30.09.2020 17:46 | https://www.haus-des-meeres.at/de/Geschichte/acceptSession__1/iHistoryId__76.htm
Logo Haus des Meers - Aqua Terra Zoo

Die HDM Story

Ich möchte ihnen gerne die spannende Geschichte unseres HAUS DES MEERES erzählen.

Die dargestellten Abläufe wurden aufgrund vorhandener Dokumente, Unterlagen und meiner persönlichen Erinnerungen zu Papier gebracht. Meine Interpretation mancher Geschehnisse muss sich nicht unbedingt mit der Meinung der anderen Eigentümervertreter und MitarbeiterInnen decken.

Zunächst ein Hinweis zur Systematik der „Geschichte". Die Jahreszahlgruppen links beinhalten die einzelnen Jahre seit der Gründung 1957. Beim Anklicken der jeweiligen Jahreszahl erscheinen die Headlines. Nach einem weiteren Klick öffnen Sie die jeweiligen Berichte mit den jährlichen Topereignissen. Mit einem Doppelklick der linken Maustaste können Sie die Fotos und Dokumente vergrößern. Nicht alle Fotos der "Geschichte" sind von mir, daher auch der Hinweis, dass die Urheberrechte generell bei den Eigentümern liegen.

Seit Ende 1965 ehrenamtlich mit dabei, möchte ich rückblickend den Kollegen und Kolleginnen des Vereinsvorstandes, die nach dem Vereinsrecht seinerzeit gemeinsam mit mir ein hohes persönliches Risiko bei der Finanzierung der neuen Projekte eingegangen sind, auch auf diesem Wege nochmals herzlich danken. Dieser Dank gilt ebenso allen Mitgliedern sowie auch dem Vorstand und den Mitgliedern des Vereines "Freunde des Hauses des Meeres", der sich unter der Leitung von Präsidentin Evelyn Kolar sehr gut entwickelt hat und bereits über 1.300 Mitglieder zählt! Ich war seinerzeit Initiator der Gründung und bin seit dem Jahre 2010 Ehrenmitglied. 

Unsere 1957 gegründete GESELLSCHAFT FÜR MEERESBIOLOGIE, ebenfalls ein gemeinnütziger Verein, übergab seine Gesamtzuständigkeit größtenteils an die 2013 gegründete Zoo GmbH und trägt nunmehr den Namen HAUS DES MEERES - WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG. Der neue Präsident - Prof. Dr. Walter Hödl - hat die Nachfolge von Prof. Dr. Alfred Radda angetreten. Ich bin seit Jahrzehnten auch hier Ehrenpräsident. 

Ganz besonders aber möchte ich unseren hervorragenden Teams der Zoo- und der Betriebs GmbH für den nimmermüden Einsatz danken. Unter der Leitung von Zoodirektor Michael Mitic erhielten wir das Markenzeichen eines "Wissenschaftlich geführten Zoos", der von allen relevanten Verbänden weltweit anerkannt und aufgenommen wurde. Die Erhaltungszuchterfolge und wissenschaftlichen Arbeiten sind nachhaltig und sehr erfreulich.

Der Geschäftsführer der Betriebs-GmbH, Hans Köppen ist mit seinem Team für den rasanten weiteren Ausbau, das exzellente Marketing und die Administration zuständig und ergänzt die Agenden des Zoos in hervorragender Weise. So wurde der überaus schwierige und aufwendige Dachausbau bravourös gemeistert und zuletzt das "Monsterprojekt", der "Atlantik Tunnel" in Österreichs größtem Aquarium mit einem Fassungsvolumen von 520.000 Litern Meerwasser.

Das Flakturmmuseum im ehemaligen Kommandoraum, wurde durch den "Historienpfad" zugänglich gemacht und behutsam erweitert. „Erinnern im Innern", der Name dieser Dauerausstellung, soll sowohl dem ursprünglichen Verwendungszweck des Turmes gerecht werden soll, als auch der Gegenwart und Zukunft. Nach Außen haben wir im Dezember 2019 den Zubau fertig gestellt und damit endlich eine zoogerechte Fassade, welche auch die Sicherheit der Besucher noch besser gewährleistet! Dies gilt auch für die 30 Meter hohe Grünwand in Richtung Mariahilfer Straße. 

Seit der amtlichen Bürgerbefragung 2009 bemühten wir uns um die Errichtung von Panoramaaufzügen und einer Erweiterung der Eingangshalle – leider ohne Erfolg. Im Jahre 2015 – dem Jahr, wo der Flakturm in unser Eigentum übergegangen ist, reichten wir erneut ein. Wieder ohne Erfolg. Letztlich aber führte der neue, gemeinsam mit der MA 19 entwickelte Bauplan zum Erfolg und wir konnten im Juni 2018 mit den Bauvorbereitungen beginnen.

Schwierig wurde dabei die Finanzierung, zumal unser ursprüngliches Projekt bei 3.5 Mio. gelegen war und die verlangten Änderungen und unsere Ausstattungsideen schließlich zu einem Budget von 18.7 Mio. führten. Möglich war das nur, weil wir ab 2009 mangels Investitionsmöglichkeit, gespart haben und mit einem ordentlichen Anteil an Eigenkapital an die Sache herangehen konnten. Unsere Hausbank hatte vertrauen und garantierte uns die erforderlichen Kredite, die wir immer noch ohne staatliche Hilfe und ohne Steuergelder zurückzahlen müssen.   

Unser inzwischen 80 hauptamtlichen MitarbeiterInnen sind 365 Tage im Jahr bemüht, ihnen einen erlebnisreichen und angenehmen Aufenthalt bei uns zu ermöglichen. Im Jahr 2010 hatten wir erstmals mehr als 400.000 Besucher zu verzeichnen. Erfreulicher Weise konnten wir 2019 bereits mit 650.148 erneut einen Rekordbesuch - den dreizehnten in Folge - verbuchen! Unter den privaten Institutionen Wiens dürften wir der Besucherfrequenz des Riesenrades inzwischen schon sehr nahegekommen sein. Vielleicht sind wir inzwischen bereits ex aequo Erster in der Hitliste der Sehenswürdigkeiten Wiens!

Unglaubliche 11.7 Mio. Gäste haben uns seit der Eröffnung besucht. Es wird wenige Institutionen geben, die hier mithalten können.

Bereits ab dem 1.1.2013 wurde unsere Unternehmensstruktur den heutigen Erfordernissen angepasst. Die gemeinnützige Privatstiftung soll ein Garant dafür sein, dass Ihnen das HAUS DES MEERES auch in aller Zukunft nicht nur zur Verfügung steht, sondern auch ständig modernisiert und den Erfordernissen angepasst werden kann! Der 3-köpfige ehrenamtliche Stiftungsvorstand wird seit dem Jahre 2018 durch einen Beirat unterstützt.

Ich hoffe liebe Gäste, sie werden sich bei uns im „Zooturm“ wohlfühlen. Sie können nicht nur die rund 10.000 Tiere in ihrem Element bewundern, sondern auch den herrlichen Blick auf die Stadt Wien und alle anderen Einrichtungen unseres Hauses, des einzigen begehbaren – ehemaligen - Flakturms, genießen.

Damit auch das gelegentliche Gedränge im Eingangsbereich aufhört, wurden zwei weitere Aufzüge errichtet und die Eingangshalle mit Garderoben und Kinderwagen Abstellplätzen entsprechend erweitert. Insgesamt verfügen wir nun über eine Betriebsfläche von 8.000 m2 - verteilt auf zwölf Ebenen - und sie werden überrascht sein, welche Vorhaben im Detail im Laufe des Jahres 2020 noch umgesetzt werden.

Zu all unseren Bemühungen und Risiken kam nun völlig unerwartet die Corona Krise. Bei all unseren Vorhaben haben wir uns stets nach den bestehenden Gesetzen orientiert. So auch auf das Epidemiegesetz aus dem Jahre 1950, welches in so einem Fall gemäß § 32 den vollen Schadenersatz garantiert hätte.

Zusätzlich haben wir seit dem Jahre 2012 eine Betriebsunterbrechungsversicherung für die Dauer von 6  Monaten. Leider teilte uns nun aber unserer jahrzehntelanger Versicherer mit, dass darin eine Pandemie nicht vorgesehen sei. Hier hoffen wir unverändert zumindest auf eine Kulanzregelung von der Generali Versicherung.   

Über die großen Probleme mit der zugesagten staatlichen Hilfe habe ich laufend berichtet. Auch hier hoffen wir noch immer auf die Einlösung der diversen öffentlichen Versprechungen.

Irgendwie wird es bei aller berechtigten Sorge aber weitergehen. Unser gesamtes Team freut sich auf ihren Besuch, denn ihnen gilt unser besonderer Dank! Sie sind es, die mit ihrem Geld unsere gemeinnützige Tätigkeit ermöglichen. 

Ihre Spendenbereitschaft war und ist einfach großartig. 

Ihr

Franz Six

 

Share this pageFacebookTwitterLinkedInDrucken
Ausgezeichnet durch
Mitglied bei
© 2020, Haus des Meeres GmbH | AGB | Impressum | Benutzerhinweise | Datenschutz | Cookie Einstellungen