit Jahren zur Einzäunung und Sperre.

Bereits vor 75 Jahren – exakt am 30.8.1944 - wurde der „Schlussstein“ des Flakturms in der „Nordwand“ in 22 Metern Höhe gesetzt. Errichtet vorwiegend von Zwangsarbeitern aus den umgebenden Ländern erfolgte bereits im Juli nach einer 10-monatigen Bauzeit die Inbetriebnahme.

Der sogenannte Feuerleitturm war nur leicht bewaffnet und diente vor allem zur Ermittlung der Anflugs Koordinaten feindlicher Bomberverbände. Die Flak (Fliegerabwehrkanonen) standen auf dem Dach des Geschützturmes in der Stiftkaserne. Der schutzsuchenden Bevölkerung standen im Flakturm Esterhazypark nur die Stockwerke 1 bis 3 zur Verfügung. Die restlichen Räume wurden vom Militär genutzt.

Den „Schlussstein“ haben wir nun bei der Begrünung der Wand ausgenommen und beleuchtet. Eine Informationstafel befindet sich beim Lieferanteneingang. Wir setzten damit ein weiteres Zeichen, dass nicht nur mit dem Flakturmmuseum unter der Devise „Erinnern im Innern“, sondern auch im Außenbereich der „Dunklen Vergangenheit“ gedacht wird. Manche sind übrigens der Meinung, dass „Erinnern im Innern“ ein „banaler Reim“ wäre – gedacht war die gedankliche Beschäftigung mit der Vergangenheit und die Darstellung im Inneren des Gebäudes.

Zurück zur Bepflanzung. Mit den „Stadtbegrünern“ wurde vereinbart, dass wir die im 6-stelligen Bereich liegenden Kosten nicht bekannt geben werden. Nur die Tatsachenfeststellung, dass die Finanzierung wieder zur Gänze durch uns erfolgte, ließen wir uns nicht nehmen.

Wir brachten Leben auch auf die Außenmauern und machten aus Grau endlich naturnahes Grün! Dies entspricht auch den Bemühungen, für unsere mehr als 10.000 Tiere im Inneren des Zoos naturnahe Biotope zu schaffen und die Erhaltungszucht zu fördern.

75 Jahre nach Fertigstellung des ehemaligen Flakturms, der seit dem Jahre 1957 Zug-um-Zug von uns gemietet wurde und 2015 ins Eigentum übergegangen ist, präsentiert sich das Gebäude mit einer zeitgemäßen Außenansicht. Auf der Rückseite mit dem von Prof. Wilhelm Holzbauer konzipierten Tropenhaus, das bereits im Jahre 2000 eröffnet wurde, zur Gumpendorfer Straße hin mit einem vom Alpenverein betriebenen Klettergarten und Richtung Mariahilfer Straße mit einer durchgehend bepflanzten Betonwand.

Auch die Fertigstellung der Fassade auf der Vorderseite geht zügig voran und wird von unseren Gästen durchwegs positiv bewertet. Wie sagte der Bezirksvorsteher bei der heutigen Präsentation: “Mariahilf bekam mit dem adaptieren Äußeren des ehemaligen Flakturms ein zeitgemäßes Wahrzeichen“.  

Franz Six

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