21.10.2018 05:58 | https://www.haus-des-meeres.at/de/Geschichte/iHistoryId__132.htm
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Vergangenheit und Zukunft

 

Vor einigen Monaten schlug mir Frau Kolar, die Präsidentin des Fördervereins "Freunde des Haus des Meeres", vor, doch bei der letzten Veranstaltung im Dezember einen Vortrag zum Thema „Vergangenheit und Zukunft“ zu machen. 

Zunächst dachte ich – kein Problem - nach 45 Jahren meiner ehrenamtlichen Tätigkeit für das Haus des Meeres gibt es unendlich Vieles zu erzählen, da brauche ich mich nicht speziell darauf vorzubereiten. 

Später kam mir die Idee, dass dieser Termin ein Ansporn sein könnte, die „Geschichte“ auf unserer Homepage endlich mit den Jahren der 1. Periode zu ergänzen – ein Zeitraum von 1957 bis 1965 über den es so gut wie keine Informationen gab.

 

Wie ist das möglich, werden sie fragen – nun, das ist eine längere Geschichte.

 

Als Schlosser Anfang 1966 gemeinsam mit ein paar Idealisten die Reste der 1. Periode übernahm – 40 Aquarien, davon 37 unbrauchbar – und 77.000 Schilling Schulden, kam es zu einer sehr kurz gehaltenen „Übergabe“. Die Enttäuschung über das Scheitern war wohl zu groß und die damaligen Verantwortlichen kamen auch später nicht mehr zu uns.

 

Auch ich interessierte mich damals kaum für die Historie und als ich später einmal einige Ordner zur Hand nahm, in denen über „Fangfahrten“ detailliert berichtet wurde, nahm mein aufkeimendes Interesse sofort wieder ab, denn da wurde über vieles berichtet, nur nicht über den eigentlichen Zweck der Reisen. Daher war ich damals auch nicht böse, als Emmerich Schlosser eines Tages die meisten Ordner einfach verheizte – es war ja kalt im Flakturm und die Ölradiatoren fraßen viel Strom, daher war der „Kanonenofen“ aus der Besatzungszeit hoch willkommen…

 

Früher fiel dieses Informationsloch auch kaum auf, da das was wir hatten, fortlaufend beschrieben war. Seit jedoch die neue Homepage „online“ ging, störten mich die vielen leeren Jahresblätter.

 

Die noch aufzuarbeitenden Unterlagen ab 1966 habe ich selbst fleißig gesammelt aber für die Zeit davor gab es praktisch – bis auf einen Ordner - nichts mehr. Also machte ich mich auf und besuchte Ministerien, die Vereinsbehörde und diverse Magistratsabteilungen sowie Antiquariate und begab mich natürlich auch ins Internet, aktivierte diverse Suchdienste und sprach mit Zeitzeugen.

 

Schließlich hatte ich einiges Material um etwas Licht ins Dunkel der Vergangenheit zu bringen und weil zum Haus des Meeres natürlich auch der Flakturm dazugehört, erweiterte ich schließlich auch mein Archiv über den Turmbau und plötzlich landete ich im 18. Jahrhundert beim Palais Kaunitz, dessen englische Parkgestaltung exakt auf dem Areal des heutigen Esterhazyparks vorgenommen wurde.

 

Somit war klar, dass ich beim Vortrag über die 1. Periode nicht hinaus kommen würde und es blieben auch nur mehr wenige Minuten, um über unsere künftigen Projekte zu informieren – aber über ungelegte Eier soll man ohnehin nicht zulange „gackern“.

 

Glücklicher Weise hatte Frau Kolar auch noch einen „Illusionisten“ bestellt und so fand der Abend doch noch einen versöhnlichen und vor allem lustigen Abschluss im "Zauberstreit" mit meiner "technischen Assistentin" MMag.a Sylvia Mayrhofer! 

 

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