Das Haus des Meeres blickt auf ein äußerst erfolgreiches Jahr 2025 zurück: Mit insgesamt 1.125.927 Gästen - einschließlich Restaurantbesuchenden - verzeichnete das Haus des Meeres um mehr als 5 % mehr Besuche als im bisherigen Rekordjahr. Das gemeinnützig geführte Haus des Meeres, das sich vollständig über Eintrittsgelder finanziert, ist damit die private Top-Sehenswürdigkeit in Wien. Das gesamte Team bedankt sich für die Treue und Geduld der Gäste, die auch während notwendiger Umbauten das Haus besucht und den Weg in Richtung Tierwohl, Artenschutz und zeitgemäßer Weiterentwicklung aktiv mitgetragen haben.
Geschäftsführer Hans Köppen betont: „Wir sind sehr stolz auf dieses starke Zeichen der Wertschätzung und des Vertrauens seitens unserer Gäste! Sie schaffen die finanzielle Grundlage, um nicht nur laufend in moderne Tieranlagen und nachhaltige Infrastruktur zu investieren, sondern auch Verantwortung über den Zoo hinaus übernehmen zu können. Dank des regen Besuchs, konnten beim Science Day 2026 erneut 18.000 € an Stipendien bzw. Forschungspreisen vergeben werden.“
Das Haus des Meeres ist weit mehr als ein Zoo, es ist eine engagierte Bildungs- und Forschungseinrichtung, die ihre gesellschaftliche Verantwortung aktiv lebt. Über den Verein Haus des Meeres - Wissenschaft und Forschung unterstützt das Haus des Meeres jedes Jahr junge Forscher*innen bei der Grundlagenforschung an Süß- und Salzwasserorganismen. Die gewonnenen Erkenntnisse leisten einen wertvollen Beitrag zum Schutz einzelner Arten und ganzer Lebensräume. Gleichzeitig können sie uns Menschen helfen, die komplexen Zusammenhänge der Natur besser zu verstehen, den eigenen Einfluss bewusster zu reflektieren und dadurch verantwortungsvoller zu handeln.
Das mit 6.000 € dotierte „Haus des Meeres Stipendium zur Förderung der Forschung an Süßwasserorganismen in memoriam Ferry Starmühlner“ ging an Jana Robertson von der Universität Innsbruck. Durch die Unterstützung des Haus des Meeres wird ihre Forschungsarbeit ermöglicht, in der sie mithilfe von Umwelt-DNA die Amphibienvielfalt im Regenwald der Österreicher in Costa Rica an der Estación Tropical La Gamba untersucht und diese Methode mit herkömmlichen Erhebungsverfahren vergleicht.
Ebenfalls 6.000 € erhielt Sarah Förster im Rahmen des „Haus des Meeres Stipendium zur Förderung der Forschung an Meeresorganismen in memoriam Rupert Riedl“. Sie erforscht das Zusammenspiel zwischen Schwämmen und ihrem Mikrobiom in ihrer Masterarbeit an der Universität Wien, unter dem Titel „Bastadin: Ein aus Schwämmen gewonnener bioaktiver Wirkstoff, der Einfluss auf das Mikrobiom ausübt“.
Zusätzlich wurden zwei Meeresschutzprojekte mit dem „Haus des Meeres Preis für Meeresschutz in memoriam Hans und Lotte Hass“ ausgezeichnet: 4.000 Euro gingen an den Tauchclub Weinviertel für das Projekt „Reefspect“, das Hobbytaucher in Österreich und auf den Malediven für einen schonenden Umgang mit Korallenriffen sensibilisiert. Weitere 2.000 Euro erhielt die Organisation Project Manaia für „Neptune’s Garden“, bei dem Seegraswiesen im Mittelmeer zur Förderung der Artenvielfalt angelegt und invasive Arten wie der Rotfeuerfisch zurückgedrängt werden.
Der Besucherrekord sowie die Forschungspreise sind weit mehr als Zahlen: Sie sind ein gemeinsames Statement für Wissenschaft, nachhaltige Naturerlebnisse und gelebten Artenschutz – mitten in der Stadt.