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2023

Der Zubau zum Flakturm

Nach schier endlosen Diskussionen über den Ausbau und die Gestaltung der Vorderfront des ehemaligen Flakturms mit der für das Stadtbild zuständigen Magistratsabteilung kam überraschenderweise gerade aus dieser Richtung die Aufforderung, alle geplanten Adaptierungen hinter einer geschlossenen Fassade vorzunehmen. Wir einigten uns schließlich auf einen überwiegend gläsernen Zubau bis zur Grundstücksgrenze, den Erhalt des schrägen Glasvorbaus und einen durchgehenden „Balkon“ in der Höhe des ehemaligen Flakturmkranes – ein Frischluftbereich für die dort geplanten Tiere. Da wir alle noch darüberhinausgehenden Vorhaben im Außenbereich bekanntgeben mussten, einigten wir uns auf die Begrünung der Flakturmwand, die Besucherterrasse im 10. Stock sowie ein Solardach zur teilweisen Selbstversorgung des Zubaus in der 12. Ebene – dem Dach! Lediglich bei der ebenfalls vorgesehenen Verglasung der ehemaligen Terrasse im 9. Stock fanden wir zu unserem Leidwesen keinen Konsens bezüglich Höhe, obwohl ausreichend Platz zur Verfügung stand.

Ein Mammutprogramm, welches ohne finanzielle Mittel seitens des Staates und der Stadt selbst unser eigenes HDM-Team zunächst teilweise abgeschreckt hat. Andererseits erkannten wir diese „Jahrhundertchance“ , deren Realisierung uns vielleicht auch gar nicht zugetraut wurde, erstellten einen Masterplan bis 2025 und starteten das große Abenteuer!    

Als wir am 30. Mai 2018 – also vor mehr als 5 Jahren – den Spatenstich für das bislang größte und teuerste Projekt vornahmen, waren die Vorarbeiten bereits längst im Gange. Am 31.5. wurden die Anrainer zu einer umfassenden Information eingeladen und nachdem auch deren Votum positiv ausfiel, starteten wir den eigentlichen Zubau. 

Unsere Grobplanung, wonach an den Ecken der Vorderfront zwei Türme bis zum Dach hochgezogen und mit dem Stammhaus verbunden werden sollte ermöglichen, in allen „freien“ Stockwerken Baukörper „einzuhängen“. Der Krokipark als optisch auflockerndes Element sollte ebenso erhalten bleiben wie der vordere, erweiterte Teil der Aussichtsterrasse. In den Türmen waren jeweils ein Stiegenhaus sowie rechtsseitig zwei Aufzüge vorgesehen.Natürlich war auch geplant, in jedem Stockwerk einen Durchbruch in den ehemaligen Flakturmbereich herzustellen, den Keller massiv auszubauen und mit dem bestehenden Tiefbunker zu verbinden. Anfang 2020 sollten dann die technischen Innenarbeiten fertig gestellt und in weiterer Folge die neuen Bereiche schrittweise in Betrieb genommen werden. 

Der überwiegend gläserne Zubau ragt nun 12 Meter in Richtung Innenstadt und geht über die gesamte Turmbreite von 31 Metern. Dadurch wurden – inklusive Keller - rund 4.400 m² zusätzlicher Fläche geschaffen. 

Das neue Dach (Ebene 12) im Umfang von 800 m² erhielt eine Fotovoltaikanlage und wurde für Sonderführungen begehbar gemacht. Ein weiterer Ausbau folgt demnächst. Der uneingeschränkte Rundblick über Wien in einer Höhe von 57 Metern ist schlichtweg fantastisch.

Im  11. Stock wurde die Fläche des Dachrestaurants „Ocean’Sky“ mehr als verdoppelt und

im 10. Stock ein Veranstaltungszentrum zusätzlich zum Kinosaal und dem „Erinnern m Innern“ Museumsbereich errichtet.

Der 9. Stock der ehemaligen Terrasse wurde auf 3 Seiten verglast und Australien gewidmet, während der vordere, neue Bereich nun eine zweigeschossige Anlage für unsere Lemuren und die Komodowarane beinhaltet. Die Zwischenebene ist sowohl über beide Stiegenhäuser als auch über den Lift erreichbar. 

Der 8. Stock, der zuletzt ausgestattet wurde, beherbergt den faszinierenden Bereich der Mangroven – dem „Kindergarten“ vieler Meeresbewohner. Durch die erforderliche Technik für das darunter liegenden Haibecken und dessen Zugang für die Taucher musste die ursprünglich geplante Fläche etwas reduziert werden. Ein im Boden versenktes Bullauge ermöglicht den Durchblick zum   

7. Stock des Zubaus, wo ein 550.000 Liter fassendes Rundaquarium errichtet wurde. Ein Unikat, welches keinerlei Stützen hat und somit rundherum völlig transparent ist und auch noch den Blick in die Stadt ermöglicht. 

Der 6. Stock widmet sich der Verschmutzung der Meere und beinhaltet nicht nur einen weiteren Tunnel - dem Mülltunnel – sondern ist auch der Familie Hass gewidmet. Unter anderem kann das Modell des sagenumwobenen Forschungsschiffes „Xarifa“ bestaunt werden.

Im 5. Stock wurde die Besucherterrasse des Krokiparks an den linken Bauteil angeschlossen, wo während der Umbauphase des Tropenhauses auch eine Quarantänestation untergebracht war, welche nunmehr in einen separaten Ausstellungsteil umgewandelt wird.

Im 4. Stock erhält das Sharky – unser Selbstbedienungslokal in Kürze eine Besucherterrasse 

während im 2. und 3. Stock direkte Seiteneinblicke in die verschiedenen Ebenen des Krokiparks sowie die Zugänge zu den Aufzügen geschaffen wurde.

Im 1. Stock schließlich erfolgte nun vor wenigen Wochen ebenfalls der Durchbruch zu den Liften im bzw. über das Stammhaus. Die Schlangen bleiben vorerst wo sie sind. Last but not least erfolgte ein Totalumbau des Eingangsbereiches, den nunmehr direkt zu 3. Aufzügen führt und endlich auch Platz für Kinderwägen und einen vergrößerten Shop bietet. 

Wir sind sehr glücklich darüber, dass bei den umfassenden Bauarbeiten im Laufe der letzten 5 Jahre keine nennenswerten Unfälle passierten und die Gesamtkosten unter 30 Mio. geblieben sind. Abgesehen von den amtlich verordneten „Coronasperren“ gab es weiterhin Zutritt für unsere Gäste – während der gesamten Bauphase. Durch die zusätzlichen Flächen können inzwischen gleichzeitig 978 Personen im Haus verweilen. Ein ganztätiger Besuch des Zoos sowie der beiden Restaurants ist dadurch möglich geworden. Zusätzlich zur mechanischen Frischluftzufuhr gibt es Freibereiche am Solardach, dem 11. und 9. Stock, im Bereich der Außentreppe im 4. Stock sowie in Kürze auch auf der Freiterrasse des „Sharky“.

Auch Österreichs höchste, begrünte Betonwand ist während der Bauphase entstanden, gemeinsam mit dem ebenfalls höchsten Indoorgemälde im Schacht des Expressliftes – hergestellt von Oliver Feistmantl. Im Vorjahr konnten wir – dank der Erweiterung - mit 850.000 Gästen sogar große staatliche Museen wie z.B. das „Naturhistorische“ übertreffen und Nummer 1 der privaten Einrichtungen in der Weltstadt Wien werden.  

Nochmals ein herzliches Dankeschön allen Damen und Herren unseres grandiosen HDM-Teams. 

Franz Six

Die Visualisierung unserer Erweiterungswünsche
Die Visualisierung unserer Erweiterungswünsche
Einhausen - der Wunsch der Behörde
Einhausen - der Wunsch der Behörde
Die beiden "Türme" mit eingehängten Etagen
Die beiden "Türme" mit eingehängten Etagen
Unsere "Auflockerung" inklusive Grünwand
Unsere "Auflockerung" inklusive Grünwand
Die endgültige Planung inklusive Solardach
Die endgültige Planung inklusive Solardach
Noch ist die Pflanzenwand grün,
Noch ist die Pflanzenwand grün,
aber bald ist wieder Weihnachten
aber bald ist wieder Weihnachten