Am 7. Februar wird der Reverse the Red Day gefeiert: Ein Tag, der Erfolge im Artenschutz vor den Vorhang holt und zeigt, dass sich das "Rot" der IUCN‑Roten Liste, dank intensiver internationaler Schutzmaßnahmen, tatsächlich umkehren lässt. „Auch in Österreich ist Engagement gefragt: Mehr als 3000 Tier- und Pflanzenarten stehen auf der Roten Liste. Die Bedrohungsfaktoren sind menschengemacht, also liegt es auch an uns, den Trend umzukehren!“, betont Zoodirektor Jeff Schreiner.
2025 gab die positive Neubewertung der Grünen Meeresschildkröten als „aktuell nicht gefährdet“ Grund zur Freude. Im Haus des Meeres wird die Entwicklung der Wildpopulationen zweier erfolgreich gezüchteter Arten besonders aufmerksam verfolgt: Bei den Bürstenschwanz‑Rattenkängurus sowie der Bayerischen Kurzohrmaus hat sich der Status in den letzten Jahren verbessert.
Trotz solcher Lichtblicke bleibt der Artenschutz, angesichts des globalen Artensterbens, eines der zentralen Themen unserer Zeit. „Uns ist bewusst, dass wir uns im sechsten Massenaussterben befinden. Dennoch ist es essenziell, Erfolge sichtbar zu machen – sie geben Mut und zeigen, dass Schutzmaßnahmen auch Wirkung entfalten.“, betont Schreiner. Das Haus des Meeres sieht es daher als Kernaufgabe, Bewusstsein zu Artenvielfalt und Ökosystemen verständlich und nachhaltig zu vermitteln. Der Reverse the Red Day erinnert daran: Artenschutz geht uns alle an und funktioniert nur wenn wir gemeinsam handeln!