Nachwuchsfreude bei den Bambushaien im Haus des Meeres! Die ersten Jungtiere sind bereits geschlüpft, während weitere Eier noch einen faszinierenden Blick in die Embryonalentwicklung zulassen. Die Eikapseln wurden in der Kinderstube im 3. Stock extra so platziert, dass die Besucher*innen mit etwas Glück, erste Bewegungen der Jungtiere im Ei live beobachten können.
Die jungen Bambushaie (Chiloscyllium griseum) entwickeln sich über mehrere Monate geschützt im Ei. Der mit einem Hühnerei vergleichbar große Dotter dient dem Jungtier in dieser Zeit als Nahrung und wird nach und nach aufgezehrt. Gleichzeitig wächst der anfangs fadenförmige Embryo zu einem jungen Hai mit einer Körperlänge von rund 10 cm heran. Nach dem Schlüpfen sind die jungen Bambushaie wie alle anderen Knorpelfische sofort selbstständig und werden nicht weiter versorgt.
Wissenschaftlich geführte Zoos arbeiten seit Jahren erfolgreich daran, immer mehr Tierarten selbst zu züchten. „Die Anzahl der Wildfänge in Aquarien wie dem Haus des Meeres ist verschwindend gering im Vergleich zu der Menge an Meeresfischen, die allein in Wien täglich zu Mittag auf den Tellern landen“, erklärt Zoodirektor Jeff Schreiner. „Wir setzen gezielt auf Nachzuchten und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Haltung faszinierender Meerestiere. Sie sind bereits an unsere Haltungsbedingungen angepasst und erweisen sich im Vergleich zu Wildfängen als deutlich robuster und gesünder. Gleichzeitig stehen unsere Nachzuchten für mehr als nur einen kurzen Moment der Freude. Sie sind ein klares Zeichen für verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln, bei dem das Wohl der Tiere stets an erster Stelle steht.“
Dies ist nur eine der vielen Arten, die erfolgreich gezüchtet wird. So wird Meeresbiologie im Haus des Meeres für Besucher*innen täglich von 9 bis 20 Uhr live erlebbar.