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Ebene 6

Auf Ebene 6 erwartet Sie ein Artenschutzprojekt zu einheimischen Stören, unsere Auffangstation für verwahrloste und beschlagnahmte Exoten sowie die Meeresschutzausstellung „Wir und das Meer“.

Im Haus des Meeres werden Fische aus allen Teilen der Welt präsentiert, und auch Fische aus heimischen Gewässern haben natürlich ihren Platz. In Zusammenarbeit mit dem LIFE-Boat 4 Sturgeon Projekt wird hier seit Juli 2024 die Aufzucht von Stören gezeigt. Rund 40 Sterlet-Jungtiere sollen zukünftig als Elterntiere die Störpopulation in der Donau erhalten. Der Nachwuchs wird im Rahmen des Projektes in der Donau ausgewildert. Bis zum Abschluss des Projekts im Jahr 2030 werden mehr als 1,6 Millionen Jungfische im Donauraum ausgesetzt.
Störe gelten als die am stärksten bedrohte Tiergruppe weltweit: Lebensraumverlust, blockierte Wanderrouten und illegale Fischerei für den Konsum von Kaviar machen ihnen zu schaffen. Mit dem Projekt LIFE-Boat 4 Sturgeon verfolgen internationale ProjektpartnerInnen das Ziel, die verbleibenden vier Störarten in der Donau vor dem Aussterben zu bewahren. Von 2022 bis 2030 sind sechs Maßnahmen geplant, um die Störarten Sterlet, Waxdick, Sternhausen und Hausen zu retten.

Seit April 2026 gibt es eine neue Auffangstation für Reptilien und Amphibien im Haus des Meeres: Herzstück der Anlage ist die große Glasfront, die transparente Einblicke in die Betreuung der Tiere ermöglicht. Besucher*innen können so hautnah erleben, wie moderne Exotenpflege funktioniert. Die rund 40 modernen Terrarien bieten optimale Voraussetzungen für eine erste Quarantäne, notwendige medizinische Behandlungen sowie eine tiergerechte Pflege. Reptilien und Amphibien wie Bartagamen, Geckos, Schlangen, Schildkröten oder Pfeilgiftfrösche finden hier ebenso ein Zuhause auf Zeit wie Wirbellose – von Achatschnecken bis hin zu Vogelspinnen. Unser Ziel ist es, möglichst viele dieser Tiere in fachkundige Hände zu vermitteln und ihnen damit eine zweite Chance zu geben. Interessierte Halter*innen werden vom Team der Auffangstation gerne beraten.
Die Schirmherrschaft über das Exoten-Tierheim hat der österreichische Kammersänger Clemens Unterreiner, bereits langjähriger Ehrenpate im HdM, inne: Naturschutz, Artenschutz und Tierschutz liegen ihm seit jeher am Herzen. Gewidmet ist Auffangstation Dr. Kurt und Evelyn Kolar für ihr langjähriges Engagement und ihre große Hingabe in der Exotenpflege.

Einmal Perspektive wechseln? Dann folgen Sie uns in unseren Ausstellungsraum! Beim Besuch von „Wir und das Meer“ können Sie in die Unterwasserwelt „eintauchen“: Unsere Meeresschutzausstellung beschäftigt sich mit Meeresnutzung und Meeresverschmutzung und möchte aufzeigen, wie viel jeder Einzelne von uns tun kann, um zum Schutz der Meere beizutragen. Ein großes und wiederkehrendes Thema ist natürlich auch der Müll, insbesondere der Plastikmüll. Der „Müllstrudel“ ermöglicht es Ihnen, sich auch mal wie ein Fisch unter einem an der Oberfläche treibenden Müllteppich zu fühlen – beeindruckend und beklemmend zugleich. Bei der gesamten Ausstellung wurde darauf geachtet, Stoffe zu verwenden, die im täglichen Betrieb des Haus des Meeres als Müll angefallen wären. So wundert es nicht, dass Recycling und Upcycling als wichtige Schwerpunkte an mehreren Stationen zu finden sind.

Junger Sterlet im Donabecken im OG6
Blick auf den Müllstrudel in der Meeresschutzausstellung im OG6
Blick durch die Glasfront der neuen Auffangstation im OG6
Kammersänger Clemens Unterreiner mit einer Boa constrictor