Mit gerade einmal bis zu 120 Gramm Körpergewicht sind sie die kleinsten Affen der Welt und nun neu im Haus des Meeres: die bedrohten Zwergseidenäffchen. „Sie sind bereits die achte Primatenart, die bei uns eingezogen ist“, freut sich Zoodirektor Jeff Schreiner und ergänzt: „Unser Fokus liegt bewusst auf kleineren, oft übersehenen und dennoch bedrohten Tierarten. Gerade sie finden bei uns optimale Bedingungen und verdienen mindestens genauso viel Aufmerksamkeit wie die ganz Großen.“
In ihrem neuen Zuhause teilen sich die südamerikanischen Äffchen die Anlage mit den Krokodiltejus. Trotz ihres imposanten Namens sind die Echsen für ihre Mitbewohner völlig harmlos, denn sie haben sich auf Schnecken als Hauptnahrung spezialisiert.
Ganz andere kulinarische Vorlieben haben die Zwergseidenäffchen selbst: Auf ihrem Speiseplan stehen Baumsäfte, Insekten und Früchte. Mit ihren spitzen Zähnen ritzen sie die Rinde ihrer Futterbäume an, um den austretenden Saft aufzuschlecken. Insekten, die von den Baumsäften angelockt werden, liefern zusätzlich wertvolle Proteine. Ihre Reviere sind dabei ebenso klein wie sie selbst und beschränken sich meist auf ein bis zwei Futterbäume.
Lebensraumverlust und Bejagung zählen zu den größten Bedrohungsfaktoren dieser Krallenaffen. Umso wichtiger ist es, ihr Schicksal sichtbar zu machen und Bewusstsein für den Schutz bedrohter Arten zu schaffen. Denn nur was wir kennen, können wir auch schützen.