Wenn Menschen an Haie denken, tauchen oft Bilder von bedrohlichen Filmszenen und scharfen Zähnen auf. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus: Begegnungen zwischen Menschen und Haien sind – gemessen an den Millionen Menschen, die jedes Jahr die Meere nutzen – äußerst selten. Gleichzeitig gehören Haie zu den am stärksten bedrohten Tiergruppen der Welt.
Anlässlich des internationalen Shark Awareness Day lädt das Haus des Meeres am 14. Juli 2026 dazu ein, diesen besonderen Meeresbewohnern ganz nah zu kommen. Besucher*innen können echte Haizähne, Haihaut und Haieier aus nächster Nähe betrachten und sogar angreifen. Dabei erklären Biolog*innen spannende Fakten über die beeindruckenden Anpassungen der Haie, von ständig nachwachsenden Zähnen bis zur charakteristischen, rauen Haut, die sich beinahe wie Schleifpapier anfühlt.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Weltweit wurden im Jahr 2025 lediglich 65 unprovozierte Haiangriffe registriert, davon verliefen neun tödlich. Dem gegenüber stehen schätzungsweise 80 bis über 100 Millionen Haie, die jedes Jahr durch Fischerei, Beifang und den Handel mit Haiprodukten sterben. Inzwischen gilt rund ein Drittel aller Hai-, Rochen- und Chimärenarten als vom Aussterben bedroht. Dabei sind Haie für gesunde Ozeane unverzichtbar. Als Spitzenräuber halten sie marine Ökosysteme im Gleichgewicht und tragen so zum Erhalt unzähliger weiterer Arten bei.
„Unser Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, Vorurteile abzubauen und auf die dramatische Situation vieler Haiarten aufmerksam zu machen. Denn wer Haie näher kennenlernt, merkt schnell, dass sie nicht gefürchtet, sondern respektiert und geschützt werden sollen!“, erklärt Zoodirektor Jeff Schreiner.
Das Haus des Meeres lädt alle großen und kleinen Entdecker*innen ein, den oft verzerrten Vorstellungen über Haie auf den Grund zu gehen und ihre beeindruckenden Fähigkeiten kennenzulernen.