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World Ocean Day 2026

Groben Einschätzungen zufolge landen bis zu 19 Millionen Tonnen Müll jährlich in unseren Ozeanen. Dort richtet er unermesslichen und teilweise nicht mehr gutmachbaren Schaden an Tierwelt und ganzen Ökosystemen an. Es ist dringend Zeit, etwas gegen die Ursachen der Verschmutzung zu tun! 2009 wurde der World Ocean Day von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, der jedes Jahr am 8. Juni auf die Thematik aufmerksam macht.

Infopoint

Was kann jeder von uns gegen die eskalierende Verschmutzung unserer Ozeane tun? 
Wir informieren am World Ocean Day 2026 vor Ort im Haus des Meeres!

Allgemeines

  • Nur rund 5% des Meeres sind bisher erforscht.
  • Nur etwa 8% des Meeres stehen unter Schutz, wobei nur 2% vollständig vor Fischerei geschützt sind.
  • Der Mensch beschleunigt das natürliche Artensterben um den Faktor 1000.

Massentourismus

Die Hälfte des an Mittelmeerstränden gefundenen Mülls stammt vom Tourismus. Der überwiegende Teil davon ist Plastik.

Müll / Plastikmüll

  • Jährlich werden 19 Millionen Tonnen Müll ins Meer entsorgt. Das ist mehr als der Inhalt eines Müllautos pro Minute.
  • Der größte Müllstrudel treibt im Nordpazifik und bedeckt eine Fläche von 1,6 Millionen Quadratkilometer Fläche. Das ist 19-mal so groß wie Österreich!
  • Geisternetze sind verlorengegangene Fischernetze, die im Meer treiben und für Tiere gefährlich sind.
  • Der Großteil an Plastik gelangt über Abwässer und Flüsse ins Meer.
  • 150 Millionen Tonnen Plastik befinden sich im Meer, wovon etwa 80% vom Land stammen. 50% davon sind wiederum Einwegplastik.
  • 70% des gesamten Plastikmülls in den Ozeanen sinkt auf den Meeresgrund.
  • Plastiksackerl stellen für Schildkröten ein besonderes Problem dar, da sie diese mit Quallen verwechseln und fressen.
  • Das Plastik zerfällt in immer kleinere Bestandteile und wird zu Mikroplastik. Unter Mikroplastik versteht man Plastikstücke, die kleiner sind als 5mm.

Mikroplastik

  • Primäres Mikroplastik: Dabei handelt es sich um größere Plastikteile, die durch Faktoren wie Reibung, Salz, Bakterien und Sonne in kleinere Stücke zerfallen. Dazu können Abfälle gehören, die über den Landweg oder das Wasser in die Umwelt gelangen, sowie Mikroplastik, das sich beim Waschen von Kunstfaserkleidung löst, oder Reifenabrieb auf Straßenbelägen. 
  • Sekundäres Mikroplastik: Dieses befindet sich u.a. in Kosmetikartikeln, Waschmittel, Zahnpasta und wird bewusst in diesen Artikeln verwendet. Sekundäres Mikroplastik gelangt dadurch ins Abwasser, die kleinen Teilchen können nicht von den Kläranlagen abgefangen werden. 
  • Gefahren von Mikroplastik: Bei der Zersetzung von Plastik zu Mikroplastik werden Schadstoffe freigesetzt. Mikroplastik kann aber auch selbst Umweltgifte und Pestizide aus dem Wasser wie ein Magnet anlagern.

Gefahren für die Tierwelt

  • Größere Plastikteile werden aufgrund von Aussehen und Geruch häufig mit Nahrung verwechselt: Die Folgen sind Erstickungsgefahr beim Verschlucken sowie Verstopfung des Verdauungstraktes durch das Fressen der Plastikteile. Tieren droht dadurch der Tod durch Verhungern mit vollem Magen. 
  • Das Fressen von Mikroplastik kann zudem zu Entzündungen im Verdauungstrakt führen und kann das Nahrungs- und Fortpflanzungsverhalten von Tieren beeinflussen. 
  • Neben dem Fressen kommt es auch zu Verletzungen durch größere Plastikteile und Deformationen durch eingewachsenes Plastik, in dem sich die Tiere zuvor verfangen haben.
  • Schätzungsweise 52% aller Meeresschildkröten und 90% aller Seevögel fressen Plastik.
  • Jedes Jahr sterben 1 Millionen Seevögel und 100 000 Meeressäuger an Meeresmüll.
  • Schätzungsweise wird im Jahr 2050 fast jeder Seevogel Plastikteile im Magen haben. 

Fakten Österreich

  • 1,6 Milliarden Getränke-Plastikflaschen werden jährlich in Österreich in Umlauf gebracht – pro Person sind das 180 Plastikflaschen im Jahr. Das ist das Ergebnis einer Erhebung im Auftrag des Umweltministeriums Anfang 2020.Doch nur 40 Prozent der Plastikflaschen werden auch recycelt. (ORF 2021)
  • Jedes Jahr fallen in Österreich mehr als 900.000 Tonnen Plastikmüll an, davon rund 50.000 Tonnen an Getränkeverpackungen. Das sind beinahe 2,5 Milliarden Flaschen und Dosen. (Bundesministerium 2021)
  • 40 Tonnen Plastik landen jedes Jahr in Österreich in der Donau. Bis zu 1500 Tonnen Plastik kommen jedes Jahr über die Donau ins schwarze Meer. (Quellen u.a.: Bundesministerium, ORF, Presse, Standard zwischen 2015 und 2022)

Abbauzeiten des Abfalls

  • Zeitung – 6 Wochen
  • Apfelgehäuse – 2 Monate
  • Kartonverpackung – 2 Monate
  • Milchkarton – 3 Monate
  • Sperrholz – 1-3 Jahre
  • Wollsocken – 1-5 Jahre
  • Zigarettenkippen – 1-5 Jahre
  • Plastiktüte – 10-20 Jahre
  • Schaumstoffboje – 50 Jahre
  • Styropor Becher – 50 Jahre
  • Konservendose – 50 Jahre
  • Aludose – 200 Jahre
  • Getränkehalter aus Plastik – 400 Jahre
  • Plastikflasche – 450 Jahre
  • Angelschnur – 600 Jahre
  • Einwegwindel – 450 Jahre
  • Glasflasche – Unbestimmt

Was wir tun können

  • Plastik vermeiden: wiederverwendbare Alltagsprodukte verwenden, Plastikverpackungen und Einwegprodukte meiden.
  • Mülltrennung: Richtige Mülltrennung ist sehr wichtig! Bei der MA48 gibt es alle wichtigen Informationen.
  • Vorsicht Mikroplastik: Beim Kauf von Kosmetik und Reinigungsmittel auf Mikroplastik achten, Gewand aus Baumwolle kaufen, Nutzung von Weichspülern und starken Chemikalien reduzieren.
  • Regional Konsumieren: Lebensmittel aus regionalen Betrieben kaufen - diese haben keine langen Transportwege und sparen meist an Plastikverpackungen; Produkte saisonal kaufen.

(H)Aus des Meeres?

Der Schriftzug Haus des Meeres im Wasser, dabei ist das H mit einer Mülltüte überdeckt

Nachhaltiges Handeln ist das ganze Jahr über wichtig! Jede Plastiktüte, die nicht in unseren Meeren landet, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.