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„Vier plus vier macht zwölf“ – die spinnen, die Haus des Meeres Mitarbeiter, wenn es um Fischnachwuchs geht2021-05-24

Was hier auf den ersten Blick wie ein grober Rechenfehler aussieht, ist nichts anderes als der Haus des Meeres interne Code für „unsere Vieraugenfische haben Nachwuchs bekommen“.

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Der Jungfisch (rot umrandet) zwischen Mama und Papa

Tatsächlich wurden unsere Mitarbeiter jüngst von einem fünf Zentimeter langen Jungfisch im Brackwasserbecken im Tropenhaus überrascht, in dem unsere Vieraugenfische leben. Natürlich war bekannt, dass sich Nachwuchs einstellen würde – Vieraugenfische sind lebendgebärend und Mama Vierauge machte kein Hehl aus ihrer Schwangerschaft. Allerdings dauert eine Schwangerschaft bei diesen seltsam anmutenden Tieren schon mal acht Wochen und es waren keine Anzeichen einer unmittelbar bevorstehenden Geburt zu sehen. Umso größer war die Freude, als Vieräuglein plötzlich überraschend neben Mama und Papa auftauchte.

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Am linken Bild kann man den Grund für den Namen „Vieraugenfisch“ erkennen – am rechten Auge kann man zwei schwarze Pupillen erkennen.

Im Übrigen besitzen Vieraugenfische auch nur zwei Augen. Diese sind durch Membranen allerdings so weit verändert, dass jeweils zwei getrennte Pupillen entstehen, wodurch sie gleichzeitig über Wasser Fressfeinde im Auge behalten können und unter Wasser ihren Futterplatz gut im Blick haben. Das erweckt manchmal den Eindruck, als wären es vier Augen. Sicherlich von Vorteil, wenn man im flachen Wasser lebt und nur links und rechts flüchten kann.

Auch hatten wir mit unseren Exemplaren großes Glück. Paarbildung ist bei ihnen nämlich weniger von Sympathie abhängig als von körperlicher Kompatibilität. Während Männchen ihr Fortpflanzungsorgan nur links oder rechts schwenken können, sind Weibchen wiederum nur links oder rechts empfänglich. Bei aller Liebe kann es also durchaus passieren, dass zwei Vieraugenfische einfach überhaupt nicht (anatomisch!) zusammenpassen und sich gebrochenen Herzens andere Partner suchen müssen.

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