21.10.2018 20:53 | https://www.haus-des-meeres.at/de/Geschichte/iHistoryId__310.htm
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Einnahmenrückgang

 

Im Vorjahr hatten wir erneut die 200.000 Besucher Marke überschritten, aber seit März blieben die schon gewohnten Einnahmenzuwächse aus - ein Rückgang war zu verzeichnen. Natürlich trug auch der extrem heiße Sommer zu dieser unerfreulichen Entwicklung bei. Als sich auch im September die Situation kaum änderte, musste ich handeln. 

Wir beschlossen mit einem Appell an die Öffentlichkeit zu gehen um wieder mehr Besucher ins Haus zu bekommen. Gleichzeitig setzten wir intern den Rotstift an und reduzierten u.a. unser Team von 13 auf 11 Mitarbeiter.  

Dr. Mitic, unser "Face to the Customer" informierte absprachegemäß die Medien mit dem Hinweis, dass die Situation dramatisch sei und wir dringend darum bitten, dass "die Leute wieder ins Haus des Meeres kommen!" 

Die Information verbreitete sich blitzschnell und wir konnten uns der besorgten Anrufer kaum mehr erwehren. 

Dann kamen die Zeitungen auf den Markt und es hagelte Schlagzeilen wie z.B.: 

"Haus des Meeres droht jetzt der finanzielle Untergang", 

„Jahrhundert-Sommer trieb Haus des Meeres in Ruin“, 

„Haus des Meeres sendet SOS“, 

„Haus des Meeres kämpft gegen den Untergang“, 

„Angst um Haus des Meeres“

 

und so ging es weiter.

 

Die Bezirkspolitik formierte sich und verlangte einen sofortigen Krisengipfel zur Rettung des Haus des Meeres  - da wir ja „wesentlich zur Belebung von Mariahilf beitragen“ - aber das „Rathaus“ blockte sofort mit dem Hinweis ab, dass kein Geld da wäre, man jedoch nach Wegen suchen werde um uns zu helfen.  

Schon ganz am Beginn der Kampagne erhielt ich einen Anruf von Frau Vizebürgermeister Grete Laska, die mir mitteilte, dass sie gerade aufgefordert wurde, ihre Kur abzubrechen und sofort nach Wien zurückzukommen um mit uns einen Ausweg zu suchen. Nun, ich konnte sie beruhigen und ihr mitteilen, dass es sich nur um einen Appell an unsere Besucher gehandelt hat, wieder verstärkt zu uns zu kommen. Der Besucherrückgang von 18% wäre zwar schmerzlich, aber die Situation durchaus unter Kontrolle. 

Fazit: Frau Laska blieb wo sie war und wir nahmen uns vor, bei Presseaussendungen noch vorsichtiger zu agieren. 

PS.: Natürlich freuten wir uns auch ein bisschen, dass die Öffentlichkeit soviel Anteilnahme gezeigt hatte – zumindest verbal! 

PPS. Die Subvention wurde 5 Monate später für das Jahr 2004 um 10 % gekürzt!

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