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Warum Zoos wichtig sind

1. Wissenschaftliche Zoos sind längst keine Schausteller mehr (sie präsentieren nicht Tiere per se sondern versuchen Lebensräume darzustellen)

 

2. Aufgabe moderner Zoos:

  • Bildung (Vermittlung von Wissen, das schlussendlich den Tier- und Artenschutz forcieren soll – was der Mensch nicht persönlich kennt, schützt er nicht; Bildschirme sind kein Ersatz für jenes persönliche Empfinden und jener Emotion, wenn man einem Tier Auge in Auge selber gegenüber steht)
  • Forschung (Erwerb von Wissen über Biologie, Fortpflanzung, Ernährung, Verhalten, Krankheiten,…) 
  • Arterhaltung (Haltung und Zucht auch von Arten, die nicht so populär wie z.B. Pandas sind)
  • Naturschutz (die gehaltenen Tiere sind Botschafter ihrer Art)

 

3. Lebensraumverlust verpflichtet zur Haltung in Menschenobhut

  • Populationsrückgänge von sogenannten „key species“ in den letzten 30 Jahren liegen zwischen etwa 40% bei Meeres- und Landtieren und bis zu 75% bei Süßwassertieren
  • vom Aussterben bedroht: 12% der Vögel – 21% der Säuger – 28% der Reptilien – 30% der Amphibien – 35% der Wirbellosen – 37% der Süßwasserfische

 

4. Große Artenvielfalt zu erhalten ist Voraussetzung für das Überleben des Menschen (alles basiert auf Nahrungsnetzen und – pyramiden; sterben Einzelelemente aus, hat das einen Effekt auf alle anderen)

 

5. Die Nachzuchten in Zoos dienen nicht nur dazu, dass es eigene Zoopopulationen mancher Arten gibt und so keine Tiere mehr dem natürlichen Lebensraum entnommen werden – im Gegenteil, Zootiere werden auch wieder ausgewildert und dienen als Genpool für bedrohte Arten. Es gibt internationale Zuchtbücher für viele gefährdete Tierarten (EEPs, ESBs,…), die dazu dienen, die Zucht zwischen den Zoos zu steuern und zu koordinieren.

 

6. Zoos sind untereinander vernetzt, um sowohl Nachzuchttiere als auch das Know How betreffend Haltung und Zucht zu verbreiten. Das Haus des Meeres ist Mitglied beim

 

  • Weltzooverband WAZA (World Association of Zoos and Aquaria)
  • Europäischer Zooverband EAZA (European Association of Zoos and Aquaria)
  • Verband der europäischen Aquariumskuratoren EUAC (European Union
  • of Aquarium Curators)
  • Verband der Zoologischen Gärten VdZ (Vereinigung wissenschaftlich geleiteter Zoos im deutschsprachigen Raum)
  • Österreichischer Zooverband OZO (Österreichische Zooorganisation)

 

7. Tierhaltung: es ist nicht der richtige Zugang, Tiere zu vermenschlichen bzw. persönliche Bedürfnisse oder Gefühle direkt auf Tiere zu übertragen. Zum Beispiel: ein Zaun vermittelt dem Menschen das Gefühl des „eingesperrt sein“ – für ein Tier kann ein Zaun aber Schutz und Barriere gegenüber Feinden bedeuten – also aus Sicht des Tieres positiv beurteilt werden.

 

8. Tierschutzgesetz: in Österreich regelt das bundesweit geltende Tierschutzgesetz die Haltung von Wirbeltieren für Privatpersonen genauso wie für Zoos o.ä. Es wurde von Experten entwickelt und gibt Mindestgrößen, Einrichtung etc. vor. Dies soll eine gute Tierhaltung gewährleisten.

 

9. Tiere in Zoos

  • werden oft älter als in freier Wildbahn (Tierarzt; alte Tiere fallen in freier Natur öfter Räubern zum Opfer,..)
  • kein Stress durch Räuber
  • keine Verletzungen, die zum Tod führen auf Grund von Raufereien mit Artgenossen
  • kein Stress durch Futtersuche
  • dies entspricht eigentlich nicht der Natur ist aber Teil des Tierschutzes

 

 

10. Tiere in freier Natur

  • Oftmals haben unsere Fische in den Aquarien größere Reviere als in freier Natur (z.B. Anemonenfische). Dort gibt es für uns unsichtbare Grenzen durch Räuberdruck oder Territorien von Artgenossen. Die freie Natur ist nicht so frei, wie sie auf den ersten Blick wirkt.

 

11. Haus des Meeres

  • Beispiele für Tierarten die via internationale Zuchtbücher (ESPs, EEPs) gemanagt werden und wo das Haus des Meeres mitmacht: Nashornleguan, Malaysische Riesenschildkröte, Riesen-Gürtelschweif, Schwarzpitzenhai, Stierkopfhai
  • Das Haus des Meeres führt das Zuchtbuch für Blaupunkt-Stechrochen selbst und koordiniert damit die europaweite Nachzucht.
  • Das Haus des Meeres beteiligt sich an einem Zucht- und Auswilderungsprojekt für die fast ausgestorbenen Krokodilschwanz-Höckerechsen.
  • Das Haus des Meeres züchtet bereits in der 7.Generation Seepferdchen. Unsere Nachzuchten finden sich nichtnur in ganz Europa sondern sogar in Hongkong.
  • Das Haus des Meeres unterstützt ein Projekt zur Zucht und Auswilderung Mexikanischer Hochlandkärpflinge. Es ist im Haus des Meeres gelungen, aus einer ehemaligen Gruppe von 8 Individuen (die letzten ihrer Art!) wieder eine richtige Population zu machen. Auch Auswilderungsprojekte sind bereits im Gange.
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