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Amtliche Schließung des HAUS DES MEERES

Die nachstehende Verordnung traf uns wie ein Keulenschlag: 

„BUNDESGESETZBLATT FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2020 Ausgegeben am 15. März 2020 Teil II 98.Verordnung gemäß § 2 Z 1 des COVID-19-Maßnahmengesetzes 98.Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz gemäß § 2 Z 1 des COVID-19-Maßnahmengesetzes. Auf Grund von § 2 Z 1 des COVID-19-Maßnahmengesetzes, BGBl. I Nr. 12/2020, wird verordnet: 

§ 1. Zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 ist das Betreten öffentlicher Orte verboten…“

Zuvor hatten wir uns schon darauf eingestellt, dass nur 100 Besucher pro Stockwerk und Tag bzw. zu Veranstaltungen unserer Kultur~Welle eingelassen werden dürfen. Gleiches sollte ja auch für unser Restaurant Ocean’sky gelten. Unsere 86 Mitarbeiter wurden dementsprechend instruiert. Dann aber kam die komplette Schließung – erstmals seit Bestehen unseres Zoos seit dem Jahre 1958.

Unsere Bauarbeiten befanden sich im Finale und der Innenausbau war in vollem Gange. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits rund 15 Mio. in den Zubau investiert und wollten am 26. März nach der Teilfertigstellungsanzeige die erste Eröffnung vornehmen. Für den 16. April war ein weiterer Teil vorgesehen. 

Der Gästestrom war in den Monaten Jänner und Februar trotz Restbaustelle überaus erfreulich und gab uns Anlass, den Masterplan im positiven Sinne zu überarbeiten. Zu diesem Zeitpunkt war nicht einmal die Hälfte unseres genehmigten Kreditvolumens abgerufen. 

Dann kam das gesetzlich verordnete AUS und von einem Tag auf den anderen hatten wir keinen Euro an Einnahmen mehr, zumal nicht nur der Zoo, sondern auch sämtliche Nebeneinrichtungen zu schließen waren. Bei dieser Gelegenheit ist es erneut notwendig darauf hinzuweisen, dass wir keinerlei Unterstützung seitens der öffentlichen Hand seit dem Jahre 2010 erhalten und auf unsere Einnahmen sowohl für den laufenden Betrieb als auch für sämtliche Investitionen angewiesen sind! 

Inzwischen gibt es eine Fülle von angekündigten Unterstützungsmöglichkeiten, aber bisher floss kein Euro. 

Natürlich haben wir beim Bund und der Stadt Wien um Unterstützung gebeten, die Anmeldungen für Kurzarbeit beim AMS abgegeben und alle möglichen Förderungsmöglichkeiten über die Ministerien und Kammern ausgelotet, aber bis zur Stunde heißt es nur: “BITTE WARTEN“. 

Das entbindet uns allerdings nicht von der Verpflichtung Rechnungen zu bezahlen, laufende Kosten zu begleichen und unserem Team die Gehälter und Löhne auszuzahlen. 

Die Situation ist somit mehr als trist und daher hoffen wir zuversichtlich, dass nun in Kürze jene Beträge erstattet werden, die uns durch die verordnete Schließung abhanden gekommen sind. 

Wie sagte Dir. Dr. Michael Mitic so treffend im TV: „Wenn nichts kommt, ist es nicht eine Frage von Monaten sondern von Wochen… 

Ich hoffe, dass unsere weit über die Grenzen Österreichs bekannte Wiener Top-Ten-Sehenswürdigkeit diese Krise überstehen wird und die vor mehr als 62 Jahren gestarteten, ehrenamtlichen Anstrengungen vieler ambitionierter Menschen unverschuldet nicht umsonst waren!   

Franz Six      

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