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02.09.2026

Nachwuchs bei den Adlerrochen - Haus des Meeres gelingt besonderer Zuchterfolg

Im Haus des Meeres gibt es Grund zur Freude: Erstmals ist die Nachzucht des Gewöhnlichen Adlerrochens (Myliobatis aquila) gelungen. Im Gegensatz zum Namen ist der Nachwuchs dieser vom Aussterben bedrohten Art eine Besonderheit! Die drei jungen Rochen Niklas, Bobby und Freywilla sind wohlauf und entwickeln sich hervorragend.

Der Gewöhnliche Adlerrochen ist im Ostatlantik von den Britischen Inseln bis nach Südafrika sowie im Mittelmeer beheimatet. Wie viele Knorpelfische wächst auch er langsam, wird erst spät geschlechtsreif und bringt nur wenige Nachkommen zur Welt. Nach einer Tragzeit von rund sieben Monaten werden meist nur drei bis sieben vollständig entwickelte Jungtiere geboren. Diese geringe Fortpflanzungsrate macht Adlerrochen besonders anfällig für Bestandsrückgänge und erschwert die Erholung natürlicher Populationen.

Zu den wichtigsten Ursachen für den Rückgang der Bestände zählt die Fischerei mit schweren Grundschleppnetzen, die zum Fang von Garnelen, Muscheln und bodenlebenden Fischen eingesetzt werden. Adlerrochen geraten dabei häufig als Beifang in die Netze. Gleichzeitig werden die sandigen und schlammigen Meeresböden, die ihren bevorzugten Lebensraum darstellen, durch diese Fischereimethode stark beeinträchtigt. Umso bedeutender ist die erfolgreiche Nachzucht im Haus des Meeres!

„Wir freuen uns sehr über diesen besonderen Zuchterfolg“, betont Daniel Abed-Navandi, Stv. Zoodirektor und Kurator Aqua des Haus des Meeres. „Die erfolgreiche Nachzucht in menschlicher Obhut ist ein wichtiger Schritt hin zu nachhaltigen Aquarienbeständen. Gleichzeitig gewinnen wir mit unseren jungen Adlerrochen nicht nur neue Botschafter für den Schutz der Meere und ihrer bedrohten Bewohner, sondern auch wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse über ihre Entwicklung, Biologie und ihr Verhalten. So erweitern wir unser Verständnis für diese faszinierenden Meeresbewohner und leisten einen wichtigen Beitrag zu ihrem Schutz.“

Niklas, Bobby und Freywilla wurden durch jenen Mit
Niklas, Bobby und Freywilla wurden durch jenen Mitarbeiter*innen benannt, die die Geburt bemerkten und rasch die sichere Bergung der Jungtiere einleiteten.
Der Rochennachwuchs wird derzeit mit kleinen Garne
Der Rochennachwuchs wird derzeit mit kleinen Garnelen und fein geschnittenen Fischstücken gefüttert.
Mit einer aktuellen Scheibenbreite von rund 20 cm
Mit einer aktuellen Scheibenbreite von rund 20 cm werden die jungen Adlerrochen derzeit hinter den Kulissen in speziellen Aufzuchtbecken betreut.
Bis die Jungtiere groß genug sind, um zu den Elte
Bis die Jungtiere groß genug sind, um zu den Elterntieren in den Atlantiktunnel umzuziehen, wird es noch etwas dauern.