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2020-08-13 05:35 | https://www.haus-des-meeres.at/en/History/iHistoryId__599.htm
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Wissenschaft und Forschung im HDM - der Science Day 2020

Bereits zum 6. Mal fand am 28.1.2020 der Science Day (früher Supporting Day) statt.

Prof. Dr. Walter Hödl und Frau Dr. Iris Starnberger moderierten den Abend. – musikalisch begleitet von „unserem“ Quartett. Die Stipendien an die jungen ForscherInnen wurden von Prof. Dr. Jörg Ott und Prof. Dr. Walter Hödl überreicht.

Zu Beginn erinnerte ich sowohl an die Entstehungsgeschichte unseres Hauses als auch an das Zustandekommen der Forschungspreise. Was mit der ersten österreichischen „Schaustellung“ von Meerestieren im Flakturm Esterhazy Park durch den Gründerverein GfM 1957/1958 begonnen hat, wurde bereits vor vielen Jahren zum wissenschaftlich geführten Zoo der Kat. A. Die Betreuung unseres Tierbestandes erfordert kontinuierliche Forschung und Beachtung weltweiter wissenschaftlichen Erkenntnissen und das führte zum aktuellen Namen des Vereins Haus des Meeres - Wissenschaft und Forschung.

Die 62-jährige Entwicklung des HDM war oft sehr mühsam, stabilisierte sich aber nach dem Bau des ersten Tropenhauses. Waren es davor jährlich rund 150.000 Gäste so konnten wir im 50. Jubiläumsjahr 2007 bereits 260.000 registrieren. Abgeleitet vom „Ring des Polykrates“ von Friedrich Schiller – wir hatten inzwischen auch das Dach für Besucher zugänglich gemacht (!) – empfand ich das dringende Bedürfnis „etwas zurückzugeben“. Der Vorstand stimmte zu und die Idee der „Forschungspreise“ ward geboren. Durch die Benennung nach den Namen unserer Pioniere Dr. Rupert Riedl und Dr. Ferdinand Starmühlner und später auch Hans und Lotte Hass konnten wir uns auch posthum für deren Leistungen für unser Haus bedanken.

In dieser Phase kontaktierte mich ein weiterer Pionier und Freund von Ferdinand Starmühlner, nämlich Manfred Christ -der „Mister Universum“ - und teilte mir mit, dass die ÖGH einen Ferdinand Starmühlner Preis planen würde aber die finanziellen Mittel nicht ausreichen würden. Wir einigten uns schließlich auf eine gemeinsame Dotierung und Ausrichtung im NHM.

Der erste Preisträger im Jahre 2008 war Andreas Maletzky – inzwischen Mag. Dr. und Präsident der ÖGH -. Sein Thema waren Kammmolche. Parallel dazu starteten wir mit unseren 2 Preisen. Prof. Dr. Jörg Ott und Dr. Daniel Abed-Navandi waren für die Organisation und Präsentation in unserem Haus verantwortlich.

Ab 2015 endete die Kooperation mit der ÖGH und wir beschlossen, diese finanziellen Mittel für den bereits erwähnten Hass Preis einzusetzen. So entstand der von Prof. Dr. Jörg Ott benannte Meeresschutzpreis, dem wir den Namen HANS UND LOTTE HASS gaben. Hans Hass, der am Tag der Veranstaltung 101 Jahre alt geworden wäre, war unserem Haus immer sehr verbunden und auch Ehrenmitglied.

Ab 2019 übernahm Dr. Michael Häupl – inzwischen Beiratsvorsitzender der HDM Stiftung – den Ehrenschutz und Prof. Hödl die Organisation der Forschungspreise.

Insgesamt haben wir bisher 35 Preise im Gegenwert von € 149.000 für die Forschung und € 10.000 für den Nachdruck des Riedl Standardwerkes „Fauna und Flora des Mittelmeeres“ für unsere jungen Forscherinnen und Forscher ausgegeben. € 159.000 für die Wissenschaft und Forschung!

Am Beispiel von Andreas Maletzky sieht man – es zahlt sich aus!

Die Preisträger 2020 sind: Prof. Dr. Ferdinand Starmühlner Der Preis ging an Marie Theres Pfeiffer die in ihrer Masterarbeit an der BOKU die holzzersetzenden Organismen im burgenländischen Fluss Lafnitz und die ökologische Bedeutung von Holz in Fließgewässern untersucht.

Prof. Dr. Rupert Riedl Preis: Dieser Preis ging an Lisa-Maria Schmidt für Ihre Masterarbeit über die Auswirkung von „Lichtverschmutzung“ auf die Bewohner von Korallenriffen im Roten Meer.

Prof. Dr. Hans und Lotte Hass: Sarah Zauner wurde von der internationalen Jury für ihre Arbeit über die weltweit bedrohten Seegraswiesen und die faszinierende Symbiose von Mondmuscheln, Seegras und Bakterien ausgewählt.

Vom Verband für Vivaristik und Ökologie (ÖVVÖ) und deren Präsidenten DI Andreas Schramm wurden erstmals Hobbyforscher ins Rampenlicht gerückt. Die Schülerin Melanie Schwayer gewann für Ihr Projekt an der LFS Hollabrunn zur Aufzucht von Chinesischen Rotbauchunken den „Junge Forscher-Preis“. Der Vivaristikpreis wurde an die Internationale Schildkröten Vereinigung für ihr langjähriges volksbildnerisches Wirken und ihr Engagement im Artenschutz verliehen.  

Den Abschluss des Science Day bildete eine von Prof. Dr. Walter Hödl hervorragen moderiert unterhaltsame Podiumsdiskussion, die Einblicke in die oftmals verborgene aber nicht minder faszinierende Forschungsarbeit im heutigen Haus des Meeres gewährte. Dir. Dr. Michael Mitic, Dr. Daniel Abed-Navandi, Mag. Michael Köck, Dr. Robert Riener  und ich durften zunächst aufs Podium. Die Herren berichteten fesselnd über unsere hervorragenden Forschungsergebnisse und wissenschaftlichen Erkenntnisse, nur ich konnte dazu keinen Beitrag leisten zumal mein Thema lautete: „Wie war die Forschung als ich 1965 angefangen habe“. Nun, geforscht haben Emmerich Schlosser und sein ehrenamtliches Team damals nach Elektrizität, Heizungsmöglichkeiten, Sanitärbereiche, Tierfutter und vor allem nach finanzieller Unterstützung für den Neubau der bereits stark angerosteten Aquarien.

Nun, das HAUS DES MEERES existiert immer noch und erlebt gerade wieder einmal einen großartigen Aufschwung. Das zeigt, dass wir auch bei den nicht gerade wissenschaftlichen Themen erfolgreich waren und sind!

Mehr darüber erzählte zum Abschluss GF Hans Köppen und berichtete Einzelheiten über unseren großartigen und eigenfinanzierten Zubau, der nach eineinhalb Jahren im Außenbereich demnächst fertig gestellt wird. Die Erweiterung auf 8.000 m2 Gesamtfläche kommt vor allem unseren Tieren zugute. Kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen runden das künftige Bild unsers Natur- und Kultur-Hauses ab.

Franz Six

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