24.04.2018 03:05 | https://www.haus-des-meeres.at/de/Geschichte/iHistoryId__449.htm
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Die Eröffnung


Es war unbeschreiblich – schön!

Sogar der Himmel hatte ein Einsehen und die Sonne kam durch. Die Tage davor hatte es noch  geregnet…

Unsere großartige Mannschaft hat es, gemeinsam mit den engagierten Projektpartnern - wie immer – in letzter Sekunde geschafft, mit allem Wesentlichen fertig zu werden und unsere Gäste waren begeistert.

Es kamen diesmal doppelt so viele als Rückbestätigungen eingelangt sind,  daher waren die 70 Sitzplätze rasch besetzt und rundherum und „am Balkon“ wurde um die noch vorhandenen Stehplätze „gekämpft“. Aber der neue Veranstaltungssaal bietet ohnehin aus jeder Perspektive Interessantes.

Da wären zunächst die Hammerhaie und Rochen, die bereits durch das Fenster im Aufzug und danach vom Gang durch die Bullaugen zu sehen sind. Das neue 150.000 Liter Aquarium ist das zweitgrößte im Haus und beeindruckt besonders durch die vielen Einschaumöglichkeiten. Völlig neu ist zum Beispiel, dass die leicht konvexe Scheibe bis zum  Boden geht. Dahinter fällt der Beckengrund dann bis zu einer Tiefe von etwa 2 Meter langsam ab.

Becken dieser Größe brauchen immer Monate, bis das Wasser wirklich glasklar wird, aber der aktuelle Zustand ist deshalb auch so toll, weil man – wie im Meer - den Eindruck bekommt, dass die Hammerhaie aus dem Nichts daher kommen.

Neben dem Aquarium sind in Form eines Fries, die Schnittstellen der alten 70 cm Betondecke des früher 190 cm hohen Raumes zu sehen. Man erkennt, wie zunächst Bohrungen stattgefunden haben und danach die Diamantschnitte erfolgt sind. Dahinter verbirgt sich der Kommandoraum des ehemaligen Flakturms, der zum Museum umgestaltet und dessen Fläche durch einen Zubau nahezu verdoppelt wurde.

Bereits beim Saaleingang passiert man eine geschliffene 300 cm starke Stahlbetonwand, die den ehemaligen „Radarsilo“ umfasste und im Außenbereich sogar 350 cm aufweist.  Danach folgt der Aufgang zum Balkon. Dabei  handelt es sich um jene Ausnehmung in der Außenmauer, wo der alte Kran seinen Ausleger ausschwenken konnte.

Leider wurde es uns nicht ermöglicht,  diesen Balkon größer zu gestalten  und wir mussten sogar den Sockel im Saal belassen, damit die „SCHRIFT“ von Lawrence Weiner an der Außenseite in keiner Weise beeinträchtigt wird. Trotzdem ist der Blick vom nunmehr eingeglasten Balkon auf die Stadt und die untere Terrasse einfach großartig.

Der Saal selbst bietet mit seinen 160 m2 sowie den Sanitärbereichen alle Möglich-keiten,Veranstaltungen jeglicher Art abzuhalten. Wie im kleineren Rahmen bisher im 9.Stock können hier Kunst und Kultur ebenso präsentiert werden wie zum Beispiel naturwissenschaftliche Vorträge und Seminare. Der Raum kann entweder separat oder in Kombination mit dem 200 m2 OCEANSKY am Dach gebucht werden. Somit sind Veranstaltungen bis zu 120 Personen problemlos möglich.

Das neue Stiegenhaus vom 9. Stock bis zum Dach wurde erneut kunstvoll von OLIVER VON FEISTMANTL gestaltet und steht im totalen Kontrast zur„Alten Stiege“, wo außer der Stufenhöhe der Originalzustand erhalten geblieben ist. Ein Museumsbesuch beginnt somit bereits im 9. Stock und endet im ehemaligen Kommandoraum, der von  Herrn Dr. Marcello La Speranza derzeit mit vielen neuen Exponate bestückt und ausstellungsreif gemacht wird.

Ab Ebene 10 führen dann gleich zwei neue Treppen hinauf ins OCEANSKY. Der Name entstand aus der Überlegung, dass man bei uns nicht nur das Meer (und deren Bewohner) sondern auch den Himmel in seiner ganzen Pracht ganzjährig bewundern kann.In der schönen Jahreszeit ist es sogar möglich im „Schanigarten“ auf der 265 m2 großen Dachterrasse zu sitzen und durch die – ausschließlich aus Glas bestehende - Turmumrandung  direkt auf die Wiener Innenstadt und die herrliche Umgebung zu blicken - aus dem geographischen Zentrum Wiens - vom einzigen zugänglichen Flakturmdach!

Während tagsüber der zurückgesetzte Glasbau in der Regel  allen Zoobesuchern zur Verfügung steht und zum Verweilen bei Kaffee und Kuchen einlädt, sind für die Abende und Nachtstunden Veranstaltungen mit Catering Service möglich und vorgesehen. Auf diese Weise versuchen wir, als private, gemeinnützige Institution, die 3,5 Mio. Baukosten – die ohne öffentliche Gelder aufgebracht werden mussten – langsam wieder einzuspielen.

„Unser“ Turm verfügt nun über rund 5.000 m2 Flächen für Tier und Mensch. Ab sofort konnte durch die erstmalige Öffnung von fast 1.000 m2 die maximale Besucherahl von gleichzeitig bisher 480 auf 600 erhöht werden. Mehr Besucher gleichzeitig sind nicht möglich und wurden auch nicht angestrebt. Bei uns sollen die Besucherinnen und Besucher einen möglichst störungsfreien Rundgang machen können und das Erlebnis Mensch – Tier genießen. Da es leider  trotz aller Maßnahmen gelegentlich zu einem kleineren Gedränge kommen kann, haben wir auch die Riege unserer Guides verstärkt und die Klimatisierung des gesamten Gebäudes vorgenommen.

Was wir noch dringend anstreben, sind Außenaufzüge – sogenannte Panoramalifte. Einer für jene Besucher, die nur die einmalige Aussicht und unser Service am Dach genießen wollen und dafür keinen Zooeintritt  zahlen möchten. Einen zweiten auf Wunsch der Feuerwehr für den Ernstfall. Dieser Lift sollte aber auch für die dringende Entlastung unseres Innenaufzugs sorgen und bei Wartungsarbeiten und etwaigen technischen Problemen als Reserve dienen.

Ja und schließlich halten wir auch noch eine weitere Hoffnung aufrecht. Der verwitterte und unansehnliche Beton der freien Außenwände wird immer öfter heftig  kritisiert. Eine andere Gestaltung unter Beibehaltung der markanten Baustrukturen könnte nicht nur der Sicherheit der Parkbesucher dienen, sondern auch in geeigneter Form auf den dahinter liegenden Zoobereich hinweisen. Ganz nach dem Motto des Turmmuseums:  ERINNERN IM INNERN.

Die Gäste unseres Openings waren, wie eingangs erwähnt, zahlreich, hochrangig, liebenswürdig und teilweise weit angereist, sehr weit sogar. So hatte ich die Freude, den Pionier der 2. Periode unseres Hauses, den inzwischen 80 jährigen Emmerich Schlosser - direkt aus Australien kommend - zu begrüßen. Hätte es ihm im Jahre 1966 nicht gegeben, wer weiß, ob es dann heute noch ein HAUS DES MEERES geben würde…

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